Scopis GmbH erhält den Fraunhofer-Gründerpreis

Veröffentlicht von: factum Presse & Öffentlichkeitsarbeit GmbH
Veröffentlicht am: 25.02.2016 10:04
Rubrik: Wissenschaft & Forschung


Prof. Gossner, Bartosz Kosmecki, Alex von Frankenberg
(Presseportal openBroadcast) - Am Dienstag, 23. Februar 2016 erhielt die Scopis GmbH den mit 5.000 Euro
dotierten Fraunhofer-Gründerpreis, den Fraunhofer Venture gemeinsam mit
dem High-Tech Gründerfonds ins Leben gerufen hat. Der Preis ehrt den aktuellen
Erfolg und die überragende Entwicklung des Fraunhofer-Spin-offs am internationalen
Medizintechnikmarkt. Mit ihren chirurgischen Navigationssystemen für die
minimal-invasive Chirurgie ist die Scopis GmbH mittlerweile in den Fachbereichen
HNO-, MKG-, Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie in über 50 Ländern aktiv.

Der Fraunhofer-Gründerpreis entstand im Rahmen der neuen Ausgründungs- und
Beteiligungsstrategie der Fraunhofer-Gesellschaft. Er zeichnet ein am Markt aktives und
erfolgreiches Spin-off aus, dessen Produkte und Dienstleistungen einen unmittelbaren
Nutzen für die Gesellschaft aufweisen. »Gemeinsam mit dem High-Tech Gründerfonds
möchten wir Ausgründungsprojekte innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft fördern und
herausragende Gründeraktivitäten honorieren«, erklärt Thomas Doppelberger, Leiter von
Fraunhofer Venture, die Ziele des neuen Gründerpreises. Im Rahmen des Fraunhofer-
Symposiums »Netzwert« am Dienstag, 23. Februar 2016, überreichten Prof. Dr. Alfred
Gossner, Vorstandsmitglied der Fraunhofer-Gesellschaft, sowie der Geschäftsführer
des High-Tech Gründerfonds, Dr. Alex von Frankenberg, den mit 5.000 Euro dotierten
Fraunhofer-Gründerpreis an die Scopis GmbH.

Chirurgische Navigationssysteme bieten höhere Sicherheit für Patienten und Chirurgen

Die Scopis GmbH ging 2010 aus dem Berliner Zentrum für Mechatronische Medizintechnik
BZMM, einer Kooperation des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK und der Charité Berlin, hervor. Das Medizintechnik-Unternehmen entwickelt
und vertreibt endoskopische und mikroskopische Navigationssysteme zum Einsatz in der
minimal-invasiven Chirurgie. Mit der ‚Scopis Target Guided Surgery‘-Technologie kann der
Chirurg bereits vor der Operation das Ziel und einen Pfad festlegen, dem er während des
Eingriffs folgt. Ein akustisches Signal warnt ihn, sobald er vom geplanten Pfad abweicht.
Dabei visualisiert eine neue ‚Augmented Reality‘-Funktion Planung und Zielführung. So
kann der operierende Arzt erkranktes Gewebe zielsicher finden und entfernen, ohne
Nerven und andere kritische Strukturen zu verletzen. Die Operation kann schonender
durchgeführt und der Heilungsprozess damit beschleunigt werden. Und auch für die
Ausbildung neuer Chirurgen bedeutet das Navigationssystem eine erhebliche Erleichterung.

»Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Scopis war die Gewinnung der Fraunhofer-
Gesellschaft und der Charité Universitätsmedizin Berlin als Gesellschafter. Dies ermöglichte
uns die Lizenzierung der einzigartigen und innovativen Technologien, die wir weiterentwickelt
und in neuartigen intradisziplinären Produkten integriert haben«, erklärt Bartosz
Kosmecki, Gründer und Geschäftsführer der Scopis GmbH.

Etablierung am internationalen Markt und Ausbau der Anwendungsfelder

»Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Fraunhofer Venture, den Fraunhofer-Instituten sowie
den Forscherinnen und Forschern aus weltweit führenden Technologien sehr erfolgreiche
Unternehmen aufbauen zu können«, erläutert Dr. Alex von Frankenberg die Entscheidung
für das Medizintechnik-Unternehmen. Prof. Eckart Uhlmann, Institutsleiter des Fraunhofer
IPK, freut sich besonders für die Ausgründung aus seinem Institut: »Mit der Entwicklung
neuer Produkte sowie der Sicherung der Innovationen durch eine starke IP-Strategie hat die
Scopis GmbH das anfängliche Anwendungsfeld der HNO-Chirurgie um MKG-, Neuro- und
Wirbelsäulenchirurgie erweitert und strebt damit eine noch größere Marktdurchdringung
an. Diese herausragenden wissenschaftlichen und unternehmerischen Aktivitäten möchte
die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Gründerpreis honorieren.«

Über die Scopis GmbH

Die Scopis® GmbH, mit Sitz in Deutschland, entwickelt und produziert chirurgische
Planungs- und Navigationssysteme für HNO-, MKG-, Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie.
Scopis wurde 2010 aus der Charité Universitätsmedizin und der Fraunhofer-Gesellschaft
in Berlin gegründet. Scopis Target Guide Surgery (TGS®) ist eine »Next-Generation«-
Lösung für navigierte endoskopische Operationen, die Chirurgen fortgeschrittene
Bildführungs- und Visualisierungsmöglichkeiten bietet. Scopis TGS® wird durch das Scopis
Hybrid Navigation® System ermöglicht, welche als erste klinische Navigationsplattform
elektromagnetische, optische und simultane Hybridtracking-Technologie in einer einzigen,
integrierten Kontrolleinheit vereint. Scopis GmbH ist in über 50 Ländern aktiv.

Über das Fraunhofer IPK

Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK betreibt
angewandte Forschung und Entwicklung für die gesamte Bandbreite industrieller Aufgaben
– von der Produktentwicklung über den Produktionsprozess und die Wiederverwertung
von Produkten bis hin zu Gestaltung und Management von Fabrikbetrieben. Zudem legt
das Institut besonderen Wert darauf, produktionstechnische Lösungen auch über den industriellen
Bereich hinaus anwendbar zu machen, etwa in den Bereichen Medizin, Mobilität
und Sicherheit.

Über den High-Tech Gründerfonds

Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-
Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen.
Mit Hilfe der Seedfinanzierung sollen die Start-Ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung
eines Prototypen bzw. eines »Proof of Concept« oder zur Markteinführung führen. Der
Fonds beteiligt sich initial mit 600.000 Euro; insgesamt stehen bis zu 2 Millionen Euro
pro Unternehmen zur Verfügung. Investoren der Public-Private-Partnership sind das
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW Bankengruppe sowie die 18
Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer, B. Braun, Robert Bosch, CEWE, Daimler,
Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Evonik, Lanxess, media + more venture Beteiligungs
GmbH & Co. KG, METRO, Qiagen, RWE Innogy, SAP, Tengelmann und Carl Zeiss. Der High-
Tech Gründerfonds verfügt insgesamt über ein Fondsvolumen von rund 576 Mio. EUR (272
Mio. EUR Fonds I und 304 Mio. EUR Fonds II).

Pressekontakt:

Jörg Röthlingshöfer
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