Beratungsförderung für den Mittelstand: neu seit Anfang 2016

Veröffentlicht von: Die KMU-Berater - Bundesverband freier Berater e.V.
Veröffentlicht am: 04.03.2016 16:16
Rubrik: Finanzen & Versicherungen


(Presseportal openBroadcast) - Die KMU-Berater informieren: Verschiedene Förderprogramme für Unternehmensberatungen wurden in einer Richtlinie zusammen gefasst: Die wesentlichen Informationen für Unternehmen.

Die bundesweiten Programme zur Beratungsförderung für den Mittelstand sind zu Beginn des Jahres in der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gesteuerten "Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows" zusammengefasst worden. Was die neuen Vorgaben für die Unternehmen konkret bedeuten, beschreibt der Verband "Die KMU-Berater - Bundesverband freier Berater e. V." in der aktuellen Ausgabe seiner "KMU-Berater News". Die Ausgabe kann heruntergeladen werden unter www.berater-news.kmu-berater.de (http://www.berater-news.kmu-berater.de).

"Besonders wichtig ist für die Unternehmen, dass der Zuschussgeber an die Beraterinnen und Berater Qualitätsanforderungen stellt", sagt Thomas Thier, Vorsitzender der KMU-Berater (http://www.kmu-berater.de). Die Berater müssten für das Förderprogramm zugelassen werden. Voraussetzung dafür sei im Besonderen, dass die Berater ein Qualitätsmanagement nachweisen. "Bis Ende 2015 galt dies nur für das "Beratungsprogramm des Bundes (BAFA-Programm)". Ab 2016 umfasst diese Regelung auch die bisherigen Programme "Gründer-Coaching Deutschland", "Runder Tisch" und "Turn Around Beratung" der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die mit der neuen Richtlinien jetzt ebenfalls vom BAFA verantwortet werden. Das BAFA hat bereits in der Vergangenheit die Mitgliedschaft im Bundesverband Die KMU-Berater als Nachweis für das Vorhandensein eines Qualitätsmanagements anerkannt. Dies gilt auch für die neue Rahmenrichtlinie", betont Thier.

Die Abwicklung der Beratungsförderung übernehmen verschiedene "Leitstellen". Andreas Werner, Leiter der Leitstelle für freiberufliche Beratung beim Zentralverband des Deutschen Handwerks e. V. (ZDH), erläutert im Interview mit den KMU-Berater News die Besonderheiten bei der Vorbereitung einer Förderung. So müssen junge Unternehmen bis zwei Jahre nach Gründung sowie Unternehmen in Schwierigkeiten vor der Antragstellung ein kostenloses Informationsgespräch über die Zuschussvoraussetzungen mit einem bei einer Leitstelle registrierten Regionalpartner, wie Kammern oder Wirtschaftsförderern, führen.

Zwei Berichte über erfolgreiche Unternehmensberatungen zeigen, wie Förderprogramme effektiv eingesetzt werden können. Unternehmer Martin Alders beschreibt, wie er durch den Austausch mit einem KMU-Berater Probleme in der Geschäftsentwicklung seiner beiden Unternehmen beheben und eine Fusion der Unternehmen auf den Weg bringen konnte. Die Unterstützung durch die Leitstelle bei der Zuschussbeantragung aus dem "Bundesprogramm Beratungsförderung" war dabei sehr hilfreich.

KMU-Berater Erhard Stammberger erläutert die Unterstützung für einen kleinen Reiseveranstalter, dessen Geschäfte sich negativ entwickelten. Der Berater führte mit dem Geschäftsführer und den Mitarbeiterinnen eine Schwachstellenanalyse durch und zeigte die eigentlichen Stärken auf. So konnte die wirtschaftliche Situation gedreht werden. Die Beratungsschritte wurden aus zwei sich ergänzenden Förderprogrammen unterstützt. Heute wächst das Unternehmen wieder ertragreich und stellt einen weiteren Mitarbeiter ein.

Da die Verantwortlichkeit für das Förderprogramm nun beim BAFA liegt, nimmt die KfW-Bank ihre Beraterbörse Ende Juni 2016 vom Netz. Damit entfällt für Unternehmen eine Möglichkeit, ein passendes Beratungsunternehmen zu finden, denn das BAFA wird keine eigene Beraterbörse führen. Unter www.kmu-beraterboerse.de (http://www.kmu-beraterboerse.de) finden Unternehmen auf der Internetseite der KMU-Berater Beraterinnen und Berater, die die Qualitätsanforderungen der neuen Beratungsförderung erfüllen.

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