Vor- und Nachteile von Methylphenidat-Präparaten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung

Veröffentlicht von: Motivationscoach Wiedmann
Veröffentlicht am: 26.04.2016 16:32
Rubrik: Gesundheit & Medizin


(Presseportal openBroadcast) - Methylphenidat gehört heute zu den Standardmedikamenten in der Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätssyndroms (ADHS). Im Rahmen des therapeutischen Gesamtkonzepts, das neben den pharmakotherapeutischen Maßnahmen auch Elternberatung, neurokognitives Verhaltenstraining, psychologische Systemberatung im Hinblick auf Gestaltung und Organisation der schulischen und/oder häuslichen Anforderungssituation und gegebenenfalls Psychotherapie enthält, wird das Medikament als effektivster Baustein angesehen.

Ein positiver Effekt von Methylphenidat ist durch mehrere Metaanalysen bei 70 bis 80 Prozent der behandelten Kinder und Jugendlichen belegt. Trotzdem ist es schwierig, im Einzelfall die Wirksamkeit vorherzusagen. Bis heute weiß man nicht, wie die 20 bis 30 % der Patienten, bei denen die Therapie nicht wie gewünscht wirkt, im Voraus bestimmt werden könnten. Aktuelle Studien mit erwachsenen ADHS-Patienten weisen darauf hin, dass Menschen mit einer hohen Dichte an Proteinen, die den Transport des Neurotransmitters Dopamin in die Zellen ermöglichen (Dopamintransporter, DHT), besser auf den Wirkstoff ansprechen. Dieser Befund stützt die Hypothese, dass Methylphenidat zu einer zeitweiligen Inhibition der Dopamin-Wiederaufnahme durch eine funktionelle Hemmung des Transporters führt. Die These wurde durch Tierversuche an Mäusen erhärtet. Versuchstiere, deren DAT-Proteine genetisch ausgeschaltet wurden, reagierten nicht mehr auf methylphenidatähnliche Substanzen.

Mit Methylphenidat-Präparaten, die den Wirkstoff unmittelbar freisetzen, gibt es bereits langjährige klinische und wissenschaftliche Erfahrungen. Der Wirkungseintritt erfolgt üblicherweise 30 bis 45 Minuten nach Einnahme der Tabletten oder Kapseln. Die höchste Plasmakonzentration wird nach zwei Stunden erreicht. Wird das Medikament zum Frühstück eingenommen, hält die Wirkung bei Schülern bis in die späten Vormittagsstunden an. Bei 15 bis 20 Prozent der Betroffenen reicht eine morgendliche Dosis aus. Patienten, die den Wirkstoff rascher metabolisieren oder eine symptomatisch belastete Hausaufgaben- oder Freizeitsituation aufweisen, benötigen eine weitere Dosis. Als Alternative stehen Zubereitungen zur Verfügung, die den Wirkstoff zeitverzögert freisetzen, beispielsweise Ritalin-SR. Allerdings tritt bei reinen Retardpräparaten die Wirkung erst nach zwei Stunden ein, weshalb in den letzen Jahren Arzneimittel geschaffen wurden, die einen unmittelbaren Wirkungseintritt mit einer retardiert freigesetzen Komponente kombinieren (u. a. Concerta). Die Concerta-Kapselen verfügen über eine schnell lösliche Ummantelung, die etwa 22 % des Wirkstoffs enthält. Der Rest ist in einem nicht resorbierbaren Gerüst verpackt, aus dem die Substanz osmotisch kontrolliert freigesetzt wird. Von diesem Verfahren (osmotic-controlled release delivery system) ist die Bezeichnung OROS-Methylphenidat abgeleitet.

Auf den ersten Blick scheinen solche Präparate die ideale Lösung zu sein, da sie eine konstante Serumkonzentration im Tagesverlauf gewährleisten. Allerdings sind auch die höheren Kosten sowie die geringer Flexibilität im Hinblick auf situationsbedingte Wünsche nach Dosisreduzierungen zu berücksichtigen. Bei schnell wirksamen Präparaten kann gegebenenfalls auf die Nachmittagsdosis verzichtet werden. Bei langwirksamen OROS-Medikamenten ist das nicht möglich.

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Der Motivationscoach Jacob Wiedmann zeigt Menschen, wie sie ihre Vorsätze in die Tat umsetzen können und wie sich selbst dazu bewegen können, ihr Leben in die gewünschte Richtung zu lenken. Er bereitet seine Klienten auf ein gesünderes, glücklicheres und erfüllteres Leben vor und zeigt, wie der “innere Schweinehund” überwunden werden kann. Den praktischen Übungen des Motivationstrainings nach Wiedmann liegt das patentierte WiMa-Konzept zugrunde. Dieses Konzept ist in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit Professoren der Universität München entwickelt und in verschiedenen Anwendungsgebieten mit Erfolg eingesetzt worden.

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