Klimaschutzplan 2050 - Nachhaltige Biokraftstoffe gehören dazu!

Veröffentlicht von: Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Veröffentlicht am: 29.01.2016 15:24
Rubrik: Logistik & Verkehr


(Presseportal openBroadcast) -

Der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen, Wolfgang Vogel, appelliert in einem Schreiben an die Mitglieder des Deutschen Bundestages, markteingeführte und nachhaltig produzierte Biokraftstoffe wie Biodiesel und Bioethanol in eine Gesamtstrategie einzubeziehen, damit das ambitionierte Klimaschutzziel in 2050 erreicht werden kann.

Der UFOP-Vorsitzende hob die bei der Umsetzung der Erneuerbare Energien-Richtlinie bei Biokraftstoffen erzielten Alleinstellungsmerkmale hervor. Die erreichten Treibhausgas-Einsparungen und die hohen Nachhaltigkeitsstandards als Ergebnis der gesetzlich vorgegebenen Anforderungen müssten ab 2020 weiterentwickelt werden. Deutschland habe mit der gesetzlich verankerten Zielvorgabe einer Treibhausgas-Minderung von 6 Prozent ab 2020 den Weg aufgezeigt.

Die Einführung der Treibhausgas-Minderungsplicht zum 1. Januar 2015 in der Nachfolge der energetischen Quotenvorgabe könne ein Impuls für eine generelle Ausrichtung der Europäischen Biokraftstoffpolitik sein, betont Vogel. Am deutschen Markt sei bereits ablesbar, dass der Wettbewerb um die Treibhausgas-Effizienz der Rohstoffe bereits den erwünschten Effekt einer über alle Stufen beginnenden Optimierung ausgelöst habe. Deutschland setze mit dieser Ausrichtung der Biokraftstoffpolitik ein wichtiges Signal für die Ausrichtung der Bioökonomie insgesamt. Denn die Wirtschaft soll ab 2020 ohne fossilen Kohlenstoff auskommen.

Die von der EU-Kommission zugelassenen 19 Zertifizierungssysteme basieren in ihrer Wirtschaftlichkeit auf der Biokraftstoffzertifizierung. Jetzt komme es darauf an, diese Systeme für die strategische Ausrichtung der energetischen und stofflichen Nutzung der Biomasse weiter zu entwickeln. Die deutsche Biokraftstoffwirtschaft habe die Bundesregierung aufgefordert, mehr zu unternehmen, um die Anforderungen an die Treibhausgas-Berechnung sowie die Qualität von Dokumentation und Zertifizierung anzuheben. Nur bei einer hohen Qualität der Umsetzung dieser Vorgaben sei ein fairer Wettbewerb mit vergleichbaren Treibhausgas-Emissionswerten möglich.

Aus Sicht des UFOP-Vorsitzenden ist es nicht nachvollziehbar, dass diese Zertifizierungsleistung von der Politik bisher kaum anerkannt wird. Ablesbar sei dies an der Tatsache, dass Biokraftstoffe bzw. die Bioenergie in der Diskussion um den Klimaschutzplan 2050 keine oder eine untergeordnete Rolle spielten. Ebenfalls unverständlich sei, dass sich ausgerechnet Deutschland als bisheriges Vorreiterland aus diesem Entwicklungspfad zu verabschieden scheint, auch gemessen an der internationalen bzw. weltweiten Bedeutung der Biomasse als Energieträger.

Für den UFOP-Vorsitzenden ist klar, dass sich der Rohstoff andere Absatzmärkte suchen werde und damit in Drittstaaten möglicherweise auf Treibhausgas-Minderungsverpflichtungen angerechnet würden. Im Ergebnis finde der Klimaschutz mit Rohstoffen aus Deutschland woanders statt. Um dies zu verhindern, sollte die Biokraftstoffstrategie in Deutschland bzw. in Europa weiterentwickelt werden.

Damit werde auch ein Beitrag für die heimische Futtermittelversorgung geleistet. Denn mit der Herstellung von Biokraftstoffen gehe auch die Produktion von erheblichen Mengen gentechnikfreier Eiweißfuttermittel für die heimische Tierhaltung einher. Man könne nicht auf der einen Seite die Kreislaufwirtschaft in den Fokus stellen und andererseits durch ein Auslaufen der Biokraftstoffpolitik den Importbedarf von Eiweißfuttermitteln forcieren. Dieser Widerspruch müsse einvernehmlich aufgelöst werden. Entsprechende Erwartungen richte die UFOP auch an die weiteren Beratungen im Rahmen des Klimaschutzaktionsbündnisses 2050, um auf robuste Strategien für eine schrittweise weitere Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft hinzuwirken. In diesen Diskussions- und Entwicklungsprozess werde sich die UFOP aktiv einbringen.

Das UFOP-Positionspapier kann unter www.ufop.de kostenfrei geladen werden.

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