Pflanzenextrakte in Nahrungsergänzungsmitteln

Veröffentlicht von: Calamando
Veröffentlicht am: 26.11.2015 15:32
Rubrik: Gesundheit & Medizin


(Presseportal openBroadcast) - Ein kurzer Gedanke zu innovativen hochwertigen Extrakten und billigen Plagiaten.

Seit Menschengedenken und in allen Gesellschaften und Kulturen spielen Pflanzen in der Ernährung, aber auch in der Prophylaxe und Heilung, von Unwohlbefinden bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen eine entscheidende Rolle.

Ob frisch verwendet, getrocknet, pulverisiert, zerstoßen oder gepresst. Fest, pastös oder flüssig. Äußerlich wie innerlich angewendet. Meist waren es Kräuterhexen & Heilerinnen, Schamanen & Alchemisten aber auch Ärzte und die antiken Pharmazeuten, die der Natur ihre Geheimnisse entlockten und als Eingeweihte galten. Mit dem Erwachen von Wissenschaft & Forschung sowie der forschenden Medizin und Pharmazie begann auch die Suche nach dem Detaillierten wie und warum.

Natur & Synthese
Einzelsubstanzen wie Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin - Bayer) aus der Weidenrinde wurden gewonnen, identifiziert und zu guter Letzt synthetisiert. Aber auch die Verwendung spezifischer Pflanzenauszüge wie Baldrian und Knoblauch fanden in neuem Gewand ihren Weg in die Arzneimittelregale der Apotheken. Mit der fortschreitenden Globalisierung des 20. Jahrhunderts erhielt die Ethnobotanik und damit Gewächse anderer Kontinente Einlass in unsere Märkte. Die traditionelle Verwendung von Pflanzen bei indigenen Völkern wie Guarana und Maca ebenso wie Heilpflanzen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin versprachen uns wahre Wunder.

Erst als einfache Pulver, gefolgt von mehr oder minder spezifischen Extrakten. Mit der Entwicklung von sensiblen Analysemethoden und der damit verbesserten Differenzierung von Wirkstoffen konnten vor allem die sogenannten sekundären Pflanzenwirkstoffe und hierbei vor allem die große Gruppe der Polyphenole weiter identifiziert und erforscht werden.

Auch wenn wir erst am Anfang stehen und einen verhältnismäßig kleinen Blick auf das zu erwartende Potential werfen konnten, sind die Erkenntnisse immer wieder verblüffend.

Irrwege & Tatsachen
Durch unsere modernen Kommunikationswege, im Besonderen das Internet und die sozialen Medien, stehen Informationen und Nachrichten in kürzester Zeit jedermann zur Verfügung. Allerdings vermischen sich oft Legenden, Dichtungen, Wunschgedanken und Tatsachen zu einem Informations-Cocktail, der es erschwert, Erfundenes von Wahrheit zu trennen. Zwei bekannte Beispiele hierfür sind Apfelessig und Aaí. Beide, ersteres im letzten und zweites in diesem Jahrzehnt, wurden und/oder werden als Wunderdroge angepriesen, die jegliches Hüftgold regelrecht hinweg schmelzen. Zum Leidwesen der betroffenen Verbraucher entbehren die Geschichten der notwendigen wissenschaftlichen Basis und entspringen doch eher Hollywood.

Aber bitte, um Missverständnisse zu vermeiden, sowohl die Pflanzen und ihre Extrakte als auch andere Substanzen und Verbindungen erfüllen einen Zweck in unseren biologischen Systemen, nur nicht eben den angedichteten.
Aaí zum Beispiel ist eine wunderbare Pflanze und aufgrund ihrer sekundären Pflanzenwirkstoffe besitzt sie auch ein dementsprechendes antioxidatives Potential. Jedoch, zumindest nach der heutigen wissenschaftlichen Datenlage, nicht unbedingt beim Abnehmen.

Grüner Tee & Grüner Tee
Aber nicht nur die Pflanzen selbst, auch die Extraktionsmethoden und ihre Zielsetzung sind ausschlaggebend für das Wirkungsspektrum und damit für das Einsatzgebiet pflanzlicher Präparationen. Beispielsweise der weithin bekannte Grüne Tee, hat drei unterschiedliche Hauptextrakte. Dabei wird die Konzentration von natürlich vorkommendem Koffein, L-Theanin oder Epigallocatechingallat (EGCG) erhöht. Dadurch liegt der Extraktschwerpunkt entweder im anregenden, beruhigenden oder antioxidativen Bereich, ersichtlich z.B. an den Produkten von Taiyo (Japan: Suntheanin®, Sunphenon). Es ist offensichtlich, dass es wenig Sinn macht, einen x-beliebigen Grünen Tee Extrakt in einem Nahrungsergänzungsmittel (NEM) zu verwenden, wenn die Extraktspezifizierung nicht mit dem Ziel übereinstimmt. Mit anderen Worten, ein koffeinhaltiger Tee-Extrakt zur Beruhigung verfehlt sein Ziel und ist kontraproduktiv.

Pflanzenextrakte & Qualität
Und es gibt noch mehr an effektiven, hochwertigen, spezifizierten Extrakten. An der Spitze stehen diejenigen, denen klinische Studien zugrunde liegen und die in der Regel patentiert sind. Es sind diejenigen, die nach speziellen Verfahren hergestellt werden und die ein spezifisches, sogar einzigartiges Wirkstoffprofil aufweisen, wodurch ihre gezielte Funktion (Prophylaxe, Linderung, Heilung) überhaupt erst erzielt werden kann. Es sind die innovativen Firmen wie Bionap (Italien: Pantescal®), Kemin (Portugal/USA: Slendesta®), Monteloeder (Spanien: PLX®) Naturex (Frankreich: Cereboost®, Svetol®) und Nexira (Frankreich: SerenzoTM, ViNitroxTM), Sabinsa (USA: Bioperine®), nur um ein paar zu erwähnen, die dafür Sorge tragen, dass wir mit entsprechenden Materialien arbeiten können. Aber auch verantwortungsvolle Rohstoffhändler wie K.-W. Pfannenschmidt (Deutschland), tragen mit ihren qualitativen und gut dokumentierten Produkten dazu bei.

Originalextrakte & Plagiate
Selbstverständlich rufen derartige Bemühungen und Erfolge auch die entsprechenden Plagiatoren auf den Plan. Nachahmer, die mutmaßlich hochwertige oder sogar noch höherwertige Extrakte zu niedrigen Preisen anbieten. Da werden 95%ige OPC-Extrakte als Konkurrenz zu exGrape SEED OPC40 (Breko, Deutschland) zu überraschend guten Konditionen angeboten. Gräbt man jedoch mit aktuellen analytischen Methoden tiefer, so zeigt sich, dass diese mit gerade einmal 10 - 15% OPC dem Original hinterherhinken. Oder auch Vineatrol 30, ein Resveratrolextrakt mit reinem trans-Resveratrol aus der Weinreben und nicht aus Polygonum Cuspidatum (Japanischer Staudenknöterich) oder sogar synthetisch hergestellt.

Aber auch Pygnogenol® (Horphag, Schweiz), ein Extrakt aus der Rinde der französischen Strandkiefer, der, aus anderen Kiefernarten gewonnen, von unterschiedlichen Kopierern angeboten wird und somit jedoch eine andere Gesamtzusammensetzung aufweisen muss.

Produkte & Qualitätsversprechen
Diese Situation setzt sich leider auch immer mehr bei der Entwicklung und Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln fort. Zwei Beispiele hierbei sind Fenidrol (All Star, Deutschland) und Leanell effect forte (Cape June/IHS, Deutschland).

Fenidrol enthält Grünen Kaffee Extrakt, wobei auf diversen Plattformen mit Svetol® von Naturex geworben wird. Svetol® ist ein weitgehend entkoffeinierter Grüner Kaffee Extrakt und einer gezielten Spezifikation mit der auch die entsprechenden klinischen Studien und der damit verbundenen Zielsetzung und Anwendung durchgeführt wurden. Jedoch enthält Fenidrol anscheinend eben nicht Svetol®, sondern irgendeinen undefinierten Grünen Kaffee Extrakt. Dabei drängt sich die Frage auf, ob dabei dem Verbraucher bewusst Eigenschaften und Vorteile eines speziellen Extraktes vorgespielt werden sollen.

Unser zweites Beispiel ist ähnlich gelagert. Leanell effect forte enthält Sinetrol®. Aufgrund des Patentes und der ersten klinischen Studie ist Sinetrol® ein Mischextrakt aus den Zitrusarten Orange, Blutorange, Grapefruit, Bitterorange sowie Guarana. In der Studie wird nicht nur der biochemische Mechanismus, sondern auch die positive Wirkung auf den Gewichtsverlust dargelegt. Erstaunlicherweise wurde und wird in Leanell effect forte jedoch ein spezieller Extrakt mit dem Namen "Sinetrol® Pro" und mit einer angeblich geänderte Zitrusfruchtzusammenstellung verwendet. Auch hierbei stellt sich wiederum die Frage, warum nicht der Extrakt, wie im Patent und der Originalstudie, eingesetzt wurde?

Zwischenzeitlich gibt es einen kaum überschaubaren Anbieter- und Produkt-Dschungel an pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln. Und das in jeder Preis- und Qualitätsklasse, wobei das eine nicht unbedingt mit dem anderen korreliert.

Zukunft & Ehrlichkeit
Schlussendlich ist es auch den Verbrauchern überlassen, inwieweit Sie sich mit der Thematik auseinandersetzen. Ob Geiz ist geil, ob Billigalternativen wirklich das sind, was Sie Ihrem Körper zumuten möchten. Oder ob Sie besser doch, frei nach John Ruskin, ein paar Cent mehr am Tag ausgeben und dafür effiziente Mittel zu sich nehmen.

Fraglich ist auch, wie wir, die Entwickler, Hersteller und Vertreiber, unsere eigene Zukunft sehen. Wo stehen wir morgen und wie leben wir den modernen Gedanken der Nachhaltigkeit. Da ist zum einen die innovative Produktvielfalt, die es uns ermöglicht mit hochwertigen Pflanzenextrakten nutzbringende Präparate zu kreieren und zum anderen der "Billiger-Verbrauchergedanke" unserer Kunden. Es ist wahrlich nicht einfache, eine ehrliche Kommunikation mit einem Markt, der zum Schnäppchenjägerrevier mutiert, zu führen. Vielleicht sollten wir weit langfristiger als nur trendbezogen denken und agieren oder wie es James Belushi in "Filofax" beim Namen nennt:

"... wenn Sie ehrlich sein wollen, dann müssen Sie es Low Quality Food nennen, .... oder Sie ändern es in "preiswert" oder "... für jeden erschwinglich" oder Sie produzieren wirklich Spitzenqualität ... für jedermann, der es sich leisten kann (will)."

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