Die Bedeutung des Restgehörs

Veröffentlicht von: MED-EL Medical Electronics
Veröffentlicht am: 09.11.2015 11:32
Rubrik: Gesundheit & Medizin


(Presseportal openBroadcast) -

Das Restgehör bei Cochleaimplantat-Nutzern

Cochleaimplantate (CIs) kommen bei Personen mit schwerer bis hochgradiger Schallempfindungsschwerhörigkeit zum Einsatz. Obwohl hierbei ein Großteil des Innenohrs nicht mehr intakt ist, ist bei vielen Cochleaimplantat-Nutzern noch ein Minimum an Restgehör vorhanden. Der Erhalt der Innenohr- sowie der Nervenstrukturen und damit auch des Restgehörs ist für alle Cl-Träger, insbesondere für Kinder, von großer Bedeutung. Es ermöglicht ihnen, auch zukünftig von technologischen und medizinischen Weiterentwicklungen profitieren zu können.

Flexible Elektroden zum Schutz des Innenohrs

Bei einem Cochleaimplantat wird eine millimeterdünne Elektrode sanft in die Hörschnecke (Cochlea) eingeführt. Die einzelnen Kontakte auf der Elektrode stimulieren später einzelne Frequenzbereiche innerhalb der Cochlea. Aufgrund der Bedeutung des Restgehörs liegt der Fokus bei MED-EL auf der Entwicklung besonders flexibler und weicher Elektroden. Diese lassen sich schonender in die Cochlea einsetzen und verringern den nötigen Kraftaufwand bei der Implantation. Dank der hohen Flexibilität der Elektroden wird das Restgehör daher so gut wie möglich geschützt. Diverse Studien wie Wanna et al. (2014) und Holden et al. (2015) belegen, dass der Erhalt der inneren Strukturen des Ohrs zu einem signifikant besseren Hörergebnis führt, als bei Patienten, die ein Trauma erlitten haben und bei denen die Strukturen nicht erhalten werden konnten.
Ziel ist es zudem, mit den Elektroden einen möglichst großen Bereich innerhalb der Cochlea abzudecken, um damit ein größeres Klangspektrum hörbar zu machen. Auch hierfür sind möglichst weiche, flexible Elektroden und die optimale Längenanpassung an die jeweiligen Innenohrstrukturen wichtig. Bei MED-EL Cochleaimplantaten kann die Art und Länge der Elektrode vom behandelnden Arzt deshalb auf die individuellen anatomischen Gegebenheiten innerhalb der Cochlea angepasst werden. Die komplette Abdeckung der Cochlea ermöglicht später das Wahrnehmen von bis zu 250 Tonhöhen.

Restgehör und Elektrisch Akustische Stimulation

Bei Personen, die unter partiellem Hörverlust leiden, funktioniert ein Teil des Innenohrs noch - nämlich derjenige, der die tieferen Frequenzen verarbeitet. Cochleaimplantate ermöglichen bei dieser Indikation sehr gute Hörergebnisse. Um jedoch auch das Restgehör und damit das Hörvermögen für die tieferen Frequenzen optimal zu nutzen, ist ein EAS Hörimplantat-System eine gute Lösung. Das System kombiniert ein Cochleaimplantat für die Erzeugung der hohen Frequenzen mit einer akustischen Verstärkung des Restgehörs. Je ausgeprägter dieses Restgehör ist, desto besser ist das Hörergebnis mit einem EAS System. Der Erhalt des Restgehörs ist deshalb auch für Nutzer mit partiellem Hörverlust von größter Bedeutung.

Pressekontakt:

MED-EL Medical Electronics
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Firmenportrait:

MED-EL Medical Electronics mit Hauptsitz in Innsbruck und 29 Niederlassungen weltweit ist ein führender Anbieter von Hörimplantat-Systemen. Die österreichischen Wissenschaftler und Gründer des Unternehmens, DI Dr. Ingeborg und Prof. Dr. Erwin Hochmair entwickelten 1977 das erste mikroelektronische Mehrkanal-Cochleaimplantat und legten 1990 mit der Einstellung ihrer ersten Mitarbeiter den Grundstein der Unternehmensgeschichte. Aktuell beschäftigt das Unternehmen mehr als 1.500 Angestellte.
Das Cochleaimplantat war und ist bis heute der erste tatsächlich realisierte Ersatz eines Sinnesorgans. Im Bereich implantierbarer Lösungen zur Behandlung unterschiedlicher Arten von Hörverlust bietet MED-EL mit dem Cochleaimplantat-, dem Mittelohrimplantat-, dem EAS (kombinierte Elektrisch Akustische Stimulation) System, dem Hirnstammimplantat (ABI) sowie dem ersten aktiven Knochenleitungsimplantat weltweit die breiteste Produktpalette. Menschen in über 100 Ländern können heute mithilfe eines Produkts von MED-EL hören. Weitere Informationen finden Sie unter www.medel.com.

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