Contargo entwickelt eigene Software mit Scrum-Methode

Veröffentlicht von: Medienbüro am Reichstag
Veröffentlicht am: 04.08.2016 13:45
Rubrik: Logistik & Verkehr


(Presseportal openBroadcast) - Contargo plant aktuell ein eigenes Terminal Operating System, eine umfassende Software zur Verbesserung der Betriebsabläufe an den Containerterminals. Zur Entwicklung dieser Software hat das Unternehmen zwei Teams aus eigenen Mitarbeitern und Dienstleistern zusammengestellt, die das Projekt mit Scrum umsetzen, einer Methode zum Management agiler Softwareprojekte. Diese Methode nutzt Contargo seit 2010 und hat mit ihr bereits zahlreiche leistungsfähige Produkte entwickelt.

Scrum kommt aus dem Englischen und bezeichnet das Gedränge beim Rugby. Denn ähnlich wie bei dieser Mannschaftssportart arbeiten die Software-Entwicklerteams bei Scrum als kleine, selbst-organisierte Einheiten. Sie bekommen von außen nur eine Richtung vorgegeben. Die Taktik, wie sie ihr gemeinsames Ziel erreichen, bestimmen sie selbst.

Fachwissen meets technisches Verständnis

Ausgangspunkt in Scrum ist der Product Owner (Auftraggeber), der die Anforderungen an das Produkt im sogenannten Product Backlog festlegt. Anders als üblicherweise in Scrum arbeitet Contargo mit fachlichen und technischen Product Ownern. Besonders im Vorgehen bei Contargo ist hierbei die enge Einbindung der fachlichen Mitarbeiter in einer Nutzergruppe, die die fachlichen Product Owner unterstützt und ihre Erfahrung in das Projekt einbringt. Sie ist wesentlich mitverantwortlich für die Funktion einer Anwendung, denn vor jedem Projekt steht immer eine Anforderungsanalyse. Dieses Requirements Engineering-Team begleitet auch durch die Entwicklungsphase, in dem die Nutzer ihr Feedback zum vorläufigen Produkt geben.

Teams entwickeln Software Schritt für Schritt

Von den Product Ownern erhalten die Entwicklerteams alle zwei Wochen einzelne Arbeitspakete aus dem Product Backlog. Die Teams sind krossfunktional, das heißt, es gibt fachliche und technische Experten, Entwickler, begleitende Personen usw. Dabei legt Contargo großen Wert darauf, dass die Entwickler nicht nur die technische, sondern auch die fachliche Vision der Auftraggeber verstehen. In täglichen Meetings klärt das Team ab, wer woran arbeitet und welche Probleme es dabei möglicherweise gibt, wöchentlich werden teamübergreifende Meetings abgehalten. An diesen Meetings kann aufgrund der räumlichen Entfernung der verschiedenen Beteiligten bei Contargo auch per Videokonferenz teilgenommen werden.

Regelmäßiges Feedback ermöglicht Nachbesserungen

Alle zwei Wochen präsentiert das Team dem Product Owner und den künftigen Nutzern seine Ergebnisse live am System. Das Feedback der Teilnehmer fließt wieder in die Planung für das nächste Arbeitspaket ein und der Ablauf beginnt erneut - bis das Produkt fertig ist.

Wurden alle Basisanforderungen umgesetzt, wird die Software in einer Pilotphase an einem kleinen Standort getestet. Dabei können weitere Nutzer die Software kennenlernen und erste Erfahrungen aus dem täglichen Gebrauch an die Entwicklerteams weitergeben. Aber selbst wenn das Programm später an allen Terminals eingesetzt wird, ist es niemals endgültig fertig, denn es kann immer wieder an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden.

Das klingt ziemlich aufwendig, aber Contargo hat sich nicht ohne Grund dafür entschieden, die Software selbst zu entwickeln: „Bei zentralen IT-Systemen ist für Contargo die langfristige Investitionssicherheit von entscheidender Bedeutung“, erklärt Heinrich Kerstgens, Co-Geschäftsführer der Contargo GmbH & Co. KG. „Daher müssen uns Systeme wie ein Terminal Operations System im Quellcode vorliegen. Eine Ausschreibung hat ergeben, dass kein namhafter Hersteller dazu bereit war. Und deshalb haben wir uns dazu entschieden, die TOS-Software selbst zu entwickeln.“

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