Vor- und Nachteile der Basis-Rente

Veröffentlicht von: HNG Verwaltungs AG
Veröffentlicht am: 29.02.2016 23:48
Rubrik: Finanzen & Versicherungen


(Presseportal openBroadcast) - Sinnvoll vorsorgen mit der Rürup-Rente

Die Basis-Rente oder auch Rürup-Rente ist eine Form der privaten, geförderten Altersvorsorge. Sie bietet attraktive steuerliche Vergünstigungen für diejenigen, die mit der vergleichsweise starren Vertragsform einverstanden sind.

Die Rürup-Rente bietet ihren Versicherten viele Vorteile aber auch ein paar Nachteile. Da der Abschluss einer Rürup-Rente eine Entscheidung fürs Leben ist, sollte man sich vorher über alle wichtigen Eckdaten im Klaren sein. Zum Beispiel unterliegt die Rürup-Rente der nachgelagerten Besteuerung. Das heißt, dass die Leistungen in der Rentenphase mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Allerdings liegt dieser jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit viel niedriger als im Berufsleben. Außerdem fällt das Kapital im Todesfall des Versicherten der Versicherungsgemeinschaft zu, wenn bei Abschluss kein zusätzlicher Todesfallschutz vereinbart wurde. Dazu muss man aber feststellen, dass Todesfallschutz ohnehin viel günstiger mit einer ausreichend hohen Risikolebensversicherung versicherbar ist.

Die Rürup-Rente ist nicht kündbar, jedoch flexibel in der Beitragszahlung. Daher muss man sich vor Abschluss für einen geeigneten Versicherer entscheiden, den man später nicht wechseln kann. Auf der anderen Seite kann letzteres auch ein Vorteil sein, schließlich schützt es den Versicherten vor einem nachteiligem Wechsel.

Eines der Hauptargumente für diese Form der geförderten, privaten Altersvorsorge, ist die Absetzbarkeit der Beiträge. Speziell für Gutverdiener sind die steuerlich absetzbaren Beiträge für die Rürup-Rente ein echtes Argument, sich eine Rürup-Rente zu entscheiden. Bis zum Jahr 2025 sollen die kompletten Beiträge zu 100 Prozent steuerlich absetzbar werden. Allerdings gibt es einen abzugsfähigen Höchstbetrag, der aktuell bei 22.172 Euro, für Verheiratete 44.344 Euro liegt. Im Jahr 2016 können bereits 80 Prozent der Beiträge abgesetzt werden. Jahr für Jahr steigt der absetzbare Anteil an.

Übrigens wird das angesparte Kapital der Rürup-Rente bei Arbeitslosigkeit nicht bei der Berechnung für das Arbeitslosengeld II berücksichtigt. Zusätzlich ist es in der Ansparphase vor Pfändung geschützt, wenn der Steuervorteil genutzt wird. Daher sollte man darauf achten, dass die staatliche Förderung stets in Anspruch genommen wird. Zum Rentenbeginn bleibt dann die monatliche Rente der Rürup-Rente erhalten.

Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall, über eine Rürup-Rente nachzudenken, wenn man die geförderte Altersvorsorge nutzen möchte. Es obliegt jedem selbst, zu entscheiden, ob die Vorteile die Nachteile ausgleichen oder ob diese sogar überwiegen.

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