Borreliose beim Hund: Das sollten Halter wissen

Veröffentlicht von: Convergo GmbH
Veröffentlicht am: 10.03.2016 17:59
Rubrik: Gesundheit & Medizin


Der Gemeine Holzbock – die am weitesten verbreitete Zeckenart in Deutschland – hat es vor allem auf Tiere abgesehen.
(Presseportal openBroadcast) - Jetzt an den Impfschutz für den Vierbeiner denken

Zecken übertragen schwere Krankheiten – auch auf Hunde. Hierzulande besonders weit verbreitet: die Borreliose. Betroffene Hunde lahmen, leiden unter Appetitlosigkeit, Fieber und Gelenkentzündungen. Wer dies von Vornherein verhindern möchte, sollte seinen geliebten Vierbeiner gegen Borreliose impfen lassen. Dafür ist jetzt der beste Zeitpunkt.
Wenn sich Hunde anders verhalten als sonst, machen sich Herrchen und Frauchen schnell Sorgen. Doch nicht immer ist klar, was dem Vierbeiner eigentlich fehlt. Verändert sich das Wesen des Hundes, wirkt dieser apathisch, hat Fieber oder zieht ein Bein nach, kann eine Infektion mit Borreliose der Grund sein. Die Krankheit wird von Zecken übertragen.

Die Borreliose ist beim Hund – wie auch beim Menschen – eine der häufigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen. Sie ist auch unter dem Namen Lyme-Borreliose bekannt. „Aufgrund der milden Winter nehmen die Fälle immer weiter zu“, sagt Dr. Volker Wolf, Tierarzt aus Augsburg. „Denn damit steigt auch die Überlebenschance für die Zecken. In Deutschland kann fast jede dritte Zecke Borrelien in sich tragen.“

Die Diagnose ist laut dem Tierarzt nicht immer einfach zu stellen. „Die meisten Hunde infizieren sich im Frühjahr, Sommer bis zum Herbst. Die ersten Anzeichen für eine Infektion treten oft aber erst im Winter auf.“ Deswegen sei es wichtig, als Tierarzt bei Symptomen wie Wesensveränderungen, Fieber und Lahmheit auch an einen Zeckenstich zu denken, der schon länger zurückliegt. „Die typische Wanderröte, die bei einer Borreliose-Erkrankung des Menschen auftritt, gibt es beim Hund meist nicht“, erklärt Wolf. Oftmals verlaufe die Infektion beim Hund sogar symptomlos. Bei anderen Hunden sind die Symptome zunächst recht unspezifisch – und können mit der Zeit immer intensiver werden.

Eine Borreliose wird mit Antibiotika behandelt. „Dann sieht es relativ gut für den Hund aus“, erklärt Wolf. Allerdings gibt es auch Tiere, die unter Spätfolgen leiden. „Das können unter anderem Gelenk- und Nierenprobleme sein, die im schlimmsten Fall zum Tod führen. Das ist aber sehr selten. Gelenkbeschwerden können lästig sein und über viele Jahre Schmerzen verursachen.“

Um einer Borreliose vorzubeugen, hält der Tierarzt eine umfassende Prophylaxe für angeraten. „Im Gegensatz zu uns Menschen gibt es für Hunde eine Impfung gegen Borreliose.“ Grundsätzlich kann jeder Hund ab der 12. Lebenswoche geimpft werden. „Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen im Abstand von 2-5 Wochen. Danach wird einmal im Jahr aufgefrischt. Bei einem milden Winter sollten es sogar zwei Impfungen jährlich sein.“ Für die Impfung ist jetzt der beste Zeitpunkt – noch bevor die Zecken aufgrund steigender Temperaturen im Frühjahr besonders aktiv werden.

Neben der Impfung fordert Dr. Wolf dazu auf, den Hund wie auch sich selbst nach jedem Gassi gehen gründlich abzusuchen. Borreliose-Erreger gelangen erst rund 16 bis 24 Stunden nach Beginn des Saugaktes der Zecke in den Wirt. Deswegen sollten Zecken schnell entfernt werden. Zudem sollten regelmäßig Zeckenschutzmittel angewendet werden, um eine Infektion mit anderen Krankheiten wie der Babesiose zu verhindern. „Neben Spot-on-Präparaten und Halsbändern gibt es noch Kautabletten, die auf Zecken abtötend wirken.“ Kombiniert mit einer Borreliose-Impfung sei der Hund damit gut gegen Zecken geschützt.

Weitere Informationen erhalten Sie auf www.zecken-im-fell.de

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