9 gute Gründe, die für die Kündigung einer Lebensversicherung sprechen / Warum Versicherungsnehmer sich jetzt von ihren Policen trennen sollten

Veröffentlicht von: proConcept AG
Veröffentlicht am: 07.12.2015 10:46
Rubrik: Finanzen & Versicherungen


(Presseportal openBroadcast) - Zug / Halle, 7. Dezember 2015 – „Die klassische Lebensversicherung ist tot“, urteilt der Bund der Versicherten, „Die klassische Lebensversicherung hat ausgedient“, titelt das Handelsblatt. Doch obwohl immer mehr Branchenkritiker, Finanzexperten und Analysten vom klassischen Altersvorsorgevertrag abraten, scheuen sich zahlreiche Lebensversicherungskunden davor, vorzeitig die eigene Versicherung zu kündigen. Jens Heidenreich, Pressesprecher der proConcept AG und deren Verbraucherschutzprojekt LV-Doktor weiß, warum.

Kündigung bedeutet finanziellen Verlust – FALSCH!

Jahrzehntelang hat man Verbraucher davor gewarnt, vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen, weil damit erhebliche finanzielle Verluste verbunden seien. „Das ist nur zum Teil richtig.“, meint Heidenreich, „Denn Verluste hat der Kunde bereits mit Abschluss des Vertrages gemacht. In Kooperation mit einem Experten auf dem Gebiet der Kündigung und Rückabwicklung von Altersvorsorgeverträgen haben Kunden jedoch die Chance, sogar alle eingezahlten Beiträge nebst Zinsen zurückzuerhalten.“ Darüber hinaus gibt es, nach Meinung des Projektsprechers, viele weitere gute Gründe, die gegen die Fortführung einer privaten Lebens- oder Rentenversicherung sprechen. „Zum Beispiel …..“

1. Unnötiger Versicherungsschutz

„Bei der Prüfung des eigenen Vertrages sollte sich der Versicherungsnehmer zu allererst einmal die Frage stellen, wofür er die Versicherung einst abgeschlossen hat.“, rät Heidenreich. Dient die Versicherung dem Hinterbliebenenschutz, ist eine Weiterführung des Vertrages manchmal durchaus sinnvoll. Wurde die Versicherung jedoch zur Kapitalbildung gezeichnet, empfiehlt es sich in den meisten Fällen, den Versicherungsschutz aufzugeben und die Sparsummen in andere, rentablere Alternativen umzuschichten.

2. Starre, unflexible Verträge

Was aus Sicht des Pressesprechers ebenfalls deutlich gegen eine klassische Lebensversicherungen spricht, sind darüber hinaus lange Laufzeiten und starre Verträge. „Die Mehrheit der Verträge basiert auf langen Laufzeiten, zwischen 25 und 30 Jahren und bietet kaum Spielraum für drastische Veränderungen der persönlichen Ist-Situation. Ein solcher Vertrag wird den Anforderungen, die der moderne Alltag an uns stellt, nicht gerecht.“

3. Mangelnde Transparenz

Nach Meinung von LV-Doktor und Verbraucherschützern wie Stiftung Warentest und den Verbraucherzentralen versagen klassische Vorsorgeprodukte vor allem auch hinsichtlich der Transparenz. „Denn Verträge, mit denen man gleichzeitig Geld anspart und sich einen Risikoschutz erkauft, sind für Laien schwer bis gar nicht zu durchschauen. Das fängt bei den Abschlussmodalitäten an und endet bei undurchsichtigen Klauseln zu Kosten und Leistungserbringung“, meint Heidenreich.

4. Hohe monatliche Fixkosten

Ein weiterer negativer Aspekt sind, nach Meinung von LV-Doktor, die hohen monatlichen Aufwendungen: „Vor allem, weil klassische Lebensversicherungsprodukte oftmals mit einem Berufsunfähigkeitsschutz gekoppelt werden. Solche Hybridverträge enthalten nicht selten eine Beitragsdynamik, bei der die zu zahlenden Prämien jährlich und je nach ausgeübtem Beruf deutlich ansteigen.
So belasten hohe monatliche Fixkosten, im Schnitt zwischen 40 und 80 €, die Geldbörsen der Versicherungsnehmer.“

5. Unverhältnismäßig hohe Abschläge für Abschluss & Verwaltung

„Was vielen Lebensversicherungskunden bei Vertragsschluss – und teilweise bis zum heutigen Tag – ebenfalls nicht bewusst war oder ist, ist die Tatsache, dass nicht der gesamte eingezahlte Beitrag in den Deckungsstock fließt und somit angespart wird.“, erklärt Jens Heidenreich weiter. „Gehen wir exemplarisch einmal davon aus, dass der Versicherungskunde pro Monat 100 € in seinen Vertrag einzahlt. Von dieser Summe zieht die Assekuranz nun Kosten für Provisionen, Abschluss und Verwaltung ab und berechnet Aufwendungen für Risikoschutz beziehungsweise den Protektorbeitrag. Alles in allem belaufen sich die Abzüge auf 30 bis 35 €. Das heißt, was vom eingezahlten Beitrag tatsächlich im Spartopf ankommt, sind lediglich 65 bis 70 €. Und bei den niedrigen Renditen braucht so ein Vertrag schon mal 15 – 20 Jahre bis überhaupt das eingezahlte Geld wieder vorhanden ist, von Renditen ganz zu schweigen.“

6. Niedriger Garantiezins, der nur auf Sparanteil anfällt

Ein weiterer Fakt, dessen sich viele Verbraucher nach Meinung Heidenreichs und seines Teams augenscheinlich nicht bewusst sind, ist der, dass der vereinbarte Garantiezins nicht auf den gesamten Monatsbeitrag – in der Beispielrechnung 100 € - anfällt, sondern lediglich auf den Sparanteil – in der Beispielrechnung zwischen 65 und 70 €. Das macht gerade bei Verträgen, die auf lange Laufzeiten (mitunter 30 Jahre) geschlossen wurden, einen erheblichen Unterschied.

7. Unsichere Überschussbeteiligung

Zwar sehen klassische Lebensversicherungen Überschussbeteiligungen vor, wenn der Versicherer durch Reinvestition der eingezahlten Gelder Erträge erwirtschaftet, aber dank des Lebensversicherungsreformgesetzes, welches in diesem Jahr in Kraft getreten ist, sind diese nicht mehr fakultativ. Einer der wenigen Pluspunkte und eines der beliebtesten Verkaufsargumente ist damit also hinfällig.

8. Schieflage der Versicherungswirtschaft

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt im Hinblick auf finanzielle Verluste, ist die derzeitige Schieflage der gesamten Branche. So reihten sich in den vergangenen Wochen und Monaten die Hiobsbotschaften um die Lebensversicherungswirtschaft nahtlos aneinander. Verschiedene Prognosen von Analysten und Ratingagenturen wie Moody’s, Assekurata oder der MainFirstBank prophezeien der Branche nicht nur auf lange Sicht, sondern bereits ab dem nächsten Geschäftsjahr rote Zahlen. So geht die MainFirst Bank, nach Analyse der Bilanzen deutscher Lebensversicherer, davon aus, dass vier von zehn Lebensversicherern bereits 2016 in die Verlustzone rutschen, 2025 sogar die gesamte Branche ein dickes Minus zeichnet.

Andere nationale und internationale Wirtschaftsexperten wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht oder der Internationale Währungsfonds warnen sogar vor einem Gesamtkollaps der Branche. Heidenreich meint dazu: „Geraten die Versicherer weiter in Schieflage und werden zahlungsunfähig, steht es um die Ersparnisse der Lebensversicherungskunden schlecht. Dann greift nämlich § 89 des Versicherungsvertragsgesetzes, auf Basis dessen in wirtschaftlichen Notlagen ein genereller Zahlungsstopp verhängt werden kann. Kundengelder sind damit futsch.“

9. Günstige Rechtssprechung für hohe Rückerstattungen

Den Hauptgrund für eine Kündigung der Lebensversicherung sieht Jens Heidenreich aktuell jedoch in der günstigen Rechtslage: „Dank des von LV-Doktor erstrittenen Widerrufsjokers können zahlreiche Kunden, die ihre Verträge zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen haben, diese auch nach Jahren noch widerrufen. Nutzen Kunden nämlich ihren Widerrufsjoker und fordern, mit professioneller Unterstützung eine vollständige Rückabwicklung ihres Vertrages, können sie sämtliche einbezahlte Beiträge nebst Zinsen von der Versicherungsgesellschaft zurückfordern.“

Betroffen vom Widerrufsjoker sind nach Einschätzung von LV-Doktor eine Vielzahl aller Verträge der genannten Zeitspanne.

„Wer also einen aktiven Lebensversicherungsvertrag besitzt, sollte diesen unbedingt durch einen Fachmann auf dem Gebiet der Anfechtung und Rückabwicklung prüfen lassen. Die Netzwerkanwälte von LV-Doktor sind dabei gern behilflich.“, meint Heidenreich abschließend.

Weiterführende Informationen und Kontakt unter www.lv-doktor.

Pressekontakt:

Jens Heidenreich

E-Mail: medien@proconcept.ag
Telefon: 0345 -47224 3000

Weitere Informationen unter:

www.proconcept.ag
www.lv-doktor.de

Firmenportrait:

Die proConcept initiiert und betreut verschiedene Projekte im Bereich Verbraucherschutz, unter anderem das Projekt LV-Doktor, das sich für die Rechte von Lebens- und Rentenversicherungskunden stark macht.

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