Abenteuer, Romantik, Wissenschaft - Steampunkspaß

Veröffentlicht von: Museum Industriekultur Osnabrück
Veröffentlicht am: 18.11.2015 11:56
Rubrik: Gesellschaft & Kultur


(Presseportal openBroadcast) - Am 7. und 8. Mai 2016 veranstalten Marc Mense und US Veranstaltungen, in Kooperation mit dem Museum Industriekultur Osnabrück ein fantastisches Steampunk-Festival.

Seit Anfang der 2000er Jahre treffen sich regelmäßig weltweit Fans der viktorianischen Zeit - die Steampunker. Sie verbindet die Lust, zu tüfteln, zu gestalten und ihre Kreationen vorzuführen. Ausgehend vom Zeitalter der Dampfmaschinen (steam engine) im England des 19. Jahrhunderts und inspiriert durch die Romane und Geschichten von Jules Verne und H. G. Wells wird eine Welt erfunden, zu der Kupfer und Messing, mechanische Armaturen, Schrauben und Nieten, Maschinen und Geräte, genauso gehören wie die viktorianische Mode und der englische Bürgerstil.
Zum ersten Mal wird ein Steampunk Treffen in Osnabrück veranstaltet. Hier können Steampunk Autoren, Künstler, Forscher und Bastler ihre Erfindungen zeigen. Die Besucher gemeinsam mit vielen "Steampunk-Typen" auf eine magisch-fantastische Zeitreise gehen und die inspirierende Atmosphäre mit den Musikern und künstlerischen Darstellern genießen!

Pressekontakt:

Museum Industriekultur Osnabrück
Margret Baumann
Süberweg 50a 49090 Osnabrück
05411393079
m.baumann@industriekultur-museumos.de
http://www.industriekultur-museumos.de

Firmenportrait:

Museum Industriekultur Osnabrück: Kurzdarstellung
(Stand: 09/15)

Geschichte:
Das Haseschachtgebäude gehört zu den Gebäuden am Piesberg, die der Steinkohlenbergbau am Piesberg hinterlassen hat. Es diente zur Unterbringung der Maschinenanlagen, die für den Betrieb einer Schachtanlage notwendig waren. Das Steinkohlebergwerk am Piesberg, war um 1870 der größte Betrieb der Stadt Osnabrück.

Das Haseschachtgebäude wurde 1871 fertig gestellt. Das Gebäude bestand aus Schachthaus (höchster Gebäudeteil) mit Fördergerüst und den darin laufenden Förderkörben. Im westlichen Gebäudeteil trieb eine Zwillingsdampfmaschine die Seiltrommel für die Förderseile an. Im mittleren Gebäudeteil stand eine Dampfmaschine, für die Wasserhaltung. 1875 erweiterte man das Haseschachtgebäude nach Süden, für eine leistungsfähigere Wasserhaltungs-maschine. Die Schwierigkeiten mit der Wasserhaltung und die nach 1873 sich verschlechternde Absatzlage führten dazu, dass die Stadt Osnabrück, seit 1568 im Besitz des Bergwerks, 1889 die Zeche mitsamt den dazugehörigen Steinbrüchen an den Georgs-Marien-Bergwerks und Hütten-Verein verkaufte.

Nach umfangreichen Investitionen ließ sich die Kohleförderung in den folgenden Jahren erheblich steigern. Massive Probleme bereitete allerdings der Wasserzufluss in der Grube. Er vermehrte sich 1897 gab es massive Probleme mit der Wasserhaltung, 45 m3 Grubenwasser mussten in der Minute gehoben werden. Gutachten über eine wirtschaftliche Fortführung der Zeche, befürworteten die Aufrechterhaltung des Betriebes allerdings nur bei der Einhaltung einer bestimmten Fördermenge. Im gleichen Jahr wurde die Zeche bestreikt. Aufgrund des Streiks und der zunehmenden technischen Probleme und wurde die Zeche am 8. Juni 1898 geschlossen. Das Haseschachtgebäude ließ das Unternehmen 1906 zum Schlafhaus für ledige Steinbrucharbeiter umbauen.

Im zweiten Weltkrieg diente es als Kriegsgefangenlager, in dem unter anderen ab 1941 russische Kriegsgefangene des "russischen Arbeitskommando 3355 Piesberg" untergebracht waren. Viele von ihnen fanden hier einen gewaltsamen Tod. Nach 1945 brachte man im Gebäude schlesische Flüchtlinge unter, die bis in die 1960er Jahre hier lebten. Anschließend verfiel das Gebäude bis auf den westlichen Gebäudeteil, indem eine Trafo-Station untergebracht war.

Eröffnung:
1985 begannen die Restaurierungsarbeiten am Haseschachtgebäude und im Oktober 1994 wurde der erste Abschnitt des Museums Industriekultur Osnabrück im Haseschachtgebäude eröffnet.

Aufgabe:
Das Museum sieht es als seine Aufgabe an, die Geschichte der Industrialisierung in der Region und im besondern am Piesberg zu erforschen und in den Ausstellungen darzustellen. Aspekte der technischen Entwicklung, der Sozialgeschichte und der Wirtschaftsgeschichte sollen anschaulich vermittelt werden. Zum Zwecke der Vermittlung und Bewahrung werden historische Gebäude restauriert, historische Maschinen und Gerätschaften und historische Unterlagen wie Akten, Texte, Karten, Abbildungen, Zeichnungen und Fotos gesammelt, erfasst und restauriert.

Tätigkeit:
Das Museum zeigt in seiner Dauerausstellung und in den regelmäßigen Sonderausstellungen, die Geschichte der Industrialisierung in der Region und in der Stadt Osnabrück, im besondern am Piesberg unter Berücksichtigung der technischen Entwicklung, der Sozialgeschichte und der Wirtschaftsgeschichte. Die Dauerausstellung wird regelmäßig aktualisiert.
Das Museum fördert die Wissensvermittlung durch viele unterschiedliche museumspädagogische Programme und Führungen, durch die Ausstellungen und durch Vorträge und Veranstaltungen zu den Themenbereichen Mensch Natur Technik am Piesberg.

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