German Pellets: So wird aus "Anleger-Kohle" für Holz Asche

Veröffentlicht von: Deutscher Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
Veröffentlicht am: 15.02.2016 17:24
Rubrik: Finanzen & Versicherungen


(Presseportal openBroadcast) - Eine Information des Deutschen Verbraucherschutzrings e.V.

15. Februar 2016. Die Krise beim Wismarer Holzverarbeiter German Pellets spitzt sich zu. Im Mai soll das Insolvenzverfahren eröffnet werden und die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Firmengründer Peter Leibold. Für die rund 12.000 Anleger beginnt nun das Bangen um ihr Geld, so der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. (DVS) und rät Betroffenen aktiv zu werden.

Der Brennstoffhersteller German Pellets aus Wismar ist insolvent. Welche Folgen das genau für die Gläubiger des Unternehmens haben wird, ist offen. Für die kommenden drei Monate bekommen die 650 Arbeitnehmer von der Bundesarbeitsagentur ihre Löhne und Gehälter. Doch was aus rund 230 Millionen Euro der Anleger wird, steht in den Sternen. Denn nach diesen drei Monaten müssen diese Gelder aus der Insolvenzmasse bezahlt werden.

Jana Vollmann, Geschäftsführerin des DVS (www.dvs-ev.net): "In den vergangenen Wochen hat die German Pellets-Anleihe fast ihren gesamten Wert verloren. Wie der NDR berichtete wäre eine Beteiligung von 100 Euro, die man vor zwei Monaten getätigt hätte, aktuell nur noch 80 Cent Wert." Die rund 12.000 Anleger können ihr Geld wohl abschreiben, so ein Kommentar im Nordmagazin des NDR vom
10. Februar 2016.

Insolvenz in Eigenregie abgelehnt

Die Insolvenz in Eigenregie, die Firmengründer Peter Leibold beantragt hatte, wurde abgelehnt. Die Begründung: Die Anlegerstruktur sei sehr unübersichtlich, so die Direktorin des Amtsgerichts Schwerin, Monika Köster-Flachsmeyer. "Ohne vorgreifen zu wollen, empfehlen wir schon jetzt allen Gläubigern, ihre Anleihe fachkundig prüfen zu lassen", sagt Jana Vollmann. Die Erfahrung der Anlegerschützer zeige, dass in derartigen Fällen, eine Entschädigung der Investoren eher die Ausnahme ist. "Wer sein Geld nicht zu 100 Prozent aufgeben möchte, sollte deshalb auch die Möglichkeiten anderen Schadensersatzansprüche prüfen lassen", rät die DVS-Geschäftsführerin.

Neben den deutschen Geldgebern, die dem Unternehmen rund 226 Millionen Euro geliehen haben, bangen auch Gläubiger von US-Anleihen um weitere 546 Millionen Dollar. Erst Ende Januar hatte das Unternehmen wegen des Wertverlustes die Laufzeit einer 52 Millionen schweren Anleihe verlängert und den Zinssatz von ursprünglich über sieben auf gut fünf Prozent gesenkt.

Der DVS hat für Anleihegläubiger von German Pellets eine Arbeitsgemeinschaft gegründet.

Weitere Informationen unter www.dvs-ev.net

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