Maklerverband VDIMMO warnt: Mietpreisbremse steigert Mietkosten

Veröffentlicht von: Verband Deutscher Immobilienmakler e.V.
Veröffentlicht am: 27.11.2015 09:16
Rubrik: Handel & Wirtschaft


(Presseportal openBroadcast) -

Die Mietpreisbremse scheint auf den ersten Blick eine gute Sache für Mieter und Wohnungssuchende zu sein. Die Realität sieht jedoch anders aus, warnen Makler des Maklerverbandes VDIMMO e.V. Sie beobachten ein deutlich reduziertes Angebot auf dem Wohnungsmarkt und teilweise drastische Mietsteigerungen.

Läuft die Mietpreisbremse ins Leere?
Eigentlich ist die Mietpreisbremse, die im Juni dieses Jahres an den Start gegangen ist, dafür gedacht, die Mietpreise niedrig zu halten und damit auch in Gebieten mit angespannter Wohnungslage genügend bezahlbaren Wohnraum bereitzuhalten. Bei einer Neuvermietung darf deshalb die Miete maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Ausgenommen sind neu gebaute oder umfassend modernisierte Wohnungen. Im gleichen Gesetz wurde das "Bestellerprinzip" eingeführt, das besagt, dass ein Makler von demjenigen bezahlt werden muss, der ihn auch bestellt hat, in den meisten Fällen also vom Vermieter. Das klingt zunächst gut für die Mieter, und in den Medien wird auch immer wieder von "purzelnden Mieten" berichtet. Die Immobilienmakler sehen jedoch ein völlig anderes Bild, wie der Maklerverband VDIMMO warnt.

Wie die Mietpreisbremse zu Wohnungsknappheit führt:
Durch das Gesetz zur Dämpfung des Mietanstiegs entstehen für die Vermieter eine Menge zusätzlicher Kosten: Sie müssen aufgrund des Bestellerprinzips die Maklergebühren zahlen, müssen die Mietobergrenze beachten und eventuell sogar noch teure Gutachten einholen, um die "ortsübliche Vergleichsmiete" festzustellen. Denn viele Gemeinden haben gar keinen Mietspiegel, oder nur einen, der schon mehrere Jahre alt ist und längst nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten entspricht. Für viele Immobilienbesitzer lohnt sich deshalb die Vermietung nicht mehr, sie wandeln ihre Wohnungen in Eigentumswohnungen um oder nutzen sie selbst. Andere möblieren die Wohnungen und vermieten sie dann als Projektwohnungen, teilweise mit einer Mieterhöhung von 100 Prozent und mehr. Dazu kommt, dass sich viele Vermieter die Maklerkosten auf andere Weise zurückholen, zum Beispiel durch massiv erhöhte Abschlagszahlungen für Einbauküchen oder andere "Extras".

Wohnungsknappheit führt zu Mietsteigerung:
Ein knappes Wohnungsangebot führt aber fast automatisch zur Mietsteigerung: Die Mieter sind mehr denn je auf ihre Wohnungen angewiesen und fordern ihre Rechte deswegen nicht ein. Wer traut sich schon, mit dem Vermieter zu feilschen, wenn schon eine Reihe potenzieller Nachmieter mit den Füßen scharrt? Dazu kommt, dass viele Vermieter kurz vor der Einführung der Mietpreisbremse ihre Mieten noch einmal deutlich erhöht haben. Schon bestehende Mietpreise müssen nämlich nicht reduziert werden, auch wenn sie deutlich über dem ortsüblichen Mietspiegel liegen. Viele Makler nehmen deshalb in den letzten Monaten ein sehr verknapptes Wohnungsangebot mit deutlich erhöhten Mieten wahr. "Wir beobachten in manchen Gegenden Mietpreiserhöhungen von 20 Prozent und mehr", sagt Vorstand Sebastian Fesser vom neu gegründeten Maklerverband VDIMMO. "Viele Mitglieder berichten von Fällen, in denen die Miete sogar um volle 30 Prozent gestiegen ist." Die Lage für die Mieter hat sich nach Ansicht der Makler also nicht verbessert, sondern im Gegenteil deutlich verschärft.

Auch deshalb ist der VDIMMO gegründet worden: Um als Branchenvertreter Probleme zu analysieren und die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Gerade beim Thema Mietpreisbremse ist das sehr wichtig, da ist sich Sebastian Fesser sicher.

Pressekontakt:

Verband Deutscher Immobilienmakler
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info@vdimmo.de
http://www.vdimmo.de

Firmenportrait:

Der VDIMMO ist ein moderner Interessenvertreter.
Aufgabe und Zielsetzung des VDIMMO ist die bundeseinheitliche Interessenwahrnehmung der deutschen Immobilienmakler.
Als neutrale Interessenvertretung achtet er die wirtschaftlichen und geschäftlichen Aktivitäten seiner Mitglieder und betreibt daher keine Konkurrenzunternehmen.

Als Branchenvertreter widmet er sich der Markt- und Problemanalyse, Bündelung und Durchsetzung aller branchenpolitischen Themen und Interessen. Er initiiert und unterstützt Maßnahmen zur Imageverbesserung und Qualitätssicherung und betreibt in diesem Sinne Lobbyarbeit im Interesse der gesamten Immobilienmaklerbranche.

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