„Urlaub dient der Entfaltung der Persönlichkeit“

Veröffentlicht von: CJD - die Chancengeber
Veröffentlicht am: 26.07.2016 16:35
Rubrik: Gesellschaft & Kultur


Die jüngste Ferienreise führte Eltern und Kinder aus dem Projekt ‚Begleitete Elternschaft‘ an die Nordsee.
(Presseportal openBroadcast) - Seit 15 Jahren organisiert Bernd Berthold Urlaubsreisen für Menschen mit Behinderung in einer Einrichtung des CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. – die Chancengeber) in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt). Für den Sozialpädagogen sind die Freizeiten ein Stück Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie ein Beitrag zur Persönlichkeitsbildung: „Im Urlaub entwickeln unsere Bewohnerinnen und Bewohner oft ganz neue, ungeahnte Fähigkeiten. Urlaubsreisen dienen der Entfaltung der Persönlichkeit.“

Bernd Berthold ist stellvertretender Abteilungsleiter für Wohnheime an Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) und deren angegliederte Wohnformen im CJD Sangerhausen. Wenn er über die Organisation von Urlaubsreisen für die Bewohnerinnen und Bewohner spricht, spürt man genau: Er ist mit viel Herzblut dabei. „Die Mitarbeitenden in unseren Werkstätten haben ganz klar einen Anspruch auf Urlaub und entsprechende Erholung“, betont Berthold.

Aber auch Kinder und Senioren hätten im Sinne der Teilhabe ein Recht auf Ferienreisen. „Die Menschen blühen auf im Urlaub, zeigen sich oft von einer ganz anderen Seite.“ Außerdem förderten die Gruppenreisen das Gemeinschaftsgefühl. „Unsere Teilnehmenden lernen, Verantwortung zu übernehmen sowie mit Stärken und Schwächen besser umzugehen – mit den eigenen sowie mit denen ihrer Mitreisenden.“ Berthold freut sich deshalb, dass die gesellschaftliche Akzeptanz für solche Reisen in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Es gebe mehr professionelle Anbieter, andere Urlauber würden in der Regel mit Verständnis und Empathie auf die Menschen mit Behinderung reagieren: „Vor 15, 20 Jahren war das leider nicht immer so.“

Die Bewohnerinnen und Bewohner im CJD Sangerhausen sind Menschen mit einer geistigen oder einer Mehrfachbehinderung. Das macht die Organisation von Ferienreisen aufwändig: „Unsere Unterkünfte müssen natürlich behindertengerecht ausgestattet sein. Und es gibt noch viele andere Kleinigkeiten, die wir im Vorfeld klären müssen.“ Jedes Ausflugsziel müsse vorab gecheckt werden: Ist ein Zugang auch mit Rollstühlen möglich? Sind behindertengerechte Toiletten vorhanden? Pauschalreisen seien da nicht möglich, was die Urlaube auch teurer mache. Bernd Berthold ist deshalb den Sozialämtern und der Soziallotterie ‚Aktion Mensch‘ dankbar: „Ohne deren finanzielle Unterstützung könnten wir die Reisen gar nicht realisieren.“ Eine entsprechende Förderung gebe es jedoch nur für Freizeiten innerhalb von Deutschland.

Eines ist dem Sozialpädagogen dabei noch ganz wichtig: „Unsere Bewohnerinnen und Bewohner bestimmen, wo es hingeht und welches Programm wir planen. Denn auch das ist ein Stück Teilhabe!“


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