Soziale Innovation: Ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Energiemarkt

Veröffentlicht von: Hill+Knowlton Strategies GmbH
Veröffentlicht am: 04.05.2016 17:16
Rubrik: Umwelt & Energie


(Presseportal openBroadcast) - Olaf Heil, CEO EMEA-CIS Social Innovation Business Platform bei Hitachi Ltd., erläutert, wie innovative Energiekonzepte den Wandel in Richtung kohlenstoffarme Welt vorantreiben können

Der Bedarf an sicherer, stabiler und bezahlbarer Energie nimmt weltweit kontinuierlich zu, ein Ende ist nicht in Sicht. So wird die globale Nachfrage gemäß dem aktuellen Whitepaper von Frost & Sullivan und Hitachi bis 2020 jährlich um 2% zulegen und bis 2040 insgesamt einen Anstieg von 55% erzielt haben. Angetrieben wird dieses enorme Wachstum überwiegend von den ärmsten Regionen der Welt, deren Wirtschaftsentwicklung stark von der Verfügbarkeit zuverlässiger und sicherer Energiequellen abhängt. Gleichzeitig wächst jedoch global die Sorge um die negativen Auswirkungen von Energieproduktion und -konsum auf die Umwelt. Zusätzlich bleibt unklar, wie der immer höhere Bedarf überhaupt gedeckt werden kann. All dies stellt die Energiewirtschaft vor signifikante Herausforderungen. Mit anderen Worten: Wie lässt sich diese Nachfrage ohne negative Umwelteinflüsse decken?


Innovationen befeuern die Zukunft
Eine Antwort auf diese Frage liefert die soziale Innovation: Neue Technologien und Geschäftsmodelle sorgen in der Energieindustrie für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit. So können Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen ihren ständig steigenden Energiebedarf befriedigen und dabei gleichzeitig die Umwelteinflüsse minimieren.

Während herkömmliche Brennstoffe auf dem Rückzug sind, eröffnet die Nachfrage nach nachhaltiger und sauberer Energie erhebliche Chancen für die Entwicklung von und Investition in intelligente Technologien für Energieerzeugung, -versorgung, -verbrauch und -management. Dazu zählen beispielsweise Technologien für erneuerbare Energien, für Elektrofahrzeuge oder für die Integration von Daten in Energienetze und Energiemanagementsysteme. All diese Konzepte tragen zu einer umweltfreundlicheren und effizienteren Energie bei und helfen, die Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig den steigenden Bedarf zu decken.


Smart ist das neue Grün
Weil Regierungen, Unternehmen und Privathaushalte verstärkt in saubere Energien investieren, nimmt die Nachfrage nach regenerativen Energietechnologien stetig zu. In Deutschland beispielsweise wird Strom zu 30% aus erneuerbaren Energien erzeugt, und ihr Anteil dürfte sich innerhalb des nächsten Jahrzehnts noch verdoppeln.

Allerdings zeichnet sich derzeit ein Paradigmenwechsel ab: Grüne Produkte und Dienstleistungen werden zunehmend durch "smarte" Produkte und Services ergänzt oder sogar ersetzt - Produkte, die die Erzeugung, Verteilung und den Verbrauch von Energie effizienter gestalten. Smart Grids, also intelligente Stromnetze, integrieren digitale Technologien, um die Energieversorgung besser überwachen und kontrollieren zu können. Diese kommunizieren untereinander und können Echtzeit-Feedback liefern, wodurch sich Verluste im Verteilungsnetz reduzieren lassen und sich unser Energiekonsum effizienter gestalten lässt. Zudem sind Smart Grids anders als traditionelle Stromnetze in der Lage, Strom an den Ort des höchsten Bedarfs zu liefern. Zur Rückmeldung ihres konkreten Bedarfs und Verbrauchs werden Nutzer zunehmend aufgefordert, intelligente Zähler, so genannte "Smart Meter", zu nutzen.

Neben Smart Meters halten derzeit auch smarte Thermostate Einzug in die Privathaushalte. Mit ihnen lässt sich die Temperatur auch per Fernzugriff regeln, sodass die Rückkehr in ein angenehm warmes Zuhause gewährleistet werden kann, ohne dass die Heizung ununterbrochen läuft. Der erhöhte Komfort und die reduzierten Energiekosten werden laut Prognosen dafür sorgen, dass bis 2020 allein in Europa insgesamt über 30 Millionen smarte Thermostate installiert werden.

All dies sind Beispiele für Heimenergiemanagementsysteme, die die Vernetzung smarter Produkte über ein zentral kontrolliertes System ermöglichen. Das System kontrolliert die Energieverteilung vom intelligenten Netz an die Nutzer. Fortschritte bei Speichertechnologien und integrierten Energiemanagementsystemen werden dazu führen, dass mehr vernetzte Haushalte das Smart Grid nutzen.


Elektrofahrzeuge als Luftverbesserer
Der zunehmende Trend hin zu Elektrofahrzeugen (EV) sowie die Möglichkeit, diese in das Heimenergiemanagementsystem zu integrieren, wird den Wandel in Richtung kohlenstoffarme Welt vorantreiben. EV spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Reduzierung von fossilen Brennstoffen und umweltschädlichen Emissionen und werden daher zunehmend traditionelle, kraftstoffbetriebene Fahrzeuge ersetzen. Laut der Studie von Frost & Sullivan und Hitachi sind heute bereits 1,2 Millionen EV im Einsatz, und in den kommenden zehn Jahren ist von einem Anstieg auf 12,5 Millionen auszugehen. In Kombination mit anderen Innovationen im Transportsektor könnten EV damit dazu beitragen, Emissionen um bis zu 10% zu senken. Entscheidend dabei ist jedoch, dass EV ihren Strom aus kohlenstoffarmen Energiequellen beziehen. Denn werden die Batterien mithilfe von fossilen Brennstoffen gespeist, geht der Effekt der Emissionsreduktion verloren.

Die unterschiedlichen Komponenten des Energiemanagementsystems sind über einen zentralen Datenkommunikationsprozess verknüpft, der die Distribution des sauberen Stroms zwischen EV, Ladestation und Heimenergiemanagementsystem kontrolliert. Solche Systeme werden für Energieeinsparungen von bis zu 30% sorgen, weil sie Verluste reduzieren. Gleichzeitig ermöglichen sie die Verteilung der erzeugten Energie über digitale Technologien. Dank der Integration des EV in das Heimenergiemanagementsystem wird Energie effizienter und nachhaltiger genutzt, zugunsten künftiger Generationen.

Nachhaltige, intelligente Lösungen bieten einer Gesellschaft finanziell messbare Vorteile. Eine Verringerung von Emissionen und Luftverschmutzung hat deutliche positive Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit. Derzeit sind jährlich 7 Millionen Todesfälle auf schlechte Luftqualität zurückzuführen. Smarte, grüne Lösungen haben das Potenzial, diese Zahl stark zu minimieren.
Das Thema "nachhaltige Energien" hat durch den Pariser Klimagipfel noch zusätzliches Gewicht erhalten. 190 Länder verabschiedeten dort im vergangenen Jahr eine rechtlich bindende und universelle Vereinbarung zum Klimawandel, um die globale Erwärmung unter 2 Grad C zu halten und dabei gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu fördern. Damit kommt Sozialer Innovation im Energiesektor eine Schlüsselrolle zu. Denn sie ermöglicht die Deckung des wachsenden Energiebedarfs durch neue, intelligente Technologien und gewährleistet gleichzeitig die Produktion sauberer und nachhaltiger Energie.

Welche Herausforderungen auf Energienetze zukommen und welche Rolle Soziale Innovation dabei spielen könnte, wird im neuen Whitepaper "Social Innovation in Energy" von Frost & Sullivan und Hitachi untersucht. Das Whitepaper ist als Download verfügbar unter: http://www.hitachi.eu/en/sib/whitepapers/downloads/whitepaper_003.pdf

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Über Hitachi, Ltd.
Hitachi, Ltd. (TSE: 6501) mit Hauptsitz in Tokio, Japan, beantwortet gesellschaftliche Herausforderungen mit innovativen Technologien. Die Basis dafür bilden unser hochqualifiziertes Team und die nachgewiesene Erfahrung auf globalen Märkten. Hitachi konzentriert sich mehr denn je auf das Geschäftsfeld Social Innovation. Dazu zählen die Bereiche Energie- und Infrastruktursysteme, Informations- und Telekommunikationssysteme, Baumaschinen, hochfunktionale Materialien und Komponenten, Automotive-Systeme, Gesundheitswesen und andere. Weitere Informationen über Hitachi finden Sie unter http://www.hitachi.com.

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