Caritas sieht im grün-schwarzen Koalitionsvertrag positive Akzente

Veröffentlicht von: Caritas in Baden-Württemberg
Veröffentlicht am: 12.05.2016 14:56
Rubrik: Recht & Politik


(Presseportal openBroadcast) - Caritas gratuliert Winfried Kretschmann zur Wiederwahl

Stuttgart / Freiburg 12. Mai - Die Caritas in Baden-Württemberg hat Winfried Kretschmann zur Wiederwahl als Ministerpräsident von Baden-Württemberg gratuliert. "Mit Mut und Gestaltungswillen haben Sie bewiesen, dass Sie die Verantwortung für unser Land annehmen. Für die kommenden fünf Jahre wünschen wir Ihnen für die große Herausforderung, eine effektive und nachhaltige Politik für die Menschen im Südwesten zu gestalten, weiterhin eine glückliche, konstruktive Hand", heißt es in einem gemeinsamen Glückwunschschreiben der beiden Caritasverbände der Diözese Rottenburg-Stuttgart und für die Erzdiözese Freiburg.

Um Baden-Württemberg für die Zukunft auszurichten, sei eine Politik, die schwache und benachteiligte Menschen einbezieht, weiterhin eine komplexe, herausfordernde Aufgabe. Gerne stehe die Caritas auch in dieser Legislaturperiode als verlässlicher Ansprechpartner bereit, um die neue Landesregierung beim Gestalten eines gerechten, sozialen und menschlichen Baden-Württembergs zu unterstützen. Dies erklärten die beiden Caritasdirektoren Pfarrer Oliver Merkelbach (Rottenburg-Stuttgart) und Monsignore Bernhard Appel (Freiburg) in ihrem Glückwunschschreiben an den Ministerpräsidenten.

Im grün-schwarzen Koalitionsvertrag sehen die beiden kirchlichen Wohlfahrtsverbände deutliche positive Akzente. In der Bildungspolitik lässt sich die Fortschreibung zu mehr Bildungsgerechtigkeit erkennen. Gerade in der frühkindlichen Bildung stimme das Vorhaben der neuen Landesregierung mit Positionen der Caritas in Baden-Württemberg überein. "Eine umfassende frühkindliche und auch sprachliche Bildung sehen wir als Basis, damit alle Kinder in dieser komplexer werdenden Welt ihren Weg gehen können. Gerade eine gute frühe Bildung stellt die Weichen für den späteren Erfolg in der Schule, in der Ausbildung und im Beruf", so Pfarrer Oliver Merkelbach. Wenn darüber hinaus Kindertagesstätten zu Kinder- und Familienzentren weiterentwickelt werden, um Kinder zu fördern und Elternkompetenz zu stärken, hält die Caritas dies für einen zukunftsweisenden Ansatz.

Auch das erklärte Ziel, geflüchteten Kindern und Jugendlichen einen schellen Zugang zu Bildung und Betreuung zu schaffen und die Mädchen und Jungs bereits nach vier Wochen in die Schule aufzunehmen, sieht die Caritas als wichtigen Schritt zur Integration.

Insgesamt positiv wertet die Caritas, dass die Koalition unter der Überschrift "Familie stärken" ein kindgerechtes Lebensumfeld schaffen will, in dem sich Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer sozialen Herkunft bestmöglich entwickeln können. Allerdings vermisst die Caritas an dieser Stelle im Koalitionsvertrag den expliziten Blick auf Kinder, die von Armut bedroht sind. Die Prävention und Bekämpfung von Kinderarmut benennt die neue Landesregierung im Vertrag zwar vorrangig im Zusammenhang mit der Armuts- und Reichtumsberichterstattung. Für die Caritas sind jedoch die Themen Kinderarmut wie Armutsbericht Querschnittsthemen. "Nur wenn die besondere Lage von armen und armutsgefährdeten Familien ressortübergreifend behandelt wird, werden Familien dauerhaft ihren guten Platz in unserer Gesellschaft haben", so Monsignore Bernhard Appel. Deshalb hält die Caritas es für eine wichtige Aufgabe der neuen Landesregierung, den Armuts- und Reichtumsbericht fortzuschreiben. Als Akteur der freien Wohlfahrtspflege stellt sie sich gerne zur Verfügung, um die Ergebnisse des ersten Armuts- und Reichtumsberichts weiter zu diskutieren und geeignete Wege zu finden, um die Armut im Land zu bekämpfen.

Pressekontakt:

Caritas in Baden-Württemberg
Eva-Maria Bolay
Strombergstr. 11 70188 Stuttgart
0711/2633-1288
bolay@caritas-dicvrs.de
http://www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

Firmenportrait:

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in Baden-Württemberg rund 3.800 Einrichtungen mit mehr als 175.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 65.000 Mitarbeiter/innen tätig sind.

Bitte beachten Sie, dass für den Inhalt der hier veröffentlichten Meldung nicht openBroadcast verantwortlich ist, sondern der Verfasser der jeweiligen Meldung selbst. AGB | Haftungsausschluss.