Potenziale von Flüchtlingen müssen frühzeitig erkannt werden

Veröffentlicht von: CJD - die Chancengeber
Veröffentlicht am: 05.02.2016 11:04
Rubrik: Gesellschaft & Kultur


Ali kam als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland.
(Presseportal openBroadcast) - Auch beim CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. – die Chancengeber) war das vergangene Jahr stark geprägt vom Engagement für Flüchtlinge: Mehr als 5.000 hat das CJD 2015 in seinen Einrichtungen betreut, ambulant und stationär. 500 davon sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die ohne Eltern oder andere Bezugspersonen nach Deutschland gekommen sind. Das CJD sieht gute Chancen für eine gelingende Integration, von der alle profitieren können. Grundvoraussetzungen dafür sind Spracherwerb sowie das Erkennen und Fördern des Potenzials von Flüchtlingen. Dafür hat das CJD ein eigenes Analyseverfahren entwickelt, nämlich Profil Match.

Johannes Tzschentke, Abteilungsleiter Berufliche Bildung, sieht das CJD gut aufgestellt in Sachen Bildung und Ausbildung für Flüchtlinge, gerade auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. „Wir müssen die jungen Flüchtlinge langfristig integrieren – denn in der Regel sind sie gekommen, um zu bleiben“, betont Tzschentke. Er sieht darin jedoch auch große Chancen für unsere Gesellschaft: „Diese jungen Menschen können unsere Fachkräfte von morgen sein.“

Als wesentliche Voraussetzung für eine gelingende Integration nennt Tzschentke natürlich den Spracherwerb: „Die Geflüchteten brauchen möglichst schnell Zugang zu Deutschkursen.“ Ein weiterer wichtiger Punkt seien die passenden Angebote für Bildung und Ausbildung: „Das bedeutet, wir müssen Potenziale frühzeitig erkennen und fördern.“ Um den Flüchtlingen bei der Bewältigung ihrer traumatischen Erlebnisse in den Herkunftsländern sowie auf der Flucht zu helfen, stünden im CJD außerdem Pädagogen und Psychologen zur Verfügung.

Beim Erkennen und Fördern der individuellen Fähigkeiten setzt das CJD auf die Potenzialanalyse Profil Match. Dieses vom CJD Offenburg entwickelte Verfahren ist einzigartig in Deutschland. Es basiert auf der Kompetenzanalyse Profil AC, die bereits in vielen Schulen und in der beruflichen Bildung zur Ermittlung individueller fachlicher, überfachlicher und berufsbezogener Kompetenzen dient. Das Besondere an Profil Match ist allerdings, dass es ohne Deutschkenntnisse funktioniert. „Das Analyseverfahren ist sprachfrei, die Tests und Fragebögen werden anhand von Grafiken und Piktogrammen gelöst“, erklärt Tzschentke. Erfasst werden damit zum Beispiel Kompetenzen wie Arbeitsgenauigkeit, Durchhaltevermögen und Selbstständigkeit, aber auch Kommunikations- und Teamfähigkeit. „Mit Profil Match legen wir den Grundstein für eine individuelle Förderung. Vorhandene Stärken sollen optimal genutzt und ausgebaut werden, vorhandene Schwächen werden abgebaut.“

Im CJD werden die Ergebnisse des Verfahrens gezielt genutzt für weitere berufsbildende Maßnahmen in der Berufsvorbereitung und Ausbildung. „Auch bei Erwachsenen kann Profil Match für eine passgenaue Vermittlung eingesetzt werden, um damit die Integration in Arbeit und Gesellschaft zu ermöglichen.“

Weitere Informationen im Internet unter www.cjd.de sowie unter www.cjd-offenburg.de und www.profil-match.de

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