Tierschützer demonstrieren vor dem Zoo Duisburg und fordern von der EU Meerwasser für Delfinarien?

Veröffentlicht von: Wal- und Delfinschutz-Forum gUG (WDSF)
Veröffentlicht am: 31.05.2016 09:24
Rubrik: Gesellschaft & Kultur


(Presseportal openBroadcast) -

(Mynewsdesk) Im Rahmen einer Europatour mit Demonstrationen (https://www.facebook.com/groups/1455106121449574/permalink/1481931182100401/) vor 19 Delfinarien gegen die Gefangenschaftshaltung von Delfinen in Zoos und Vergnügungsparks protestieren die Tierschutzorganisationen ProWal (http://www.walschutzaktionen.de/) und das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum ( WDSF (http://www.wdsf.eu/)) am Mittwoch ab 11:00 Uhr vor dem Duisburger Zoo. Der Zoo-Förderverein plant eine Art Gegendemonstration (http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/zoo-foerderverein-stellt-sich-tierrechtsaktivisten-entgegen-id11854493.html).

Zum Abschluss der Demonstrationstour soll am Samstag, dem 4. Juni, eine Kundgebung der Tierschützer vor dem Europäischen Parlament in Brüssel stattfinden. Die beiden Geschäftsführer der Organisationen, Andreas Morlok (ProWal) und Jürgen Ortmüller (WDSF) haben in Brüssel einen Gesprächstermin mit dem unabhängigen Europa-Abgeordneten Stefan Bernhard Eck (https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Bernhard_Eck). Eck ist Vollmitglied im EU-Umweltausschuss und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und als Vizepräsident der Intergroup on the Welfare and Conservation of Animals (http://www.animalwelfareintergroup.eu/)bekennender Tierschützer.

Gemeinsam soll eine Rechtsnorm formuliert werden, die den Betrieb von Delfinarien in Europa schwieriger oder gar unmöglich machen soll. Grundlage dabei ist ein im letzten Jahr in der Ukraine verabschiedetes "Gesetz  zum Schutz von Tieren vor Tierquälerei" ( Artikel 25 (http://zakon3.rada.gov.ua/laws/show/3447-15)), demnach sämtliche Delfinarien mit natürlichem Meerwasser ausgestattet sein müssen. Als Grundlage der Auflagen für Delfinarien wurden wissenschaftliche Berichte angeführt, dass der Versatz des Beckenwassers mit den toxischen Stoffen Chlor und Ozon Reizungen von Haut und Augen der Delfine herbeiführe.

Solch eine EU-Norm würde es Delfinarien, die sich nicht direkt an Meeresküsten mit entsprechendem Meerwasser-Zugang befinden, fast unmöglich machen, ihren Betrieb weiter aufrecht zu erhalten, meinen die Tierschutzorganisationen. Der Transport von Meerwasser gestalte sich äußerst schwierig und wäre immens aufwendig und teuer.

Derzeit befinden sich mit dem Duisburger Zoo (http://www.wdsf.eu/index.php/delfinarien/delfinarium-duisburg)und dem Tiergarten Nürnberg (http://www.wdsf.eu/index.php/delfinarien/delfinarium-nuernberg) weitere 28 Delfinarien in der Europäischen Union in denen mehr als 300 Meeressäuger gehalten werden. Überwiegend handelt es sich dabei um Große Tümmler, aber auch um Schwertwale und Belugawale. In den beiden deutschen Delfinarien wird ebenfalls Ozon (http://www.delfinarium-zoo-duisburg.de/delfinarium_technik.html#bild-2) zur Desinfektion des Beckenwassers verwendet. Im Nürnberger Tiergarten-Delfinarium I, das mit der Delfinlagune über zwei Schleusen verbunden ist, wird auch Chlor (http://www.presseportal.de/pm/111206/2684330)eingesetzt.


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