Voraussetzung der Anordnung einer Umgangspflegschaft

Veröffentlicht von: Arbeitsgemeinschaft Familienrecht im Deutschen Anwaltverein
Veröffentlicht am: 18.12.2015 11:16
Rubrik: Freizeit & Hobby


(Presseportal openBroadcast) -

Saarbrücken/Berlin (DAV). Die Anordnung einer Umgangspflegschaft (http://familienanwaelte-dav.de) stellt einen gewichtigen Eingriff in das Sorgerecht dar. Sie kann daher nur unter ganz engen Voraussetzungen angeordnet werden. Es reicht beispielsweise nicht, dass die Eltern dies wünschen, etwa weil die Beziehung zwischen ihnen schwierig ist. Bloße Probleme, den Umgang zu verwirklichen, reichen ebenfalls nicht aus, so das Oberlandesgericht Saarbrücken.

Schwierigkeiten beim Umgang mit den gemeinsamen Kindern
Die Eltern haben eine Umgangsvereinbarung geschlossen. Die drei gemeinsamen Kinder leben alle bei der Mutter. Der Vater beantragte, einen Umgangspfleger zu bestellen. Es gebe immer wieder Schwierigkeiten bei der Durchführung des Umgangs. Das Amtsgericht wies den Antrag zurück, wogegen der Vater Beschwerde einlegte.

Umgangspfleger nur in seltenen Fällen
Auch vor dem Oberlandesgericht hatte der Vater keinen Erfolg. Eine Umgangspflegschaft sei nur dann anzuordnen, wenn der betreuende Elternteil seine Wohlverhaltenspflicht dauerhaft und wiederholt erheblich verletze. Das Gericht begründete das damit, dass die Anordnung der Umgangspflegschaft auf solche Fälle beschränkt werden solle, in denen der betreuende Elternteil das Umgangsrecht des anderen in erheblicher Weise vereitele. Schwierigkeiten bei der Ausübung des Umgangsrechts alleine reichten nicht aus.

Oberlandesgericht Saarbrücken am 28. Januar 2015 (AZ: 6 UF 145/14)

Pressekontakt:

Arbeitsgemeinschaft Familienrecht im Deutschen Anwaltverein
Swen Walentowski
Littenstraße 11 10179 Berlin
030 726152-129
presse@familienanwaelte-dav.de
http://www.familienanwaelte-dav.de

Firmenportrait:

Hohe Kompetenz in allen Fragen des Familienrechts ist das Markenzeichen der Familienanwälte. Ganz gleich ob zum Thema Ehe oder Ehevertrag, nichteheliche Lebensgemeinschaft oder gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft, Sorge- und Umgangsrecht für die Kinder oder Scheidungsfolgen, wie z. B. Unterhalt für Kinder bzw. Ehepartner: Mit einem Familienanwalt als Ihrem ersten Ansprechpartner sind Sie stets auf der rechtssicheren Seite. Ein Familienanwalt berät Sie umfassend, vertritt ausschließlich Ihre Interessen und leistet Ihnen auch jederzeit gern rechtlichen Beistand - in außergerichtlichen Auseinandersetzungen genauso wie vor Gericht. Vertrauen Sie in allen Fragen des Familienrechts auf die deutschlandweit mehr als 6.500 Familienanwältinnen und Familienanwälte im Deutschen Anwaltverein.
Eine qualifizierte Familienanwältin oder einen qualifizierten Familienanwalt finden Sie auch in Ihrer Nähe.

Bitte beachten Sie, dass für den Inhalt der hier veröffentlichten Meldung nicht openBroadcast verantwortlich ist, sondern der Verfasser der jeweiligen Meldung selbst. AGB | Haftungsausschluss.