Erste DG PARO-Spezialisten für Parodontologie® nach der neuen Aufstiegsweiterbildungsordnung

Veröffentlicht von: Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V.
Veröffentlicht am: 15.03.2016 14:16
Rubrik: Gesundheit & Medizin


(Presseportal openBroadcast) -

Ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) ist die Fort- und Weiterbildung. Zu den von der wissenschaftlichen Fachgesellschaft angebotenen Weiterbildungsangeboten gehört als das weitestgehende der "DG PARO-Spezialist für Parodontologie®". Schon 1992 hat die DG PARO diese dem Fachzahnarzt ebenbürtige Spitzenqualifizierung installiert. Über 250 Absolventen konnten diesen gesetzlich geschützten hochqualifizierten Titel bereits erwerben. 2015 wurde mit der Aufstiegsweiterbildung ein weiterer Ausbildungsweg über den Master zum DG PARO-Spezialisten® eingeführt. Soeben wurden die ersten Absolventen dieser neuen Aufstiegsweiterbildung zum DG PARO-Spezialist für Parodontologie® ernannt.

3 Jahre Vollzeit-Weiterbildung zum Fachzahnarzt und DG PARO-Spezialist®

Der "Fachzahnarzt für Parodontologie" und der "DG PARO-Spezialist für Parodontologie®" können als die am umfangreichsten ausgebildeten Parodontologen bezeichnet werden. Wer den geschützten Titel "DG PARO-Spezialist für Parodontologie®" tragen möchte, der muss eine anspruchsvolle Vollzeit-Weiterbildung absolvieren. Das Curriculum ist mit der Ausbildung zum öffentlich-rechtlich anerkannten "Fachzahnarzt für Parodontologie" praktisch identisch. Die Weiterbildung dauert drei Jahre. Davon müssen zwei Jahre an einer Fachabteilung für Parodontologie einer Universitätszahnklinik oder vergleichbaren Ausbildungsstätte absolviert werden. Die Abschlussprüfung wird vor dem Prüfungsausschuss der DG PARO abgelegt.
2 Jahre berufsbegleitende Ausbildung zum Master of Science
Als hochwertige Fachausbildung im Bereich Parodontologie bietet die DG PARO seit 2007 auch den Master of Science für Parodontologie sowie seit 2009 den Master of Science für Parodontologie und Implantattherapie an. Die Ausbildung läuft berufsbegleitend neben der normalen Praxistätigkeit in 24 Unterrichtseinheiten über einen Zeitraum von 2 Jahren. Damit will die DG PARO unterschiedlichen Zahnarztgruppen, in verschiedenen Phasen ihrer beruflichen Qualifizierung die Möglichkeit geben, den für sie am besten passenden Weg für eine fundierte parodontologische Ausbildung zu finden.

Neue Wege zum DG PARO-Spezialist® - mit mehr Flexibilität

Um mehr Flexibilität beim Absolvieren des Weiterbildungsprogramms zu schaffen und auch um den Kreis der Interessenten für diese hoch qualifizierte Weiterbildung zu erweitern, geht die DG PARO einen neuen praxisorientierten Weg - "ohne Abstriche an den Inhalten der Weiterbildung zu machen", wie Prof. Dr. Dr. h.c. Holger Jentsch, Universitätsklinikum Leipzig und Vorstand der DG PARO sowie Vorsitzender des Prüfungsausschusses, betont. Es ist eine zusätzliche und zeitlich auf 2024 begrenzte Möglichkeit zum Erwerb des DG PARO-Spezialist für Parodontologie®. Mit der Aufstiegsweiterbildungsordnung wurde 2015 dazu die formale Basis gelegt. Eine Reevaluation wird 2024 erfolgen.

Zeitautonom und ohne Unizeit das volle Programm

Ausgewählte Interessenten des Masterstudiengangs sollen durch gezielte Lehrveranstaltungen, individuelles Mentoring, Hospitation und Supervision in die Lage versetzt werden, evidenzbasierte Falldokumentationen entsprechend der Aufstiegsweiterbildungsordnung (WBO) zum DG PARO-Spezialisten für Parodontologie® vorzulegen. Zudem müssen sie die Anforderungen des Spezialisten-Kolloquiums erfüllen. Das Programm umfasst 60 ECTS Credits, was 1.800 Stunden entspricht. Diese 1.800 Stunden können auf mehrere Jahre aufgeteilt werden. Neu ist auch, dass Weiterbildungszeiten in einer ermächtigten Universitätsabteilung für Parodontologie in diesem Programm nicht absolviert werden müssen.

Erste Absolventen

Dr. Ulrich Kern, MSc. und Dr. Yevgeni Viktorov, MSc., Absolventen des ersten Jahrganges des DG PARO-Master of Science in Parodontologie, haben erfolgreich die Prüfung zum DG PARO-Spezialisten für Parodontologie® absolviert. Damit sind sie die ersten Absolventen überhaupt, die diesen hochwertigen Titel nach der neuen Aufstiegsweiterbildungsordnung erhalten haben.

Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung

"Dieser Weg ermöglicht es Zahnärzten, die sich auf Parodontologie spezialisieren wollen, nach dem Masterstudium eine Zusatzausbildung mit deutlich höherer Flexibilität bei der Umsetzung des Programm zu durchlaufen und die Topqualifikation als DG PARO-Spezialist® auch berufsbegleitend zu erlangen", erläutert Prof. Jentsch. Die DG PARO hofft damit auch, den Interessentenkreis um bereits niedergelassene oder in der Klinik beschäftige Zahnärzte zu erweitern und so eine bessere Versorgung der Bevölkerung bei dieser Volkskrankheit zu sichern. "Immerhin ist über die Hälfte der Bevölkerung von Parodontitis betroffen, 10 bis 15 Prozent davon gelten als schwere Fälle, bei denen ein Fachzahnarzt oder DG PARO-Spezialist® hinzugezogen werden sollte", erläutert Prof. Jentsch die Hintergründe.

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Firmenportrait:

Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V. (DG PARO) nimmt wissenschaftliche und fachliche Aufgaben auf dem Gebiet der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, insbesondere der Parodontologie wahr. Für ihre über 4.500 Mitglieder sowie zahnärztliche Organisationen ist sie seit über 90 Jahren beratend und unterstützend in parodontologischen Fragen tätig. Zu den Aufgaben der DG PARO gehört u.a. die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Parodontologie sowie die Auswertung, Verbreitung und Vertretung der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wesentliche Tätigkeitsschwerpunkte neben der Durchführung von wissenschaftlichen Tagungen, sind die Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Parodontologie sowie die Ausrichtung entsprechender Veranstaltungen. Zudem vergibt die Gesellschaft jährlich Wissenschaftspreise wie den Eugen-Fröhlich-Preis. Die DG PARO arbeitet, auch interdisziplinär, intensiv mit wissenschaftlichen Gesellschaften, Arbeitsgemeinschaften und Institutionen des In- und Auslandes zusammen. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

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