Es gibt keine Weizenwampe und Zucker ist kein Killer, sondern ein süßes Lebensmittel

Veröffentlicht von: Zentrum für Kulturkommunikation
Veröffentlicht am: 13.04.2016 10:32
Rubrik: Gesundheit & Medizin


(Presseportal openBroadcast) - Ernährungsexperte Sven-David Müller klärt in seinem neuen Buch "Die Zucker-Lüge" auf

Weltweit sind Bücher, die sich um "Weizenwampen" und den "Killer Zucker" drehen Bestseller und Millionen Menschen lassen sich auf die falsche Fährte bringen, erläutert Medizinjournalist und ernährungsmedizinischer Wissenschaftler Sven-David Müller bei der Vorstel-lung seines neuen Buch "Die Zucker-Lüge". Es gibt keine Weizenwampe und Zucker ist in normalen Mengen schlicht und ergreifend vollständig unbedenklich, macht er ernährungsmedizinische Wissenschaftler klar. Weltweit konnte keine Studie nachweisen, dass Zucker prinzipiell und mengenunabhängig irgendwelche Schäden verursacht. Eine Zuckerzufuhr von 50 bis 60 Gramm täglich ist kein Problem. Der Zuckerkonsum in Deutschland ist in den letzten 20 Jahren gesunken und die Fachgesellschaften empfehlen einen moderaten Umfang. Keine ernstzunehmende Fachgesellschaft oder wissenschaftliche Institution warnt ernsthaft vor Zucker. Die Angstmacher haben aber inzwischen erreicht, dass viele Menschen Angst vor Kohlenhydraten regelrecht Angst haben, kritisiert Müller. Inzwischen sind Kohlenhydrate leider weltweit zum Buhmann geworden und es ranken sich immer mehr Ernährungslügen und unsinnige Mythen um Brot, Zucker und Kartoffeln, so Müller.

Erwachsene konsumieren durchschnittlich im Jahr 18 bis 20 Kilogramm Haushaltszucker (Saccharose). In dieser Menge ist sowohl die Saccharose, die im Haushalt verwendet wird, als auch die Saccharose, die als Zutat in verarbeiteten Lebensmitteln und in Getränken verarbeitet wird, erfasst. Die Menge lässt sich aus der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II) ab-leiten, die vom bundeseigenen Max Rubner-Institut (MRI) durchgeführt und dessen Daten auch im aktuellen Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlicht wurden. Dort sind die Zahlen zur durchschnittlichen Kalorienaufnahme sowie dem Anteil, den Saccharose zur Energieaufnahme beiträgt, aufgeführt: Die tägliche, mittlere Energieaufnahme von Männern liegt bei 2.252 Kilokalorien (kcal), von Frauen bei 1.683 kcal. Davon stammen 9,7 oder 11,6 Prozent aus Saccharose. Daraus ergibt sich eine tägliche Aufnahme von 54,6 Gramm Haushaltszuckerbei Männern und eine Hauszuckeraufnahme von 48,8 Gramm bei Frauen. Die durchschnittliche Zuckeraufnahme ist nachweislich nicht zu hoch. Eine zusätzliche Steigerung der Zuckeraufnahme ist aber unerwünscht, da andernfalls die Grenze von 50 bis 60 Gramm pro Tag überschritten würde, erläutert Sven-David Müller.

Das Buch widmet sich folgendem Themenkomplex: Wie das Lebensmittel-Kartell und Lobbyisten uns einreden, dass Essen krank und dick macht (Stichwort Weizenwampe) und warum der Wandel des Zuckers vom köstlichen Lebensmittel zum gefährlichen Krankmacher (Stichworte Killer Zucker oder der weiße Tod) mit neuen Erkenntnissen aus der Forschung nicht zu erklären ist. Die Auswertung wissenschaftlicher Studien zeigt, dass eine Meidung von Zucker weder Diabetes mellitus noch Karies oder Übergewicht vorbeugt und für die Entstehung dieser Erkrankungen auch nicht verantwortlich gemacht werden kann. Bibliografische Daten des neuen Buches:

Die Zucker-Lüge
Detlef Brendel und Sven-David Müller
ISBN: 978-3-453-28075-5
EUR 16,99 [D] | EUR 17,50 [A] | CHF 22,90 (UVP)
Ludwig Verlag - Random House/Bertelsmann

Keine Angst vor den Angstmachern
Unablässig werden alarmierende Studien über vermeintliche Gefahren von Lebensmitteln verbreitet: Mal macht Weizen dumm, mal ist Zucker tödlich. Doch wer entscheidet darüber, was Gutes und was schlechtes Essen ist? Ein Kartell von Meinungsmachern behauptet, in genau dieser Frage die Wahrheit zu wissen. Ein Kartell, das uns erst verunsichert und sofort scheinbare Lösungen zur Hand hat. Für die Weizenwampe gibt es keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis und Low Carb Diäten sind laut vielen Studien nicht wirksamer bei der Gewichtsreduktion als Low Fat Diäten und trotzdem werden sie geradezu als Religion verehrt und verteidigt, mokiert sich Müller. Gegen diese Profiteure der Angst setzen Brendel und Müller den gesunden Menschenverstand und faktenreiche Hintergrundrecherchen. Die Strategien und Interessen der Angstmacher werden entlarvt und zugleich die Sicherheit der Verbraucher im Umgang mit Essen zurückgewonnen. Aus dem Inhalt des Buches:

1. Was ist eigentlich Zucker?
2. Vorurteile, Legenden und Fehlinformationen - wie sich die Vorwürfe gegen den Killer Zucker ständig im Kreis drehen
2.1. Macht Zucker süchtig?
2.2. Ist Zucker für Killer-Krankheiten von Herzinfarkt bis Krebs verantwortlich?
2.3. Zucker und Karies - ein ganz klarer Zusammenhang?
2.4. Macht Zucker zuckerkrank?
2.5. Süßstoff als Alternative zum Zucker?
2.6. Übergewicht durch Zucker
3. Wahrheiten über Zucker
3.1. Der Stellenwert von Zucker
3.2. Geschichte und Produktion
4. Der Zuckermarkt - ein historischer Kampf um Preise, Quoten und Vorherrschaften
5. Der unterdrückte Verbraucher - Psychoterror durch Ernährungs-Indoktrination

Sven-David Müller (www.svendavidmueller.de), MSc., ist staatlich anerkannter Diätassistent, Diabetesberater der Deutschen Diabetes Gesellschaft und studierte angewandte Ernährungsmedizin. Der Autor zahlreicher Bestseller, darunter die Diabetes-Ampel, der Müller-Diät oder den Bestsellern "Zimt gegen Zucker", "Die 50 besten Kalorienkiller" oder "Wir essen uns schlank" wurde für sein Engagement in der Ernährungsaufklärung 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Detlef Brendel ist studierter Kommunikationsforscher. Er arbeitet heute als Wirtschaftspublizist und leitet eine Presseagentur. Mit seinem Buch Wirtschaft im Würgegriff hat er sich intensiv mit der Frage der Steuerung öffentlicher Meinungen und den Grenzen staatlicher Aufsicht beschäftigt. Interviewmöglichkeiten und
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Firmenportrait:

Das Zentrum für Kulturkommunikation (ZEK) mit Sitz in Nidderau-Windecken widmet sich insbesondere der Berichterstattung im kulturellen Bereich. Sven-David Müller arbeitete unter anderem als Opernkritiker für die Fachzeitschriften Orpheus und Opernglas. Er übernahm die Pressearbeit für die Freiluftaufführung der Richard Wagner Oper Rienzi (Regisseur Wolfgang Gratschmeier von der Volksoper Wien), moderierte Opernkonzerte unter anderem in Lünen und berichtet über Musiktheaterpremieren in Braunschweig (Staatstheater Braunschweig, Staatsorchester Braunschweig) und der Wiener Volksoper.

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