Hungern als Prophylaxe für ein langes Leben?

Veröffentlicht von: GRIN Verlag / Open Publishing GmbH
Veröffentlicht am: 02.12.2015 13:48
Rubrik: Gesundheit & Medizin


(Presseportal openBroadcast) - Die positiven Effekte des bewussten Essens als Prävention vor Zivilisationskrankheiten

Die Lebenserwartung in den Industriestaaten ist in den letzten 100 Jahren stark gestiegen. Trotzdem leiden 80% der über 65-jährigen an schweren Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Spitzenreiter dieser "Zivilisationskrankheiten" ist der Diabetes Typ 2. Im Jahr 2010 erkrankten daran laut der International Diabetes Federation (IDF) 285 Millionen Menschen und bis 2030 sollen es 400 Millionen Betroffene werden.

Was ist die Ursache für diese Tendenz und wie kann ihr entgegengewirkt werden? Mit dieser Problematik setzt sich Bernd Schelker in seinem Buch "Hungern als Prophylaxe für ein langes Leben? Auswirkungen der Nahrungsrestriktion auf die Lebensspanne von Modellorganismen und Menschen" (http://www.grin.com/de/e-book/285073/) auseinander.

Ernährungsevolution aus anthropologischer Sicht

Den Ursprung für die gesundheitlichen Probleme der heutigen Gesellschaft sieht der Autor in der Überernährung: Anthropologisch betrachtet, hatte der Mensch die längste Zeit seiner Evolution mit Nahrungsmangel zu kämpfen und der Körper hat sich an diese Umstände angepasst. Heutzutage wird er jedoch mit einer Unmenge an Lebensmitteln konfrontiert - eine evolutionstechnisch so junge Entwicklung, dass unser Körper noch nicht darauf reagieren konnte. Übergewicht und ernährungsbedingte Krankheiten sind die Folge.

Kann Hungern also zu einem gesünderen und längeren Leben führen? Um diese Frage zu beantworten, fasst Bernd Schelker in "Hungern als Prophylaxe für ein langes Leben?" (http://www.grin.com/de/e-book/285073/) die wichtigsten Ergebnisse aus knapp 100 Jahren Forschung auf dem Gebiet der Kalorienrestriktion zusammen und verknüpft diese mit aktuellen Erkenntnissen aus der Molekularbiologie, Physiologie und der evolutionären Ökologie.

Essen zum Überleben oder doch lieber überleben, um zu essen?

Der Autor zeigt wissenschaftlich fundiert auf, warum wir bei der Nahrungszufuhr lieber einen Gang zurückschalten sollten: Bereits mit einer Reduzierung der täglich aufgenommenen Kalorienmenge um ca. 30% kann vielen Erkrankungen vorgebeugt werden, wie die Untersuchungen zahlreicher Tiergruppen ergaben. Auch von vielen Ärzten wird die Kalorienrestriktion bereits erfolgreich als medizinische Therapieform bei Diabetes und verschiedenen Krebserkrankungen angewandt.

In seinem Buch "Hungern als Prophylaxe für ein langes Leben?" (http://www.grin.com/de/e-book/285073/) erklärt Bernd Schelker Trends, die die Evolution seit Jahrmillionen in der Physiologie eines jeden Lebewesens festgeschrieben hat. Mit der Verknüpfung seiner Studienfächer Anthropologie, Humangenetik und evolutionäre Biologie gelingt es ihm, grundlegende physiologische Mechanismen, Gene und molekulare Vorgänge verständlich darzulegen, sodass der Leser die Vorgänge, die Hunger und Nahrungsverfügung regeln, nachvollziehen kann.

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