Wohnen im demographischen Wandel: Teilnahme von Frey Architekten im SoNaTe Förderprogramm des BMBF

Veröffentlicht von: FREY ARCHITEKTEN, Nachhaltige Architektur
Veröffentlicht am: 21.12.2015 14:32
Rubrik: Freizeit & Hobby


(Presseportal openBroadcast) - Die Freie Liegenschaftsverwaltung GmbH, im Auftrag von Architekturbüro Frey Architekten aus Freiburg, nimmt mit dem "pro scholare"-Prinzip für integratives Nachbarschafts-Management am Forschungs- und Förderprogramm SoNaTe teil.

Freiburg, 21. Dezember 2015 - Die Auswirkungen des demographischen Wandels sind in den Kommunen und Regionen bereits deutlich zu spüren. Für eine hohe Lebensqualität sind neue Formen des Zusammenlebens sowie eine unterstützende Architektur und Infrastruktur gefragt. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt "Soziale Nachbarschaft und Technik" (kurz: SoNaTe) soll ein neuartiges digitales Kommunikationsnetzwerk entwickeln, das Kommunen und Regionen beim Aufbau sozialer Nachbarschaften unterstützt.

Im Auftrag des Architekturbüro Frey Architekten, bewarb sich die Freie Liegenschaftsverwaltung GmbH um eine Teilnahme am Förderprogramm SoNaTe.

Die Gesellschaft in Deutschland wird älter. Die Zahl der Personen, die in unterschiedlicher Art hilfsbedürftig sind, steigt. Gleichzeitig ist vielfach eine Vereinsamung älterer Menschen zu beobachten, als Folge vom Aufbrechen traditioneller Familienverbände, dem Wegzug vor allem jüngerer Menschen in ländlichen Regionen und anonymen Wohnquartieren in den Städten. Eine soziale, nachhaltige Architektur, Stadt- und Regionalplanung muss dem entgegenwirken.

Frey Architekten beschäftigen sich seit vielen Jahren intensiv mit sozialer Architektur und aktivem Nachbarschafts-Management als Instrument einer nachhaltigen Quartierbildung in Zeiten des demographischen Wandels. Unter anderem haben sie hierfür das "pro scholare"-Prinzip entwickelt und in verschiedenen Architekturprojekten umgesetzt. Als erstes Modell-Projekt von "pro-scholare" errichteten Frey Architekten 2010 ein integratives Wohnobjekt mit 82 Wohnungen und verschiedenen gewerblich genutzten Einheiten im Freiburger Stadtteil Rieselfeld.

"pro scholare" bezeichnet hierbei nicht nur das zugrundeliegende Planungskonzept. Es ist gleichzeitig der Name einer genossenschaftsorientierten Vermietungsgesellschaft, die zwischen Eigentümern und Mietern zwischengeschaltet ist und so zwei wesentliche Funktionen erfüllt: Die Vermietungsgesellschaft ist Teil eines integrativen sozialen Konzepts und kann als Generalmieterin nicht nur die Mietpreise, sondern auch die soziale Diversität der Bewohnerstruktur des Hauses gezielt steuern. Gleichzeitig kompensiert die Vermietungsgesellschaft die Risiken der Eigentümer, indem sie ihnen eine lückenlose Vermietung der Wohnungen garantiert. Dies ermöglicht es dann wiederum, die Auswahl der Mieter von Wohnungen und Gewerbeeinheiten nicht primär unter finanziellen sondern unter sozialen Gesichtspunkten zu treffen.

"Aufbauend auf unser laufendes Nachbarschaftsmodell in Freiburg-Rieselfeld und den dort gemachten Erfahrungen haben wir uns bei SoNaTe beworben, mit künftigen Projekten wie u.a. der "Smart Green Tower". Dort soll das "pro scholare"-Prinzip ebenfalls durchgeführt werden", erklärt Architekt Wolfgang Frey, Geschäftsführer der Freie Liegenschaftsverwaltung GmbH. Denn ein wesentlicher Beitrag für die erfolgreiche Weiterentwicklung von neuen Wohnkonzepten im Hinblick auf den demographischen Wandel sei auch eine intensive Beobachtung und wissenschaftliche Begleitung der Vorgänge im Nachbarschafts-Management: "Wollen die Nachbarn überhaupt ihre Mitmenschen kennenlernen und sich bei Bedarf gegenseitig unterstützen? Wie reagieren die Menschen auf gezielte Anreize wie zum Beispiel organisierte Grillabende im Wohnquartier? Wie kann man diese Prozesse optimieren und Eigeninitiative fördern? Fundierte Antworten auf diese und weitere Fragen sowie eine Vernetzung entsprechender Initiativen in den einzelnen Regionen können einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung leisten. Als Teilnehmer am Förderprogramm müssen wir SoNaTe diesbezüglich regelmäßig Rückmeldungen geben."

Über "Soziale Nachbarschaft und Technik" (SoNaTe)

Im Projekt SoNaTe soll ein neuartiges digitales Kommunikationsnetzwerk entwickelt und wissenschaftlich evaluiert werden, das Kommunen und Regionen beim Aufbau sozialer Nachbarschaften unterstützt.

Mithilfe des Netzwerks werden Personen, Personengruppen, Organisationen und Unternehmen des regionalen Sozial- und Wirtschaftsraumes miteinander verbunden, um alltagsnahe Interaktion, soziale Kommunikation, Dienstleistungen, Leistungen der lokalen Infrastruktur und auch Freizeitangebote zu erschließen.

Das Projekt trägt auf diese Weise dazu bei, die Alltagsinfrastruktur in ländlichen Gebieten zu verbessern und zugleich die Integration von Neubürgern in städtischen Zuzugsgebieten zu unterstützen. Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund wird durch diesen Ansatz ebenfalls erleichtert.

SoNaTe ist eine BMBF-Fördermaßnahme im Rahmen des Demografiewettbewerbs "Innovationen für Kommunen und Regionen im demografischen Wandel" (InnovaKomm).
Gemeinsam mit Projektpartnern wie u.a. dem Freiburger FIVE e. V., der Albert-Ludwigs- Universität Freiburg, dem Bauverein Breisgau eG, der Freien Liegenschaftsverwaltung GmbH, Frey Architekten, der Stadt Bühl, dem Freiburger SPES e. V, der Stadt Freiburg im Breisgau, der Telocate GmbH und dem Zentrum für Telemedizin aus Bad Kissingen wird die ITstrategen GmbH mit "SoNaTe" ein gemeinwirtschaftliches Geschäftsmodell in Form einer Genossenschaft bilden, das den Ansatz der kollektiven Bewirtschaftung unterstützen und den Daten- und Verbraucherschutz nachhaltig sichern wird.

Weitere Informationen und Ansprechpartner:
www.mtidw.de/ueberblick-bekanntmachungen/innovakomm/sonate (http://www.mtidw.de/ueberblick-bekanntmachungen/innovakomm/sonate)


Über Frey Architekten

Das Architekturbüro Frey Architekten widmet sich seit vielen Jahren vor allem Bauprojekten mit ökologischen und sozialen Schwerpunkten. Viele der Projekte haben Modellcharakter und basieren auf dem von Wolfgang Frey entwickelten Fünf-Finger-Prinzip nachhaltiger Architektur, das unter Betrachtung von Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft, Gestaltungswille und Anreiz einen ganzheitlichen Planungsansatz als Voraussetzung für ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Bauen sieht.

Das Architekturbüro wurde 1959 von Friedrich Frey in der Region Kaiserstuhl gegründet und hat bereits 1972 in eigenen Modellprojekten erste Solaranlagen realisiert. Heute hat das Büro seinen Sitz in der "Eco-city" Freiburg und ist in zweiter Generation unter Inhaber Wolfgang Frey international tätig.

Weitere Informationen zum Architekturbüro:
www.freyarchitekten.com/buero/buero.html (http://www.freyarchitekten.com/buero/buero.html)

Weitere Informationen zu "pro scholare":
www.freyarchitekten.com/projekte/427_pro-scholare.html (http://www.freyarchitekten.com/projekte/427_pro-scholare.html)

Pressekontakt:

FREY ARCHITEKTEN, Nachhaltige Architektur
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Über Frey Architekten, Büro für nachhaltige Architektur

Das Architekturbüro Frey Architekten mit Sitz in Freiburg im Breisgau hat sich dem nachhaltigen Planen und Bauen verpflichtet. Es realisiert Projekte unterschiedlicher Größe vom Einfamilienhaus über Industrie- und Gewerbegebäude bis hin zu ganzen Siedlungen und Stadtquartieren. Frey Architekten ist Teil der Frey Gruppe, die als Architekturbüro, Projektentwickler, Bauträger, Generalvermieter und Investor fungiert.

Das Team von Frey Architekten geht gerne neue Wege und hat sich mit ökologisch wegweisender Architektur ebenso einen Namen gemacht wie mit integrativen Wohnprojekten. Das Architekturbüro wurde 1959 von Friedrich Frey gegründet und realisierte bereits 1972 in eigenen Modellprojekten erste Solaranlagen. Heute wird es in zweiter Generation von Inhaber Wolfgang Frey geführt und ist national wie international tätig.

Das Fünf-Finger-Prinzip der Nachhaltigen Architektur

Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft, Gestaltungswille und Anreiz: Das sind für den Architekten Wolfgang Frey die fünf Prinzipien der Nachhaltigkeit. Mit seinem Fünf-Finger-Prinzip macht er deutlich, dass eine isolierte Betrachtung von Einzelaspekten nicht ausreicht und vielmehr ein ganzheitlicher Planungsansatz notwendig ist, um ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig zu bauen.

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