15 Jahre Hufschmied - Hufbeschlagsschmied - ein traditioneller Beruf

Veröffentlicht von: Hufschmied Thomas Graw
Veröffentlicht am: 16.06.2016 15:48
Rubrik: Handel & Wirtschaft


(Presseportal openBroadcast) - Seit mehreren Hundert Jahren werden Pferde mit Hufeisen beschlagen. Ohne Huf, kein Pferd! Doch so, wie in vielen anderen Bereichen ändern sich auch die Materialien und Techniken eines Hufschmiedes. Auch die Qualität der Hufbeschläge hat sich vielseit

Der Beruf als Hufbeschlagsschmied
Auch wenn es im ersten Augenblick scheint, als würde der Beruf als Hufschmied keine Zukunft haben, stimmt dies nicht. Pferde sind deutlich günstiger als früher und damit auch deutlich beliebter bei den Bürgern. Mit den Folgekosten wie zum Beispiel dem Hufbeschlag oder anderen ärztlichen Versorgungen wird aber nicht gerechnet. Auch wenn es immer mehr Pferde in Deutschland gibt, sinkt die Zahl der Hufschmiede. Das liegt unter anderem an der Ausbildung zum Hufbeschlagsschmied.

Die Ausbildung als Hufbeschlagsschmied
Die Ausbildung als Hufschmied erfolgt durch eine Weiterbildung. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Darauf folgen zwei Jahre Begleitung eines erfahrenen Hufbeschlagschmieds und eine Fachschulphase. Je nach Unterrichtsgestaltung kann die Dauer dieser Phase variieren. Um die erlernten Fähigkeiten zu überprüfen, steht zum Schluss eine Abschlussprüfung an. Nach erfolgreichem Abschluss erhält man die Auszeichnung als staatlich geprüfter Hufbeschlagsschmied.
Selten arbeiten Hufschmiede in Angestelltenverhältnissen. Dafür kommen Kooperationen mit unterschiedlichen Schmieden umso häufiger vor. Die Kooperationen machen sich zum Beispiel in Form von Weiterempfehlungen bemerkbar. Oft spezialisieren sich die Hufschmiede auf einen bestimmten Behandlungsbereich.

Die Veränderung der Materialien
Mit dem steigenden Wissen über die Anatomie des Pferdes und dem Krankheitsverlauf konnten in den letzten Jahren die Hufeisen weiterentwickelt werden. Neben dem klassischen Hufeisen aus Eisen werden jetzt auch Kunststoffe und Aluminium als Beschlag verwendet. Besonders im Bereich der Orthopädie hat sich viel verändert und angepasst. Für jedes Pferd können die passenden Hufeisen geschmiedet werden, damit dem Pferd gesundheitliche Erschwernisse erspart werden. Galopper zum Beispiel erhalten ganz leichte Renneisen, damit sie ihre Geschwindigkeit so hoch wie möglich halten können und die Hufeisen kein Hindernis darstellen.
Neben den unterschiedlichen Materialien sind auch die verschiedenen Marken der Hufeisen mal stärker und mal schwächer präsent gewesen. Diese spezialisieren sich oft auf die unterschiedlichen Bereiche und Materialien der Hufeisen.

Ein Interview mit dem Hufschmied Thomas Graw
Thomas Graw ist ein erfolgreicher Hufschmied in der Lüneburger Heide mit Ursprung aus Südafrika. Er ist seit 15 Jahren Hufschmied in Deutschland und hat eindeutig sein Hobby zum Beruf gemacht. In den letzten Jahren hat er viele verschiedene Erfahrungen sammeln können.
ONMA: Was sind die Herausforderungen in Ihrem Beruf?
Thomas Graw: Wir haben extrem filigrane Arbeit. Es wird in Deutschland ziemlich unterschätzt, was wir da machen. Wir haben eine extrem hohe Verantwortung, denn: kein Huf, kein Pferd. Wie das Pferd läuft und wie es sich bewegt, ist abhängig von der Qualität des Hufbeschlags.
ONMA: Was macht Ihnen am Beruf Spaß?
Thomas Graw: Ich mache meine Arbeit sehr gerne. Sobald man ein Hobby zur Arbeit macht, möchte man damit auch nicht mehr aufhören. Ein Pferd ist ein komplexes Wesen. Man hat die Möglichkeit sich zu spezialisieren. Zum Beispiel auf Sportpferde, unterschiedliche Gangarten. Man kann auch in Kliniken arbeiten. Das ist die Liebe zum Tier, die Liebe zur Natur, die Liebe zur Freiheit.
ONMA: Worauf haben Sie sich spezialisiert?
Thomas Graw: Ich habe eine Grundausstattung von sieben verschiedenen Harteisen. Sie müssen sich das so vorstellen: Eine Ballerina könnte mit einem Bergsteigerstiefel nicht tanzen. Ebenso ist es auch mit den Sportpferden. Galopper erhalten ganz leichte Sporteisen. Wiederum andere Hufeisen werden für orthopädische Zwecke benötigt. Im Gegensatz zu vielen meiner Kollegen, die nur ein Eisen für alles verwenden, habe ich eine gut gefächerte Auswahl an Eisen. Es kommt dazu, dass ich mit meinem Schmied mobil bin und die Eisen perfekt an die Hufe anpassen kann.
ONMA: Gibt es Unterschiede zwischen den Hufschmieden?
Thomas Graw: Natürlich gibt es Unterschiede. Bei der Vielfalt der Grundausstattung beginnt der Qualitätsunterschied. Leider können Pferde nichts sagen und die Besitzer haben kein Fachwissen. Die meisten werden erst auf den schlechten Hufbeschlag aufmerksam, wenn es dem Pferd gesundheitlich schlecht geht. Dann komme ich und versuche zu retten, was zu retten ist. Kosten sparen hilft hier nichts. Viele Pferdebesitzer gehen lieber zu dem günstigeren Hufschmied und nehmen dementsprechend unfreiwillig körperliche Einbuße des Pferdes in Kauf. Letztendlich sitzen sie auf deutlich höheren Kosten, als wenn sie ihr Pferd von Anfang an bei einem qualitativen Hufschmied beschlagen lassen hätten. Es gibt Hufschmiede und Eisenaufnagler. So entwickelt sich der Beruf. Ich bin aber definitiv ein Hufschmied.
ONMA: Wie entwickelt sich der Beruf als Hufschmied?
Thomas Graw: Hufschmiede sind gefragter als je zuvor. Es kommt drauf an, in welchem Land man ist. Das muss man dazu sagen. In Deutschland macht es einem die Regierung sehr schwer, Hufschmied zu werden. Tendenziell sind Hufschmiede aber sehr gefragt. Besonders die Hufschmiede mit hoher Qualität. Es gibt viele, viele Pferde in Deutschland. Oft sind sich die Halter nicht bewusst, welche großen Kosten ein Pferd mit sich bringen kann. Ein Pferd braucht einen ordentlichen Hufbeschlag, aber das wird den meisten Pferdehaltern erst bewusst, wenn es zu spät ist. Vermeidliches Geld sparen ist das. Letztendlich sitzen sie dann auf höheren Kosten, als wenn sie direkt zu einem teuren, qualitativen Hufschmied gegangen wären.
ONMA: Vielen Dank für Ihre Zeit.

Kontakt
Hufschmied Thomas Graw
Holtmannshof 1A
29643 Neuenkirchen

Tel: 0160 946 947 55
info@hufschmied-thomas-graw.de
www.hufschmied-thomas-graw.de

Pressekontakt:

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Firmenportrait:

Traditionelle Aufgaben des Hufschmieds sind der Beschlag mit Hufeisen, sowie das Kürzen und Korrigieren bei Barhufgängern. Hierzu gehört auch die Vorbereitung des Hufes für den Beschlag durch Ausschneiden und Raspeln des Horns. Der Hufschmied wird bei Stellungsfehlern, Hufkrankheiten wie Hufrehe oder Hohle Wand usw. auch therapeutisch tätig, indem er durch das Anbringen spezieller Beschläge die Heilung unterstützt. Neben dem Beschlag bieten viele Hufschmiede in der heutigen Zeit auch die Anpassung von Hufschuhen an, welche entweder auf Dauer an den Huf geklebt werden oder wie ein Schuh für jeden Ausritt dem Reittier angezogen werden. Die Zahnpflege, welche traditionell auch zum festen Aufgabenbereich des Hufschmiedes gehörte, wird mittlerweile hauptsächlich von Tierärzten durchgeführt. Zu dem Arbeitsgebiet des Hufschmieds gehört auch der Beschlag von Eseln und Maultieren.
Als professioneller Hufschmied beherrsche ich alle Techniken des traditionellen und modernen Hufbeschlags. Gerne können Sie mich auch direkt kontaktieren.

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