Vorsicht Finanzbetrug: Wenn sich lukrative Jobangebote als Geldwäsche entpuppen

Veröffentlicht von: Infocenter der R+V Versicherung
Veröffentlicht am: 19.11.2015 15:32
Rubrik: IT, Computer & Internet


(Presseportal openBroadcast) - R+V-Infocenter: Finger weg von Jobangeboten, die schnelle Provisionen versprechen - Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

Wiesbaden, 19. November 2015. "Sie brauchen Geld? Dann stellen Sie uns einfach Ihre Kontoverbindung zur Verfügung, und schon kassieren Sie satte Provisionen." Mit solchen oder ähnlichen Lockangeboten versuchen Betrüger, unbescholtene Bürger für ihre Zwecke zu gewinnen - und so auf kriminellem Weg erworbenes Geld zu waschen. "Was viele nicht wissen: Selbst mit vermeintlich harmlosen Überweisungen und Einzahlungen machen sie sich strafbar", warnt Dr. Mirko Saam, Sicherheitsexperte beim Infocenter der R+V Versicherung. Er rät, solchen Angeboten zu misstrauen und keine persönlichen Daten an Fremde weiterzugeben.

Fast jeder dritte Deutsche hat Angst davor, Opfer eines Betrugs zu werden. Das zeigt die repräsentative R+V-Studie "Die Ängste der Deutschen 2015". Doch immer wieder handeln Verbraucher leichtsinnig - und gehen auf Lockangebote von Betrügern ein. Neueste Masche: Die gutgläubigen Angeworbenen bekommen per E-Mail das Angebot, von zu Hause aus als "Finanzagent" zu arbeiten. Damit sollen sie Provisionen verdienen können. Die Betrüger überweisen dann Geld, das sie beispielsweise durch Datendiebstahl ergaunert haben. Die Kontoinhaber sollen diese Beträge abheben und auf ein weiteres Konto einzahlen. "Wer sich darauf einlässt, hilft den Kriminellen, ihre Identität zu verschleiern. Gleichzeitig handelt es sich um Geldwäsche - und Unwissenheit schützt nicht vor Strafe", so R+V-Experte Dr. Saam. Zudem müssen Betroffene möglicherweise Schadenersatz leisten.

Auch wer ein Angebot als "Paketagent" bekommt, sollte äußerst wachsam sein. Bei dieser Masche verschicken Betrüger illegal erworbene Ware oft über mehrere Stationen, so dass die Herkunft nur schwer nachvollziehbar ist. Wer solche Pakete zuhause annimmt und weiter verschickt, muss ebenfalls mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Dr. Saam empfiehlt zum eigenen Schutz, verlockende Verdienstangebote gründlich zu prüfen und bei der Weitergabe von Kontodaten vorsichtig zu sein.

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Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die "Ängste der Deutschen" ermittelt beispielsweise bereits seit 1991 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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