Hundebiss: Mithaftung reduziert die Leistung

Veröffentlicht von: Müller & Kollegen UG
Veröffentlicht am: 15.03.2016 11:17
Rubrik: Finanzen & Versicherungen


Hundebiss: Mithaftung reduziert die Leistung
(Presseportal openBroadcast) - Eine Hundehaftpflicht sollte für Schäden aufkommen, die der Vierbeiner einer Person oder einer Sache zufügt. Doch ganz so einfach ist es leider nicht. Abhängig von der Ausgangslage besteht nämlich die Gefahr, dass der Versicherer in irgendeiner Form eine Mitschuld des Hundehalters unterstellt und deshalb eine Leistungskürzung vornimmt. Der Hundehalter muss dann damit rechnen, dass er irgendwie an den entstehenden Kosten für eine Schadensbeseitigung beteiligt wird. Die jeweiligen Umstände können individuell aber sehr unterschiedlich sein, und auch die Leistungskürzungen machen je nach Ausgangslage schon eine enorme Größenordnung aus. Für welche Leistungen die Hundehaftpflichtversicherer in der Regel verpflichten, erfährt man auf https://www.hundehaftpflichtversicherungen-vergleich.de/hundehaftpflichtversicherung-leistungen/

Mitverschulden wird häufig angenommen
Als Anhaltspunkt kann gelten, dass ein Mitverschulden des Hundehalters bei fast jedem Versicherungsfall angenommen wird. Wenn zum Beispiel zwei Hunde miteinander raufen und ein Tier verletzt wird, dürfte der Versicherer bei dem Hundehalter des verletzten Tieres eine Mitschuld geltend machen. Das ist zumindest wahrscheinlich, wenn die Aufsichtspflicht in irgendeiner Form verletzt wurde. Wurde also das geschädigte Tier nicht an der Leine geführt, hat es sich irgendwie schnell oder unerwartet bewegt oder hat gar der Hundehalter versucht, beide Tiere mit der Hand zu trennen, wird fast immer eine Mitschuld des Tierhalters geltend gemacht. Das bedeutet, dass er einen Teil des Schadens selbst bezahlen muss und keine vollständige Schadensregulierung durch den Versicherer erwarten darf.

Anteilige oder vollständige Kürzung ist möglich
Sofern es sich um eine Mitschuld des Tierhalters handelt, muss er mit einer Leistungskürzung rechnen. Das heißt, dass er mindestens einen Teil der anfallenden Kosten selbst zahlen muss. Die Höhe der Leistungskürzung hängt von der Schwere des Verschuldens ab. Im schlimmsten Fall muss man damit rechnen, den gesamten Schaden selbst zahlen zu müssen. Dazu wäre zwar ein hohes Maß an Mitverschulden erforderlich, doch in der Praxis passieren solche Fälle immer wieder. Ein typisches Beispiel ist eine Rauferei zwischen Hunden, die ein Tierhalter mit bloßen Händen beenden will. Wird er dabei gebissen und macht er beim Versicherer Kosten geltend, muss er damit rechnen, dass eine drastische Leistungskürzung ansteht. Der Versicherer unterstellt in diesem Fall ein erhebliches Mitverschulden und wird deshalb allenfalls einen Teil der Kosten erstatten.

Die Sache mit der Fahrlässigkeit
Im Zusammenhang mit dem Mitverschulden steht schnell die Frage der Fahrlässigkeit im Raum. Grundsätzlich sind die leichte und die große Fahrlässigkeit zu unterscheiden. Bei einer leichten Fahrlässigkeit hat der Tierhalter seine Aufsichtspflicht meist nur leicht verletzt. Dabei ist es eine Ermessensfrage, wie umfangreich eine leichte Fahrlässigkeit sein darf. Die Gerichte entscheiden hier durchaus recht unterschiedlich. Bei einer leichten Fahrlässigkeit wird der Versicherte meist auch nur anteilig zur Kasse gebeten. Wird dagegen eine grobe Fahrlässigkeit oder sogar Vorsatz angenommen, kann eine Schadensregulierung durch den Versicherer ganz und gar entfallen. In dieser Situation ist der Hundehalter gezwungen, den Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen, eine Erstattung des Versicherers wird dann regelmäßig abgelehnt. Grobe Fahrlässigkeit sollte man unbedingt vermeiden, wenn man sich als Hundehalter den Ärger ersparen will, einen erheblichen Teil der anfallenden Kosten aus eigener Tasche zu zahlen. Im Umgang mit dem Hund sollte man also unbedingt die nötige Sorgfalt anwenden und so das Risiko einer Mithaftung reduzieren.

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