Über 90 Prozent der UTZ-Kakaofarmer in Brasilien und der Elfenbeinküste verbessern durch die Zertifizierung ihre Lebensumstände

Veröffentlicht von: UTZ
Veröffentlicht am: 09.03.2016 02:48
Rubrik: Gesundheit & Medizin


(Presseportal openBroadcast) - Impact Report 2016 untermauert den Erfolg des UTZ-Programms für Kaffee, Kakao und Tee

Amsterdam/ Berlin, 8. März 2016. Die Teilnahme am UTZ-Programm wirkt sich positiv auf die ökonomischen und sozialen Lebensumstände von Farmern aus und trägt zum Schutz der Umwelt bei. UTZ-zertifizierte Farmer erreichen ein höheres Einkommen und eine verbesserte Produktqualität, haben stabileren Zugang zum Weltmarkt und zu sauberem Wasser, schaffen verbesserte Arbeitsbedingungen und verfügen über effektivere Anbaupraktiken, um ihre Böden zu schützen. So lautet das Ergebnis des soeben erschienenen "Impact Report 2016" von UTZ.

Für seine Wirksamkeitsstudie hat das Nachhaltigkeitsprogramm für Kaffee, Kakao und Tee eigene Erhebungen sowie neue Studienergebnisse von unabhängigen Institutionen, zum Beispiel Non-Profit-Organisationen, kombiniert. "Wir legen sehr großen Wert darauf, die Wirkung des UTZ-Programms regelmäßig zu messen", sagt Geschäftsführer Han de Groot. "Nur so können wir unsere Standards anpassen und weiter verbessern. Denn wir wollen, dass UTZ alle Möglichkeiten ausschöpft, um das Leben der teilnehmenden Farmer und der Menschen in ihrem Umfeld zu verbessern sowie die natürlichen Ressourcen zu erhalten. UTZ will einen Unterschied machen."
Der "Impact Report 2016" zeichnet nach, wie das UTZ-Programm zwischen 2009 und 2014 weiter an Reichweite sowie Relevanz zugenommen hat. Die Wirksamkeitsstudie untersucht darüber hinaus die Nachhaltigkeitstrends in ausgewählten Ländern, die eine führende Rolle in der Produktion von Kaffee, Kakao und Tee spielen.

Hohe Zufriedenheit: Farmer bewerten das UTZ-Programm als attraktiv
Die Erwartungen der Farmer an die Zertifizierung sind ein wichtiger Baustein im UTZ-Programm. Dass die Farmer vom UTZ-Programm profitieren, zum Beispiel im Sinne von steigenden Produktivitätszahlen oder einem verbesserten Einkommen, beweisen die Zahlen: Im Jahr 2009 nahmen rund 100.000 Farmer am UTZ-Programm teil, 2014 war es über eine halbe Million (578.012 Farmer). Diese zunehmende Verbreitung wird gestützt von einer Studie unter UTZ-zertifizierten Kaffeefarmern in Brasilien. 90 Prozent von ihnen gaben an, mit dem UTZ-Programm zufrieden zu sein.

Leichter Zugang: UTZ erleichtert Engagement für nachhaltig produzierte Produkte
UTZ-zertifizierte Produkte werden gut angenommen und immer mehr nachhaltiger Kaffee, Kakao und Tee erreichen den Weltmarkt. UTZ-Kaffee verzeichnete zwischen 2009 und 2014 ein Verkaufswachstum von beinahe 90 Prozent (2014: über 250.000 Tonnen). Für UTZ-Tee stieg die verkaufte Menge im gleichen Zeitraum auf mehr als 4.500 Tonnen bzw. um 55 Prozent. Das Kakao-Programm wurde 2009 gegründet. Es war mit einer verkauften Menge von knapp 400.000 Tonnen bereits im Jahr 2014 das größte Programm für den nachhaltigen Kakao-Anbau.
Sowohl die Industrie als auch die Verbraucher sind immer stärker dazu bereit, Nachhaltigkeit zu honorieren. So hat beispielsweise die Absichtserklärung der großen Schokoladenhersteller dazu beigetragen, dass UTZ sein Kakao-Programm ausgeweitet hat. Sie haben sich darauf verständigt, bis 2020 100 Prozent des Kakaos aus nachhaltigem Anbau zu beziehen.

Positive Wirkung: Auf Farmer, ihre Arbeiter, ihre Familien sowie die Umwelt
Die Hälfte der UTZ-Farmer in der Elfenbeinküste berichtet, dass ihr Einkommen gestiegen ist, seitdem sie Teil des Programms sind. Studien belegen, dass ihr Netto-Einkommen um 16 Prozent höher lag als das von nicht-zertifizierten Farmern. In Ghana wurden große Erfolge bei der Abschaffung der Kinderarbeit erreicht. Der Anteil der Kinder, die die Schule besuchen, stieg signifikant an. In Kolumbien hat sich die UTZ-Zertifizierung im untersuchten Zeitraum besonders positiv auf die Umwelt ausgewirkt. Hier wurden Anbaupraktiken angewendet, die den Boden schonen und somit erhalten. Darüber hinaus wurden Methoden zu korrektem Recycling sowie dem effizienten und minimierten Einsatz von chemischen Düngemitteln vermittelt. Der richtige Umgang mit Dünger ist eine der wichtigsten Passagen im Code of Conduct, dem Kriterienkatalog für die UTZ-Zertifizierung.

Ausblick: Mehr Themen, mehr Akteure, breiterer Ansatz
Die Ergebnisse des aktuellen Impact Report werden in die Optimierung des UTZ-Programms einfließen. Doch bei allen positiven Entwicklungen und dem Mehrwert, den Farmer durch eine UTZ-Zertifizierung erfahren, lassen sich nicht alle Probleme durch Zertifizierung alleine lösen. Herausforderungen wie Kinderarbeit, geringe Einkommen oder der Klimawandel verlangen nach einem interdisziplinären Ansatz, an dem sich auch Regierungsorgane, weitere Unternehmen und noch mehr Vertreter der Zivilgesellschaft beteiligen müssen. Diesen Themen wird UTZ sich in den kommenden Jahren verstärkt widmen und die Zusammenarbeit all dieser Akteure vermehrt fördern, um weitreichende und anhaltende Verbesserungen für die Farmer, Produzenten, Arbeiter und deren Familien zu erreichen.

Der "Impact Report 2016" von UTZ kann unter folgendem Link eingesehen werden (engl. Sprache): http://utz.org/impactreport/

Pressekontakt:

UTZ
Teresa Staill
Tieckstraße 38 10115 Berlin
+49 (0)30 2758175 15
utz@kalia-kommunikation.de
http://www.utz.org

Firmenportrait:

UTZ ist ein Programm und Gütesiegel für den nachhaltigen Anbau von Kaffee, Kakao und Tee. Mit dem UTZ-Programm erlernen die Farmer geeignete Anbaumethoden und erhalten Anreize für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und den verantwortungsbewussten Umgang mit Mensch und Umwelt. Dadurch trägt UTZ dazu bei, dass sich der Ertrag, das Einkommen und die Lebensbedingungen der Farmer verbessern und die natürlichen Ressourcen geschont werden. Die Kriterien und Richtlinien der UTZ-Zertifizierung sind im Code of Conduct festgeschrieben. UTZ hat sich zum Ziel gesetzt, den nachhaltigen Anbau von Kaffee, Kakao und Tee zur natürlichsten Sache der Welt zu machen. Mehr Informationen finden Sie unter www.utz.org.

Bitte beachten Sie, dass für den Inhalt der hier veröffentlichten Meldung nicht openBroadcast verantwortlich ist, sondern der Verfasser der jeweiligen Meldung selbst. AGB | Haftungsausschluss.