Plastik statt Farbe - der ökologische Rückschritt von Offsetdruckereien

Veröffentlicht von: Senser Druck GmbH
Veröffentlicht am: 16.12.2015 15:16
Rubrik: Umwelt & Energie


(Presseportal openBroadcast) - UV Druck - Einige Druckereien, auch in Augsburg, werfen ihre ökologischen Fortschritte über Bord - Plastik statt Öko-Farbe

UV-LED Drucken - Der ökologische Rückschritt
UV Druck - Einige Druckereien, auch in Augsburg, werfen ihre ökologischen Fortschritte über Bord - Plastik statt Öko-Farbe
Senser Druck bietet seit 2006 chemiereduzierte (z.B. IPA-frei), klimaneutrale, mit Bio-Farben und Ökostrom produzierte Drucksachen an. 2006 war klimaneutrale Produktion in der Branche nahezu unbekannt, Recyclingpapier weitgehend ungenutzt, Ökostrom viel zu teuer und IPA Isopropylalkohol ist in vielen Druckereien noch heute unverzichtbar.

Das haben wir alles mit viel Engagement geändert!

Nach unseren ersten Erfolgen und Kundenanfragen nach ökologischen Drucksachen, wollten sich viele Druckereien FSC-zertifizieren, hatten Recyclingpapiere ins Angebot aufgenommen und boten klimaneutrale Drucksachen an. Eine an und für sich gute Entwicklung scheint sich aber nun als reines Marketing, ohne entsprechendes Engagement zu offenbaren. Seit etwa 3 Jahren werden viele Druckmaschinen in Deutschland in der Variante für den UV-Druck neu angeschafft und damit geworben, dass man damit Naturpapiere exzellent bedrucken kann. Das klingt doch ganz nach Natur und Ökologie.

Völlig falsch: In der UV-Technologie werden spezielle Druckfarben mit sogenannten Fotoinitiatoren verwendet, damit sie unter dem UV-Licht (die Druckmaschine hat einen zusätzlichen UV-Trockner) sofort reagieren können und härten. Es findet eine Polymerisation statt. Die Farben sind vor der Härtung gesundheitsschädlich und es müssten alle, die damit in Kontakt kommen, Schutzkleidung mit Handschuhen und Brille tragen. Farbabfälle müssen als Sondermüll entsorgt werden. Auch Altpapier wird damit, statt zum wiederverwendbaren Rohstoff, zum Sondermüll da es kaum de-inkt werden kann. Die gehärtete Farbe kann mit Plastik verglichen werden. Die Maschinenhersteller der neuen LED-Technologie werben auch mit einer guten CO2-Bilanz - lassen Sie sich nicht täuschen, Atomkraftwerke haben auch eine gute CO2-Bilanz.

Zudem wirbt die Druckmaschinen-Industrie noch mit dem Begriff LE-UV-Technologie. LE steht dabei für Low-Energie (tiefer Energiebedarf). Dieser Energiebedarf ist aber alles andere als tief. Die Trocknungsenergie, eben diese UV-Strahlen zur Polymerisation, wird dem Druckprodukt zusätzlich zugeführt. Das LOW bezieht sich nur auf den schon länger bekannten konventionellen UV-Druck, der mit noch wesentlich höherer Energie betrieben wird.

Diese umweltschädliche Entwicklung macht Senser selbstverständlich nicht mit. Wir drucken seit eh und je mit Farben aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen, alkoholfrei und chemiereduziert, mit Ökostrom und nehmen ein paar Stunden längere Trocknungszeiten in Kauf. Ökologie ist bei Senser Druck Engagement , Überzeugung und Leidenschaft, nicht Marketing und Verkaufsstrategie.

Bernhard Tokarski, Senser Druck GmbH Augsburg

www.ingede.de/ingindxd/presse/pm1501.html
http://dp.bgetem.de/pages/service/download/medien/BG_205_DP.pdf

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Bernhard Tokarski
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Senser wurde für sein Klimaschutz-Engagement vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt ausgezeichnet.

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