Ein häufiger Sehfehler, das Schielen

Veröffentlicht von: Mücke Mediendesign - André Mücke
Veröffentlicht am: 04.07.2016 11:04
Rubrik: Gesundheit & Medizin


(Presseportal openBroadcast) - Das Schielen medizinisch auch als Strabismus bezeichnet, handelt es sich um mehr als nur einen Schönheitsfehler. Das Schielen kann eine Sehbehinderung mit sich bringen, ohne eine frühzeitige Behandlung kann es nur schwer korrigiert werden und erhebliche Sehschäden können die Folge sein (Informationen dazu auf www.augenaerzte-in-muenster.de). Unbehandelt kann es im schlimmsten Fall sogar zu einer enormen Sehschwäche des Betroffenen führen. Bis zu vier Prozent der deutschen Bevölkerung sollen laut Fachleute betroffen sein. Wissenschaftlich ist das angeborene frühkindliche Schielen noch nicht vollständig aufgeklärt. Es steht jedoch fest, das die Fehlstellung der Augen bei den meisten Patienten genetisch bedingt sind. Die Wahrscheinlichkeit an Strabismus zu leiden, ist höher bei Kindern dessen Elternteile auch an diesem Sehfehler erkrankt sind. Natürlich können aber auch andere Ursachen, die Gründe für Strabismus zur Folge haben. Das Schielen kann sekundär durch eine Erkrankung des Auges oder aber auch durch einen Tumor verursacht werden.

Das typischste Merkmal für das Schielen ist eine permanente oder wiederkehrende Fehlstellung der Augen. Die Augachsen weichen voneinander ab und blicken zum Beispiel nicht parallel in die Ferne. Das schielende Auge weicht entweder nach innen oder außen ab.

Das Sehen funktioniert, indem die vom Auge aufgenommenen Bilder an das Gehirn weitergeleitet werden, im Gehirn werden diese Bilder dann zu einem dreidimensionalen Bild zusammengeführt. Beim Schielen ist das Problem, das die Augen in unterschiedliche Richtungen blicken und somit auch verschiedene Bilder aufnehmen, das Gehirn ist hierbei nicht in der Lage die Bilder richtig zu verarbeiten. Das räumliche Sehen ist für einen Schielenden nicht möglich. Erwachsene die schielen nehmen beide Bilder wahr, so entstehen im Gehirn Doppelbilder. Bei Kindern versucht das plastische Gehirn automatisch, das Doppelbild zu verhindern. Das Bild des schielenden Auges wird bei Kindern unterdrückt. Die Folge ist, dass das betroffene Auge nicht genutzt wird und somit immer schwächer wird. 90 Prozent aller schielender Kinder entwickeln, eine mehr oder weniger starke einseitige Sehschwäche und das, obwohl das betroffene Auge abgesehen vom Schielen gesund ist. Das schielende Auge hat so keine Chance richtig sehen zu lernen. Mit einer frühzeitigen Behandlung lässt sich die Sehschwäche erfolgreich behandeln. Die Behandlung sollte zum größten Teil bis zum Grundschulalter erfolgt sein, da die Kinder ansonsten mit der Amblyopie für immer leben müssen.


Ab dem dritten Lebensmonat des Babys kann der Augenarzt erkennen, ob ein behandlungsbedürftiger Strabismus vorliegt. Bis zum dritten Lebensmonat kann es normal sein, dass ein Baby schielt. Verschwindet das Schielen nicht zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat, ist eine augenärztliche Untersuchung zu empfehlen. Ebenfalls sollte ein Augenarzt aufgesucht werden, wenn das Schielen nach dem ersten Geburtstag oder im späteren Kindes- oder im Erwachsenenalter auftritt. Wird beim Kinderarzt, bei der obligatorischen Untersuchung Anzeichen von Schielen erkannt, erfolgt eine Überweisung an den Augenarzt. In der Augenarztpraxis kann umgehend mittels präziser Diagnostik festgestellt werden, ob ein Strabismus vorliegt.

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