"Als Geflüchtete*r in Deutschland aufgenommen ...und was nun?"

Veröffentlicht von: ICJA Freiwillgenaustausch weltweit
Veröffentlicht am: 27.01.2016 17:48
Rubrik: Weiterbildung & Schulungen


(Presseportal openBroadcast) - Engagement statt Ausgrenzung - Geflüchtete im Bundesfreiwilligendienst

Über 1 Millionen geflüchtete Menschen haben 2015 in Deutschland Schutz gesucht und benötigen selbst-verständlich zunächst Notfallhilfen wie Unterkünfte, Verpflegung und Kleidung. Doch wie können sie sich im Anschluss in ihrer neuen Umgebung einbringen? Wie erlangen sie die Fähigkeit in der Aufnahmege-sellschaft auch ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung und Bewegungsfreiheit, als eigenständig handeln-de politische Subjekte auszuüben? Diesen Fragen nähert sich der ICJA Freiwilligenaustausch weltweit auf seine eigene Weise.
Die sich in der Zivilgesellschaft entwickelnde Willkommenskultur, in unserem Land, ist beeindruckend. Ein weiterer wesentlicher Schritt, sowohl für die geflüchteten als auch für die hier ansässigen Menschen, ist das alltägliche Miteinanderarbeiten. Es bietet Möglichkeiten sich kennen und verstehen zu lernen und zu erfahren, wie wir uns gegenseitig bereichern können. Vor dem Hintergrund langjähriger Erfahrungen in der Aufnahme und Begleitung internationaler Freiwilliger, begann der ICJA bereits 2014, im Kontakt mit Geflüchteten und Beratungsstellen, ein Konzept für die Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst zu erarbeiten. In den Einsatzstellen leisten die Freiwilligen bundesweit ihren Freiwilligendienst in sozialen, kulturellen oder ökologischen Projekten. Ziel ist es, Geflüchtete als Bundesfreiwilligendienstleistende in Projekte des Non-Profit-Bereichs in Berlin zu vermitteln und alle Akteure während des Dienstes zu begleiten.
Im November 2015 beschloss die Bundesregierung ein BFD-Sonderprogramm (Bundesfreiwilligendienst) für geflüchtete Menschen und für Ehrenamtliche, die mit Geflüchteten arbeiten. Der Verein ICJA Freiwilli-genaustausch weltweit, der seit über 65 Jahren Freiwilligendienst sowohl in Deutschland wie auch in 45 Ländern auf allen Kontinenten organisiert, wird in diesem Jahr unter dem Titel:
Engagement statt Ausgrenzung - Geflüchtete im Bundesfreiwilligendienst
Die Förderung soll geflüchtete Menschen in Deutschland in seine Bildungsprogramme aufnehmen und in Einsatzstellen vermitteln. Damit wird Integration von beiden Seiten erst möglich gemacht. Die Teilnahme ist möglich für Menschen, die bereits 3 Monate im Land sind, sich im Asylverfahren befinden und von der Gestattung eines dauerhaften Aufenthalts ausgehen können. Weiterhin für Menschen mit internationalem Schutz (Richtlinie 2011/95/EU) sowie für jene, deren Asylantrag bewilligt wurde. Mögliche Einsatzstellen sind Kindergärten, Schulen, Jugendzentren, Anti-Gewalt-, Umwelt-, Bildungs- und Theaterprojekte, Frau-enprojekte, Einrichtungen für Menschen mit seelischen, geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen, Seniorenheime, Sportvereine, Nachbarschaftshäuser, und weitere gemeinwohlorientierte Initiativen und Einrichtungen.
Der ICJA möchte mit diesem Engagement konkrete Möglichkeiten der Integration befördern und natürlich Nachahmende bestärken. Denn dass die Aufnahme dieser hohen Anzahl an Menschen gelingt und sie einen konstruktiven Beitrag leisten können, ist ebenso die Aufgabe unserer Gesellschaft, wie die grund-legenden existenziellen Bedürfnisse jeder einzelnen Person zu erfüllen. Wir freuen uns, dass wir nun mit-hilfe vielseitiger immaterieller und materieller Unterstützung diese Arbeit angehen können.
Das Projekt wird zusätzlich finanziell
gefördert von


Weitere Informationen zum Projekt: Christiane Brückner, Referentin Freiwilligendienst für geflüchtete Menschen, Telefon: 030 200071629, E-Mail: cbrueckner@icja.de
Anfragen und Interviews: Dr. Andrea Schwieger Hiepko, Tel: 030 200071623, E-Mail: aschwieger@icja.de,
Umfassende Daten und Informationen zum Herausgeber auf www.icja.de

Pressekontakt:

ICJA Freiwillgenaustausch weltweit
Andrea Schwieger
Stralauer Allee 20e 10245 Berlin
030 200071623
aschwieger@icja.de
http://www.icja.de

Firmenportrait:

Wer ist der ICJA?
Der ICJA wurde 1949 als ein Jugendaustauschprogramm zwischen den USA und Deutschland gegründet. In seiner 60jährigen Geschichte hat der ICJA Freiwilligendienst-Programme für junge und ältere Menschen aufgebaut. Die Basis seiner Arbeit ist ehrenamtliches Engagement, das von der Geschäftsstelle in Berlin unterstützt wird. ICJA ist Mitglied im Dachverband International Cultural Youth Exchange (ICYE). Er unterhält Kontakte zu Kooperationspartnern aus über 45 Ländern.

ICJA Freiwilligenaustausch weltweit leistet durch internationale Begegnungen und interkulturelle Bildung praktische Friedensarbeit und fördert gesellschaftspolitisches Engagement.

Was sind die Aufgaben und Ziele des ICJA?
ICJA entsendet junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren und auch ältere Freiwillige zu seinen Partnerkomitees und nimmt gleichzeitig Menschen aus diesen Ländern auf. ICJA sieht in Freiwilligendiensten einen hervorragenden Weg, um mit- und voneinander zu lernen: Mit unseren internationalen Freiwilligendiensten bieten wir eine besondere Möglichkeit für direkte, interkulturelle Lernerfahrungen. Das unbekannte Lebensumfeld, in das sich unsere Freiwilligen begeben, schafft Räume, die zu einer intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst führen.
Allen Interessierten steht die Teilnahme am Programm des ICJA offen. Ihr müsst keine guten Abschlüsse haben, sondern euch auf eine andere Kultur einlassen wollen. Alle Teilnehmenden werden in Seminaren auf ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet, während des Dienstes begleitet und nehmen an Auswertungsseminaren teil. Ein Austausch ist für 6 Monate oder ein Jahr, für Freiwillige ab 26 Jahren auch für drei Monate möglich. Der Aufenthalt ist verbunden mit einem Freiwilligendienst in sozialen, politischen oder ökologischen Projekten.

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