Peter Krawagna - Thomas Reifferscheid - im Dialog

Veröffentlicht von: Galerie Rieder GmbH
Veröffentlicht am: 25.05.2016 18:13
Rubrik: Gesellschaft & Kultur


Thomas Reifferscheid, Elementare, 2015, roter Marmor aus Monte Verzegnis, 23x47x47 cm
(Presseportal openBroadcast) - Die Münchner Galerie Rieder präsentiert eine spannende Gegenüberstellung von Malerei und Bildhauerei.
Seit den 1960er Jahren beschäftigt sich Peter Krawagna mit beweglichen Motiven. Die als Serie entstandenen Arbeiten „Lastwagen“ und „Autobus“ bilden den Ausgangspunkt für weitere, bis in die Gegenwart reichende Bilderzyklen. Die flüchtige Wahrnehmung vorbeiziehender Fahrzeuge, die sich in Licht und Schatten abzeichnen, finden eine verdichtete, malerische Umsetzung, die sich eng am Motiv bewegt, gleichwohl nach Abstraktion strebt.

Krawagna transferiert das „begriffslose Sehen“ in seine Malerei. Nicht ein Gegenstand wird wiedergegeben, sondern ein vom Künstler am Objekt beobachtetes, visuelles Phänomen. Die aus der sichtbaren Welt abgeleiteten Sujets werden in den von Krawagna wiedergegebenen Farb- und Formkonstellationen singulär wahrgenommen - sie sind ungesehen und begriffslos.
In Krawagnas Bildern finden versiertes Auge und trainierte Hand zueinander und offenbaren einen schnellen, dynamisch-kraftvoll geführten, den gesamten Körper einbeziehenden Strich.
Zunehmend werden diverse, parallel geschaffene Themenkomplexe (bewegliche Objekte sowie Landschafts- und Naturmotive) kombiniert, visuelle Konstellationen, Form und Umfeld, Licht und Schatten, Stofflichkeit und Transparenz, Fläche und Glanz innerhalb dieser Bereiche ausgetauscht.
Peter Krawagna nähert sich stets von neuem dem „Ungesehenen“ und setzt beim Betrachter ungewohnte Assoziationen frei.

Thomas Reifferscheid beginnt mit der Suche nach erlesenen und seltenen Steinen wie Gabbro, Gneis, Sodalith, Basalt, Marmor, Sandstein und Kalkstein.
Nach ihrer aufwändigen Bergung schneidet er die massiven Gesteinsbrocken in der gewünschten Größe zu, bildet durch gezieltes Wegschlagen des harten Materials allmählich die Form heraus.

Reifferscheids Werk lässt sich formal in Stele und Kubus gliedern. Die in die Vertikale strebenden Stelen sind entweder als fragile, schlanke Stäbe konzipiert oder als massive, kraftvolle und wohlproportionierte Pfeiler mit teils gezackt oder spitz zulaufenden Kanten. Durch leichte dynamische Drehungen mutieren ovale Formen zu eckigen und stehen sinnbildhaft für das Gegensätzliche von Mann und Frau.

Im Kubus variiert Thomas Reifferscheid die Würfelform, basierend auf ausgewogenen Proportionen, Anmut und Erhabenheit. Durch Diamantschliff und manuelles Polieren erhält der Kubus konkave und konvexe Krümmungen. Je nach Struktur, Konsistenz und Farbigkeit wird der Stein teilweise in seinem Rohzustand belassen, sodass glatte, glänzende mit matten, aufgerauten Flächen kontrastieren. Diametral zu seinem Gewicht, seiner Masse und hermetischen Geschlossenheit wird der Kubus scheinbar leicht und in seiner Sinnlichkeit haptisch erfahrbar.

3. Juni bis 30. Juli 2016
Eröffnung: 2. Juni von 17.00 bis 20.00 Uhr
Die Künstler sind anwesend.

www.galerierieder.de

Pressekontakt:

Stephanie Schnuerer, Galerie Rieder, Maximilianstr. 22, 80539 München,
info@galerierieder.de

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