Ende der Gratismentalität. Für Paid Content zahlten bereits 54%

Veröffentlicht von: Fittkau & Maaß Consulting GmbH
Veröffentlicht am: 23.02.2016 23:48
Rubrik: IT, Computer & Internet


(Presseportal openBroadcast) - Paid Content auf Wachstumskurs - Potentiale noch nicht ausgeschöpft

Wem ist sie nicht bekannt, die viel beklagte Gratismentalität der deutschen Internet-Nutzer? Das kostenlose Anbieten von Online-Inhalten war im Internet von Anfang an gang und gäbe - und wurde bereits vielen Content-Anbietern zum Verhängnis.

Die W3B Studie begleitet daher bereits seit über 15 Jahren Verhalten und Einstellungen der deutschen Internet-Nutzer im Hinblick auf Bezahlinhalte. Dabei zeigte sich lange Jahre ein nahezu unverändertes Bild: Maximal die Hälfte der User zeigte grundsätzliche Bereitschaft, für kostenpflichtigen Online-Content zu zahlen, nur wenige zahlten tatsächlich dafür.

Nun wendet sich das Blatt: Erstmals ist die deutliche Mehrheit der deutschen Internet Nutzer - rund drei Viertel - bereit, für digitale Inhalte zu bezahlen. Dies ist ein Ergebnis der W3B Studie, in deren Rahmen im Oktober/November 2015 über 10.000 deutsche Internet-Nutzer zum Thema Paid Content befragt wurden.

Auch beim tatsächlichen Bezahlen für Paid Content ist die Trendwende vollzogen: Erstmals übersteigt der Anteil der Content-Bezahler den der Nicht-Zahler. Mit 54 % gehören heute über die Hälfte der deutschen Internet-Nutzer zur Gruppe der Paid Content-User. Darunter kaufte die Mehrheit (drei Viertel) innerhalb der letzten sechs Monate digitale Inhalte.

Zum Kreis derer, die noch nie für kostenpflichtige Inhalte bezahlt haben, zählen dagegen weniger als 40 %.

Als größte Wachstumstreiber erweisen sich im Paid Content-Bereich E-Books, digitale Musik- und Filminhalte: Diese stehen ganz oben im Ranking der innerhalb der letzten sechs Monate erworbenen Inhalte. So wurden E-Books von 16 % der Internet-Nutzer gekauft, Musikdateien von 14 % heruntergeladen. Auch Videos spielen eine wichtige Rolle: 10 % zahlten für Ansehen von Filmen via Stream, 8 % für Video-Downloads.

Der Bereich E-Publishing ist zwar nicht auf den obersten Rängen, aber dennoch ebenfalls noch relativ weit oben im Ranking des gekauften Contents zu finden: So wurden im letzten Halbjahr redaktionelle Inhalte in Form von Online-Zeitungen/-Zeitschriften bzw. Artikel daraus von 7 % erworben, Testberichte kauften gut 6 %.

Extreme Unterschiede zeigen sich bei den einzelnen Content-Gattungen in puncto Potentialausschöpfung: So befindet im Bereich Gaming bzw. Online-Spiele der Anteil der tatsächlichen Nutzer (gut 6 %) im Verhältnis zu den Nutzungsinteressenten (knapp 11 %) mit 59 % bereits auf einem sehr hohen Niveau. Auch beim Musik-Streaming ist der Auschöpfungsgrad mit 49 % als hoch einzustufen.

Ganz anders sieht es hingegen bei kostenpflichtigen E-Learning-Angeboten sowie Live-Übertragungen von Events (z. B. Sport-/Konzertveranstaltungen) aus: Hier beträgt der Grad der Potentialausschöpfung lediglich 12 % bzw. 14 %.

Auch im Bereich E-Publishing ist durchaus noch Luft nach oben: So liegt das Verhältnis der Käufer zu den Kaufbereiten bei Online-Zeitungen, -Zeitschriften bzw. Artikeln daraus heute erst bei 34 %.

In nur wenigen der von W3B abgefragten Content-Bereichen werden heute die Intressenpotentiale seitens der Internet-Nutzer bereits annähernd ausgeschöpft, so Susanne Fittkau von Fittkau & Maaß Consulting. Paid Content-Zahlungsbereitschaft und -Nutzung sind heute so hoch wie nie.

Die Ergebnisse des W3B Report Paid Content bestätigen somit die aktuell kursierenden optimistischen Paid Content-Umsatzprognosen für die kommenden Jahre. Der W3B Report basiert auf einer internet-repräsentativen Online-Befragung von über 10.000 deutschen Internet-Nutzern. Er dokumentiert für zahlreiche Zielgruppen deren Einstellungen und Nutzungsverhalten in Sachen Paid Content.

Der W3B Report Paid Content kann direkt über die Fittkau & Maaß Consulting- Website (http://www.fittkaumaass.de/news/bezahlinhalte_auf_wachstumskurs) bestellt werden.

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