Biodieselabsatz 2014 - Rapsöl bleibt wichtigste Rohstoffquelle

Veröffentlicht von: Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Veröffentlicht am: 08.01.2016 14:32
Rubrik: Logistik & Verkehr


(Presseportal openBroadcast) -

Mit 1,4 Mio. Tonnen bleibt nachhaltig zertifiziertes Rapsöl die wichtigste Rohstoffquelle für den Biodieselanteil im Dieselkraftstoff (B7). Dies weist der im Dezember 2015 von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) veröffentlichte Evaluierungs- und Erfahrungsbericht für das Quotenjahr 2014 aus. Unter Berücksichtigung von importiertem hydrierten Pflanzenöl (HVO) auf Basis von Palmöl (336.000 Tonnen), wurden dem Dieselkraftstoff in Deutschland 2014 insgesamt ca. 2.4 Mio. Tonnen Biokraftstoffe beigemischt. In der Biodieselwirtschaft spielen Palmöl oder Sojaöl dagegen kaum eine Rolle (s. Grafik).

Aus Sicht der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) ist erfreulich, dass damit gegenüber 2013 (1,16 Mio. Tonnen) ein Anstieg des Rapsölbedarfs um 238.000 Tonnen zu verzeichnen war. Der HVO-Absatz verringerte sich im Vergleich zu 2013 (472.000 Tonnen) um ca. 136.000 Tonnen erheblich. Ein deutlicher Zuwachs ist dagegen bei der Verwendung von Abfallölen für die Biodieselherstellung festzustellen. Dieser stieg von 420.000 Tonnen in 2013 auf 517.000 Tonnen in 2014.

Die UFOP unterstreicht die besondere Bedeutung der Biodieselwirtschaft als den mit Abstand wichtigsten Abnehmer für das in Deutschland produzierte Rapsöl. Der Biodieselmarkt trägt angesichts weltweit niedriger Pflanzenölpreise erheblich dazu bei, den Markt zu entlasten und die Erzeugerpreise für Raps zu stabilisieren. Leider führt das preisgünstige Angebot nicht zu einem global wachsenden Absatz in der Lebensmittelverwendung. Die energetische Nutzung ist daher elementar für die Wirtschaftlichkeit des Rapsanbaus. An die Biokraftstoffverwendung gekoppelt ist zugleich die Produktion von gentechnikfreiem Rapsschrot für die Tierernährung. Die UFOP äußert ihre Besorgnis, dass mit Auslaufen der Biokraftstoffpolitik nach 2020 vorrangig der Sojaanbau in Südamerika profitiert, weil die wegfallende Rapsschrotmenge durch mehr Importe kompensiert werden muss. Die UFOP betont daher den Dreifachnutzen des Rapses als wichtiges Fruchtfolgeglied, als Öllieferant für die energetische Nutzung und als hochwertiges Nahrungsmittel sowie als bedeutendste heimische Eiweißfuttermittelquelle.

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Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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