Einsame Gipfelstürmer - Coaching als Werkzeug der Selbstreflexion bei Führungskräften

Veröffentlicht von: Michael Czerwinski, M.A. - Business Coaching
Veröffentlicht am: 23.05.2016 14:16
Rubrik: Weiterbildung & Schulungen


(Presseportal openBroadcast) - 6 Dinge, die Sie bei der Auswahl Ihres Coachs beachten sollten

Ein Ursprung des Coachings, der berufsbezogenen Prozessberatung, wie wir sie heute kennen, ist die Erkenntnis auf den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, dass Top-Manager häufig keine Möglichkeit haben, sich über aktuelle Fragen der Unternehmensführung mit einer Person ihres Vertrauens auszusprechen, wie dies z.B. auf Mitarbeiterebene in der Regel der Fall ist. Management Coaching oder Führungskräftecoaching in diesem Sinne dient in erster Linie dazu, mit einer unabhängigen, interessierten Person einen vertrauensvollen Blick auf die eigene Führungsrolle zu nehmen. War Management Coaching früher den Spitzenkräften vorbehalten, diffundiert dieser Beratungsansatz mittlerweile in der Unternehmenshierarchie nach unten - auch mittlere Führungskräfte haben häufig nicht die Möglichkeit, sich im notwendigen Maß über ihre Arbeit mit ihnen wohl gesonnenen Kollegen auszutauschen. Insbesondere, wenn die betroffene Führungskraft neu in ihrer Rolle ist (entweder neu als Führungskraft oder neu im Unternehmen), bestehen häufig Befürchtungen, dass eine allzu offene Kommunikation eigene Schwächen aufdecken und die eigene Karriere im Unternehmen beschränkt. Das Resultat kann neben ungenutztem Potential der Führungskraft eine psychische Belastung sein, die seine Leistungsfähigkeit und die Qualität der Mitarbeiterführung einschränkt.
Viele, vor allem größere Unternehmen bieten regelhaft ihren Mitarbeitern Führungskräftecoaching an, wenn diese in eine Führungsposition gelangen oder sich innerhalb dieser verändern. Vor allem in kleinen und mittleren Betrieben ist der Vorteil einer entsprechenden Beratung für Unternehmen, Mitarbeiter und die Führungskraft selbst häufig noch nicht erkannt. Manager im Mittelstand machen sich daher vermehrt auf die Suche nach einem Coach, den sie beauftragen.
Leider tun sich viele Führungskräfte ohne die entsprechenden Marktkenntnisse schwer, einzuschätzen, welcher Coaching-Anbieter für sie geeignet ist. Aus der Interaktion mit meinen Kunden und den von ihnen berichteten Erfahrungen habe ich hier die fünf aus meiner Sicht wichtigsten Punkte zusammen gestellt, auf die Sie - meiner Meinung nach - bei der Auswahl eines Coachs achten sollten, wenn Sie Ihre Führungsrolle reflektieren möchten. Mehr Informationen zu meiner Arbeit und meinem Beratungsansatz finden Sie unter http://www.coach-wi.de .

Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl
Um mit einem Coach erfolgreich zusammen zu arbeiten, benötigen Sie eine gute Arbeitsbeziehung - der Fachausdruck ist Rapport. Wenn wir einen Menschen kennen lernen, haben wir in der Regel ein "Bauchgefühl" zu diesem Menschen - entweder wir haben den Eindruck, dass uns ein sympathischer Mensch gegenüber sitzt, mit dem wir gern mehr Zeit verbringen würden, oder wir spüren einen Fluchtimpuls oder Antipathie. Im Geschäftsleben ist es häufig notwendig, auch mit Partnern zu arbeiten, denen wir nicht spontan Sympathie entgegen bringen. Im Coaching wäre dies der völlig falsche Ansatz - verspüren Sie bei dem Menschen, der Ihnen im Erstgespräch gegenüber sitzt, nicht das Gefühl, mit ihm gemeinsam an Ihren Fragestellungen arbeiten zu wollen und sind nicht zuversichtlich, zu sinnvollen Lösungen zu kommen, sollten Sie die Zusammenarbeit vermutlich nicht aufnehmen. Es geht nicht darum, dass der Coach seine Arbeit nicht gut machen würde - das können Sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht beurteilen. Aber es hat, völlig ohne persönliche Wertung, ohne eine entsprechende persönliche Passung in diesem Rahmen einfach keinen Sinn, zusammen zu arbeiten. Coachees, die anfänglich ihr (schlechtes) Bauchgefühl ignoriert haben, geben die Zusammenarbeit irgendwann genervt auf, da sie nicht zu für sie sinnvollen Resultaten führt.

Kennenlernen ohne Eintrittsgeld
Weil professionelle Coaches wissen, wie wichtig diese persönliche Arbeitsbeziehung ist, werden die meisten Ihnen ein kostenfreies kurzes Kennenlerngespräch anbieten oder dieses Gespräch mit späteren Sitzungen verrechnen. Ein Coach, der nicht unter finanziellem Druck steht, hat wie Sie das Ziel, nur solche Aufträge anzunehmen, die auf Basis eines guten Rapports zu guten Ergebnissen führen. Daher wird ein professioneller Coach Ihnen zurück melden, wenn auf seiner Seite im Vorgespräch der Eindruck entstanden ist, dass es keine gute Basis für die Zusammenarbeit gibt.

Formale Qualifikation und Fortbildung
Die fachliche Qualifikation eines Coachs ist für den Laien schwer abzuschätzen. Hinweise geben Zertifizierungen, sofern diese von anerkannten Stellen ausgesprochen wurden (z.B. große Coaching-Verbände oder öffentliche Hochschulen) sowie regelmäßige Fortbildungen und Supervision/Intervision (anonymisierte Fallbesprechung mit fachkundigen Dritten).

Arbeitsumgebung
Schon im Vorgespräch können Sie in der Regel abschätzen, ob der Coach in der Lage ist, eine störungsfreie und angenehme Arbeitsumgebung zur Verfügung zu stellen. Räume im eigenen Unternehmen der Führungskraft sind, vor allem bei kleineren und mittleren Betrieben, in der Regel weniger geeignet. Häufig gelingt hier weniger der Blick von außer auf die eigene Arbeit, und die Vertraulichkeit ist nicht immer vollständig zu gewährleisten.

Finanzielle Unabhängigkeit
Viele Coaches beraten im Nebenberuf oder neben einer zweiten Haupttätigkeit her, wenn es sich nicht gerade um Stars der Szene handelt, die sich vor Anfragen kaum retten können. Der Hintergrund davon ist nicht, dass es sich um schlechte Coaches handeln würde, die nicht in Vollzeit tätig sein könnten. Vielmehr entscheiden sich viele Kollegen bewusst zu diesem Ansatz, um Coaching-Mandate gezielt auswählen zu können und nicht in finanzielle Abhängigkeit und damit in die Versuchung zu geraten, Aufträge zu bearbeiten, für die sich Coaching nicht eignet oder denen keine tragfähige Arbeitsbeziehung zugrunde liegt. Aus Ihrer Sicht als Coachee ist die Frage legitim, wie sehr Ihr Coach auf Ihren Auftrag angewiesen ist.

Verzicht auf Expertentun
Wichtig ist es schließlich, verstanden zu haben, dass es sich bei Coaching nicht um eine Experten-, sondern Prozessberatung handelt. Das bedeutet, dass es z.B. nicht ausschlaggebend ist, ob der Coach Führungserfahrung hat oder sich in Ihrer Industrie oder Ihrem Gewerbe auskennt. Konkret: Wenn Sie Fragestellungen zur Mitarbeiterführung bearbeiten, ist der Coach kein Experte, der Ihnen sagt, wie Sie Ihre Mitarbeiter zu führen haben. Vielmehr begleitet er Sie durch einen strukturierten Prozess, der Ihnen ermöglicht, Ihr eigenes Führungsverhalten in Frage zu stellen und zu optimieren. Wohlgemerkt: Wie viel Expertentum dem Coaching gut tut, ist fachlich eine umstrittene Frage. Aus meiner Sicht ist es (vor allem für die konstruktive Arbeitsbeziehung) entscheidend, dass Sie als Coachee eine Zuversicht darein entwickeln, mit dem Coach, der Ihnen gegenüber sitzt, Ihre Fragestellungen erfolgreich zu bearbeiten. Kenntnisse in Ihrer Fachdomäne können hier hilfreich sein, um eine gemeinsame Sprache zu finden. Zu große Ähnlichkeit oder vermeintlich tiefe fachliche Kenntnisse Ihrer betrieblichen Zusammenhänge können beim Coach den Blick dafür verstellen, was für Sie hilfreich wäre.

Mehr Informationen zu mir, meiner Arbeit und meinem Beratungsansatz finden Sie unter a href="http://www.coach-wi.de">http://www.coach-wi.de</a>.

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