Moderne Perspektiven auf das Fach Latein: Interview mit Adeamus!-Autorin Melanie Schölzel

Veröffentlicht von: Cornelsen Schulverlage
Veröffentlicht am: 26.11.2015 10:16
Rubrik: Freizeit & Hobby


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(Mynewsdesk) Humorlos, verstockt ? das Internet hält viele Adjektive bereit, wenn es um den vermeintlich typischen Lateinlehrer geht. Zu Beginn jeder Unterrichtsstunde sei er mit ?Salve, Magister? zu begrüßen. Seine Klausuren sind mit Gemeinheiten gespickt. Schüler müssen hier überwiegend Vokabeln und Grammatik lernen. ? Soweit die Vorurteile, so falsch die Einschätzung. Die Lateinlehrerschaft hat sich in den letzten Jahren gewandelt, ein Generationenwechsel findet statt. Richtig ist: Der typische Lateinlehrer im Jahre 2015 in Deutschland ist ? eine Lateinlehrerin. Insgesamt gibt es 10.537 Lateinlehrer. Von den unter 35-Jährigen Lateinlehrern sind über 75 Prozent weiblich. Latein ist die am dritthäufigsten gewählte Fremdsprache an deutschen Schulen: Etwa 710.000 Schüler lernen die lateinische Sprache (Quelle: Statistisches Bundesamt 2014). Im Interview beleuchtet Latein- und Deutschlehrerin Melanie Schölzel aktuelle Entwicklungen im Fach. Sie ist Adeamus!-Autorin im Oldenbourg Schulbuchverlag.

Dient der Lateinunterricht der Förderung des Geistes ohne praktischen Nutzen? Melanie Schölzel: ?Der konkrete materielle Nutzen sollte nicht der Maßstab sein, nach dem ein Unterrichtsfach beurteilt wird. Die Schulung des logischen Denkens und damit des eigenständigen kompetenten Handelns sehe ich jedoch durchaus als ?materiellen Nutzen?. Der zunehmenden Kompetenzorientierung der schulischen Bildung trägt Latein in vielfacher Weise Rechnung. Vor allem die literarische Kompetenz wird durch das Lateinische besonders gefördert, da hier historische Literaturgeschichte behandelt wird und ein historischer Diskurs erfolgt, wie in kaum einem anderen Fach.?

Wie holen Sie heutige Schülerschaften mit dem Adeamus!-Konzept ab?Melanie Schölzel: ?Die heutige Schülerschaft ist heterogener und stark geprägt von den modernen Medien. Die Voraussetzungen, unter denen die Schüler am Gymnasium starten, werden immer unterschiedlicher: Gustav Schwab kennen beispielsweise viele nicht mehr. Darauf reagiert Adeamus! mit seinem innovativen Konzept der Vorentlastung in Bezug auf Kulturwissen, Wortschatz und Grammatik. Dieses Vorgehen hat mich von Anfang an überzeugt, denn es reagiert auf die Schwierigkeiten der Schüler beim Vokabellernen und sorgt durch das schrittige Vorgehen dafür, dass alle Schüler in einer Lektion die erforderlichen Inhalte erarbeitet haben, ehe diese im Lesestück gebündelt zur Anwendung kommen. Adeamus! ist fortschrittlich, ohne auf Bewährtes zu verzichten, kindgerecht, ohne kindisch zu sein, anspruchsvoll, ohne zu überfordern und holt die Schüler da ab, wo sie stehen. Außerdem bringen einen die Lesestücke wiederholt zum Schmunzeln ? wie viele Lateinbücher können das schon von sich sagen??

Stichwort Kompetenzorientierung ? wie wird diese mit Adeamus! umgesetzt?Melanie Schölzel: ?Im Hinblick auf die zunehmende Kompetenzorientierung geht der moderne Lateinunterricht mit der Zeit: Statt reihum Satz für Satz zu übersetzen, finden kursorische oder transphrastische Texterschließungen zunehmend Verwendung. Wir reagieren darauf, indem wir zu jeder Lektion auch einen ?kurzen Weg durch das Lesestück? anbieten. Außerdem bezieht Adeamus! bewusst verschiedene Sozialformen mit ein und gibt immer wieder Anregungen zu Projekten. Das Lehrwerk geht kumulativ vor, was zu einem vernetzten Wissen und damit auch zu zunehmender Sach- und Sprachkompetenz führt. Auch die Förderung der Methodenkompetenz spielt eine große Rolle: Explizit geschieht dies im Rahmen sogenannter Methodenseiten, wo beispielsweise Übersetzungstechniken oder die Bildbeschreibung gesondert vermittelt werden. Damit zeigt sich für mich optimal, was moderner Lateinunterricht zu leisten hat: Er knüpft an Traditionen an und reagiert gleichzeitig auf die neuen Anforderungen, mit denen sich moderner Unterricht konfrontiert sieht.?

Informationen zum Lehrwerkskonzept unter: www.oldenbourg.de/adeamus (http://www.oldenbourg.de/adeamus?campaign=banner/adeamus/PR2015)


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In unseren Produkten bringen wir fachlich fundierte didaktische Konzepte mit den Lehrplananforderungen von heute in Einklang und bleiben dank unserer Autorinnen und Autoren immer dicht an der Praxis. Dabei setzen wir auf höchste Qualität und anspruchsvolle Inhalte. Unsere traditionsreichen Klassiker wie den Stowasser, den Gemoll, den Kammerlohr, Mimi die Lesemaus oder das Religionsprogramm von Patmos entwickeln wir immer weiter und garantieren so einen zeitgemäßen Unterricht und sichere Bildungsabschlüsse.

Aber auch mit unseren Neuentwicklungen fühlen wir uns dem Qualitätsversprechen der Oldenbourg-Tradition verpflichtet. Gemeinsam mit führenden Autorinnen und Autoren entwickeln wir unser Verlagsprogramm stetig weiter. Beispiele der jüngsten Zeit sind etwa Neuerscheinungen für das Fach Englisch in der Grundschule oder im Bereich der vorschulischen Förderung. Einen wichtigen Programmpunkt bildet zudem die weiterführende pädagogische Literatur, mit der der Verlag Lehrkräfte in allen Belangen ihres Unterrichtsalltags aktiv begleiten und unterstützen möchte.

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