Energie- und Wasserverschwender entlarven

Veröffentlicht von: Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e. V. - VBEW
Veröffentlicht am: 03.03.2016 14:16
Rubrik: Umwelt & Energie


(Presseportal openBroadcast) - Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern gibt Tipps zur Entlastung des Haushaltsbudgets

Plötzlich 20 Prozent mehr Stromverbrauch als im letzten Jahr? Oder ein ähnlicher Sprung bei der Wasserrechnung? "Solche Veränderungen haben meist vermeidbare Ursachen", so Udo Meister, Kundenberater der Licht- und Kraftwerke Helmbrechts GmbH (LuK). "Wir raten unseren Kunden, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um derart böse Überraschungen zu verhindern" , sagt auch Hans-Jürgen Heinz, Energieberater der Stadtwerke Bayreuth Energie und Wasser GmbH, die wie die LuK Mitglied im Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern ist. In diesem haben sich rund 20 regionale Energieversorger zusammengeschlossen, um unter anderem ihre Kunden beim Energiesparen zu unterstützen.

Erster Tipp der Energieexperten ist das regelmäßige Ablesen von Strom-, Gas- und Wasserzählern. Wer ein paar Monate oder besser noch mindestens ein Jahr lang zum Beispiel an jedem Monatsersten die Zählerstände notiert, dem werden Ausreißer beim Verbrauch schnell auffallen. Weil je nach Jahreszeit unterschiedlich viel Strom und Wasser benötigt wird, rät Meister dazu, die Werte stets mit denen der entsprechenden Vorjahresmonate zu vergleichen.
Aber natürlich geht es nicht nur um die Schwankungen, sondern auch um die absoluten Werte. Beim Trinkwasser sind 130 Liter pro Person und Tag Durchschnitt. Schwieriger ist es beim Strom: Ob etwa 200 Kilowattstunden pro Monat viel oder wenig sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So gibt es zum einen Unterschiede zwischen Wohnungen und Häusern, zum anderen spielt eine große Rolle, ob das Brauchwasser mit Hilfe von Strom erwärmt wird oder nicht.
All das sowie die Anzahl der Personen berücksichtigt der Stromspiegel unter www.die-stromsparinitiative.de. "Dort kann jeder auf einen Blick ablesen, wie sein Stromverbrauch zu beurteilen ist", sagt Hans-Jürgen Heinz. Beispielsweise lag ein Vier-Personen-Haushalt in einem Ein- oder Zweifamilienhaus mit Warmwasserbereitung ohne Strom 2014 bei durchschnittlich 4.400 Kilowattstunden pro Jahr.

Zu hohen Verbrauch verhindern
Bei starken Abweichungen vom "Normalen" oder von den Vorjahresverbräuchen raten Meister und Heinz dazu, nach den Ursachen zu fahnden - eventuell auch mit Hilfe eines Energieberaters. In puncto Wasser sind defekte Toilettenspülungen ein häufiger Grund für einen abnorm hohen Verbrauch. Weniger leicht entdecken lassen sich Frostschäden an Wasserrohren, aus denen das Nass heraustropft. Hier liefern Flecken auf dem Putz Hinweise. In jedem Fall sollte man dem nachgehen, betont Heinz. "Frischwasser ist ein kostbares Gut. Zudem werden die Abwassergebühren nach den Zahlen fürs Trinkwasser berechnet. Man zahlt also zweifach für das verschwendete Wasser."
Beim Strom finden sich oftmals einzelne Geräte, die einen abnorm hohen Verbrauch erklären. Als Beispiel nennt Meister eine elektrisch betriebene Radiatorheizung in frostgefährdeten Kellerräumen. "Manchmal vergisst man, diese im Frühling auszuschalten, und das rächt sich." Das betrifft auch Frostwächter oder Dachrinnenheizungen. Zwar springen diese normalerweise nur bei Temperaturen unter Null an, doch wie bei jeder Technik kommen Defekte vor. Es ist daher besser, nach der Frostperiode manuell abzuschalten. Ähnlich sieht es bei Elektrofußbodenheizungen aus, deren Thermostate ab und zu auf korrekte Funktion kontrolliert werden sollten.
Spezielle Aufmerksamkeit ist zudem bei Kühl- und Gefriergeräten angesagt, die im Keller stehen. Hans-Jürgen Heinz: "Weil man hier nicht hört, wie oft die Geräte anspringen, werden defekte Thermostate häufig zu spät bemerkt." Unabhängig vom Aufstellort sind Aquarien relativ große Energiefresser. Wird ein solches neu angeschafft, erklärt sich schon allein damit ein Sprung nach oben im Stromverbrauch.

Heizung warten lassen
Neben Wasser und Strom ist Heizenergie ein wesentlicher Posten im Haushaltsbudget. Großen Einfluss auf den Verbrauch hat die Güte der Dämmung des Hauses, aber auch das Alter der Heizung. Zudem müsse, so die Experten des Initiativkreises Stadtwerke Nordbayern, die Anlage regelmäßig gewartet werden, denn nur dann laufe sie energieoptimiert. Der spätere Frühling, also das Ende der Heizperiode, sei dafür ein guter Zeitpunkt. Dann sollten Heizungsanlagen auch auf den Sommermodus umgestellt werden, in dem sie nur das Brauchwasser erhitzen.

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