Seit Jahresbeginn zeichnet sich eine zunehmend schwierigere Förderlage in Deutschland ab. Die Bundesregierung hat in nahezu jedem Förderprogramm Mittelkürzungen vorgesehen. "In Zukunft ist mit weiter sinkenden Förderbudgets zu rechnen, obwohl eine Erhöhung der Mittel notwendig wäre", sagt Bernhard Funk. "Die zur Verfügung stehenden Gelder müssen daher zielgerichteter eingesetzt werden. Für den Wärmemarkt heißt das: Mehr Konzentration auf den Bestand und mehr Offenheit gegenüber der gewählten Heiztechnik."
Mit Erdgas-Brennwert gegen den Sanierungsstau
Aktuell sind von den rund 18 Millionen Wärmeerzeugungsanlagen in Deutschland nur 23 Prozent auf dem Stand der Technik. Hier bietet sich ein enormes Potenzial, eine schnelle und bedeutende CO2- und Energieeinsparung zu erzielen. Mit der Erdgas-Brennwerttechnik lässt sich dieses Potenzial nutzen. Würden alle zehn Millionen Heizkessel, die bis zum Jahr 2020 in Deutschland modernisierungsbedürftig sind, gegen Geräte mit dieser Technik ausgetauscht, könnte der CO2-Ausstoß um mehr als 70 Millionen Tonnen gesenkt werden. Dies entspricht einem Großteil des Klimaschutzziels der Bundesregierung für den Wärmemarkt.
Die Erdgas-Brennwerttechnik nutzt den Brennstoff hoch effizient zu nahezu 100 Prozent aus und lässt sich zudem mit regenerativen Energiesystemen wie Solarthermie kombinieren. Hinzu kommt, dass der steigende Anteil an Bioerdgas im Versorgungsnetz die bereits gute CO2-Bilanz des Energieträgers Erdgas weiter verbessert. Bis 2020 sollen nach dem Ziel der Bundesregierung sechs Milliarden Kubikmeter Bioerdgas im Netz verfügbar sein.
"Vor dem Hintergrund der ‚tickenden Uhr' beim Klimaschutz sollte bei der Heizungsmodernisierung die Technologie, die mit dem geringsten Mitteleinsatz die höchste CO2-Einsparung erzielt, bei der Förderung Vorrang haben", so Bernhard Funk. "Diese günstigste Lösung ist nach heutigem Stand der Technik die Erdgas-Brennwerttechnik."
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