KVP in Gang gebracht - Resultat überwältigend

Veröffentlicht von: Ingenics AG
Veröffentlicht am: 28.04.2016 09:40
Rubrik: Finanzen & Versicherungen


(Presseportal openBroadcast) - Ingenics Workshops zur Umsetzung der Kaizen-Initiative bei der Wagner-Gruppe am Standort Altstätten

(Ulm/Altstätten, Schweiz) - Um die Prozesse zu optimieren, die Produktivität zu steigern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit abzusichern, engagierte das Management der Wagner International AG, dem Schweizer Standort der Wagner-Gruppe, die Ingenics AG. Die wichtigsten Ziele waren die Effizienzsteigerung in der Produktion durch Einführung von Lean-Production-Strukturen und die Qualifikation von Mitarbeitern in Kaizen-Workshops. Schon nach kurzer Zeit war eine Produktivitätssteigerung um über 20 Prozent nachweisbar.

Die Unternehmen der internationalen Wagner-Gruppe mit Produktionsstandorten in der Schweiz, in Deutschland, Italien, China und den USA, ist vor allem als Hersteller von Farblackierpistolen und Pumpen bekannt. In Altstätten, Kanton St. Gallen, befindet sich ein großer Teil von Entwicklung und Produktion. Die Hälfte der rund 170 Mitarbeiter ist in Fertigung und Logistik beschäftigt.

Schon in früheren Jahren waren Berater der Ingenics AG (https://www.ingenics.de/) bei Wagner in Altstätten tätig gewesen, beispielsweise im Rahmen eines Cardboard-Engineering-Projekts zur wirtschaftlichen Montage-Arbeitsplatzgestaltung und im Zusammenhang mit Multimomentstudien zur Messung der Arbeitseffizienz. Die aktuellen Projekte auf der Grundlage von Kaizen-Workshops, die (im Sinne der Toyota-Produktionsphilosophie) auf die Etablierung sich ständig verbessernder Prozesse und optimal organisierter Arbeitsumgebungen, z. B. nach der 5S-Methode, bauen, hängen unmittelbar mit dem Eintritt von Roland Bucher als COO zusammen.

Es geht um nachhaltige Prozessveränderungen und um eine Kultur des ständigen Lernens und Verbesserns

"Roland Bucher kennt das Potenzial von Kaizen-Workshops sehr gut und wusste, was das für Wagner bedeuten konnte", sagt der verantwortliche Ingenics Senior Expert Stefan Meitinger. "Ebenso klar war ihm, dass man das nicht nebenher und ausschließlich aus eigener Kraft schaffen kann, sondern Input von außen braucht." Wagner baute also einmal mehr auf Ingenics und schon die ersten Workshops brachten überragende Ergebnisse. "Beim ersten Kaizen-Workshop im Bereich Lackierpistolen haben wir 18,5 Prozent Einsparpotenzial ermittelt, zwei Prozent wurden aus dem Stand, weitere 16,5 Prozent nach Umsetzung der entwickelten Maßnahmen realisiert", sagt Stefan Meitinger. "Den zweiten Workshop haben wir im Fertigungsbereich Farbpumpen an einer Linie durchgeführt, die schon sehr ausgereift war und intern bereits als Top-Linie galt. Trotzdem konnten wir hier sogar 20 Prozent Optimierungspotenzial ermitteln und realisieren."

Für Roland Bucher gehört es zu seinem Selbstverständnis als Chief Operating Officer, die Produktion in allen Werken des internationalen Unternehmens im Auge zu behalten und das Thema "ständige Verbesserung" als Unternehmenskultur nicht nur einzuführen, sondern auch laufend weiter voranzutreiben. Von einem "Leidensdruck" will er nicht sprechen, aber ein "Handlungsdruck" bestehe im internationalen Wettbewerb immer. "Für Wagner ist es ein strategisches Ziel, Potenziale auszuschöpfen, laufend an der Optimierung der Produktivität zu arbeiten, um auch langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben", erklärt Roland Bucher. In Altstätten habe man angefangen, weil es der größte Standort des Unternehmens sei. "Wir wollen die Produktivität in diesem Jahr flächendeckend 15-20 Prozent steigern, in den Teilbereichen Lackierpistolen- und Pumpenfertigung, wo der Bedarf am deutlichsten war, haben wir das ja bereits geschafft." Mehr als um die kurzfristige Kostenersparnis gehe es um nachhaltige Prozessveränderungen und die Kultur des ständigen Lernens und Verbesserns.

Neben dem offensichtlichen Bedarf sei es auch wichtig gewesen, da einzusteigen, wo schnelle Erfolge erzielt werden konnten, um die Mitarbeiter zu motivieren. "Wir wollen die Mitarbeiter mitnehmen, Entscheidungsträger aus allen Abteilungen an einen Tisch bringen, mit der Analyse der Wertströme konfrontieren und weitere Verbesserungspotenziale erarbeiten.", sagt Roland Bucher. Weitere Kaizen zu Themen wie Einkauf, Logistik oder Qualitätssicherung sind geplant.

Verbesserungsmaßnahmen mit "Wow-Effekt"

Um bei maximaler Prozesssicherheit mehr Output pro Zeit realisieren zu können, musste sichergestellt werden, dass auch unter anspruchsvolleren Bedingungen Materialien und Werkzeuge pünktlich in der richtigen Menge und Qualität bereitgestellt werden können. Aus der Sicht des Kaizen-erfahrenen COO hat Stefan Meitinger gut daran getan, die Workshops - nach umfassender Vorbereitung - auf maximal zwei Tage zu begrenzen. Vier oder gar noch mehr Tage lang die Spannung hochzuhalten, sei zum einen extrem schwierig, zum anderen meist überflüssig.

In "Cross-functional-Teams" von rund zehn Teilnehmern wurde eine Potenzialanalyse erstellt; der Einstieg in die Umsetzung erfolgte über beispielhafte 5S-Maßnahmen, die schnell vom Team selbst vorangetrieben wurden, um Arbeitswege zu reduzieren, Montageabläufe zu optimieren und Prozessschritte zu verbessern. Von den über 60 erfassten und priorisierten Maßnahmen wurden viele am zweiten Workshop-Tag direkt umgesetzt. "Stefan Meitinger ist stets sehr motiviert und überzeugt die Teilnehmer sowohl durch seine sehr systematische und strukturierte Vorgehensweise und herausragenden Visualisierungsfähigkeiten als auch durch seine offensichtlich aus der Praxis kommende Herangehensweise. Er beherrscht die Kunst eines Moderators, der ein Team einschwören und auf das Ziel fokussieren kann und dabei stets zulässt, dass eigene Ideen eingebracht und Teilergebnisse im Team präsentiert werden", ist Roland Bucher begeistert. "Er schafft es, dass die ,Ownership' beim Team bleibt, die Präsentation der Zwischen- und Endergebnisse, an der ich vor Ort zusammen mit dem Team teilgenommen habe, war beeindruckend." Ein solches Feedback aus der Mitarbeiterschaft habe es schon lange nicht mehr gegeben. "Allein, dass für unser seit mehreren Jahren etabliertes Kanban-Systeme an einem Tag bis zu 80 Verbesserungsmaßnahmen entwickelt wurden, bewirkte einen ,Wow-Effekt'. Das hätte vorher keiner für möglich gehalten."

Für Roland Bucher gehört es zu den Aufgaben eines Kaizen-Workshops, zu zeigen, wie die erarbeitenden Maßnahmen - z. B. optimierte Wege, Paralleloperationen, sicherere Prozesse, verbesserte Vorrichtungen, strategisches Shopfloor-Management - zum Gesamtergebnis (hier Reduktion der Montagezeiten um bis zu 20 Prozent) beitragen. Trotz einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen seien dafür in der Regel keine größeren Investitionen erforderlich - was die Methode noch attraktiver mache.

Den Horizont von der Produktidee bis zum After-Sales ausweiten

Das Projekt in Altstätten, das auch als Versuchsballon gedacht war, brachte bereits mehr Nutzen als erhofft. Der weiteren Zusammenarbeit mit Ingenics steht insofern nichts im Wege. Zukünftig will man "einfachere" Kaizen durch eigene Mitarbeiter nach dem Train-the-Trainer-Prinzip durchführen und auch erfolgreichen Formate und Methoden so schnell wie möglich auf andere Standorte übertragen. "Außerdem geht es darum, bei der Wertschöpfungsoptimierung den Horizont von der Produktidee bis zum Verkauf und After-Sales auszuweiten, einschließlich der kompletten Administration", erklärt Roland Bucher. Deshalb wird Ingenics natürlich auch in Zukunft gebraucht. Allein um die Produktionsabläufe an weiteren europäischen Standorten zu optimieren, veranschlagt er noch einmal mindestens zwölf Monate. Da dieser Know-how-Transfer von Anfang an geplant war, wurden bereits zu den ersten Workshops einzelne potenzielle Teamleiter aus anderen Standorten eingeladen.

"Wie bei allen Effizienzsteigerungsprojekten war es hier wichtig und erfolgsentscheidend, neben den betroffenen Mitarbeitern das Management einzubeziehen", sagt Roland Bucher. "Alle Teilnehmer lobten die konstruktive und abteilungsübergreifende Kommunikation und Kooperation und bestätigten, dass am Ende wesentlich mehr Potenzial realisiert werden konnte, als zunächst für möglich gehalten worden war. Allein durch die Umsetzung von Maßnahmen am zweiten Kaizen-Tag konnte die Montagezeit um zehn Prozent reduziert werden, mit nachfolgenden Maßnahmen konnten wir die Produktionsstückzahlen um über 20 Prozent erhöhen." Hervorzuheben sei auch die verbesserte Kommunikation zwischen Geschäftsleitung, Management und Mitarbeitern. Nachdem im Sinne des Train-the-Trainer-Konzepts Mitarbeiter als Kaizen-Moderatoren eingesetzt werden können, wolle man mit Ingenics vor allem "noch komplexere End-2-End-Kaizen über die gesamte Wertschöpfungskette" durchführen.

Für Stefan Meitinger war nicht nicht zuletzt die Bemerkung Roland Buchers, er kenne Kaizen seit fast 20 Jahren und habe in dieser Zeit noch nie einen Workshop mit einem dermaßen herausragenden Ergebnis erlebt, eine Genugtuung. "Das hat aber auch damit zu tun, dass Roland Bucher besonders viel Interesse und Respekt zeigt, selbst an den Ergebnispräsentationen teilnimmt, sich intensiv mit den Mitarbeitern auseinandersetzt und keinen Zweifel daran lässt, dass das Management voll und ganz hinter den Projekten steht." Auf die avisierten weiteren Kaizen-Workshops an den verschiedenen Wagner-Produktionsstandorten freut er sich deshalb.

Bildquelle: Ingenics AG, Stefan Meitinger

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Derzeit beschäftigt Ingenics 420 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.100 Projekte erfolgreich durchgeführt. Ingenics begleitet seine Kunden durch das komplette Projekt, von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung der Pläne.

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