Prophylaxe und Mundhygiene - Zahnarztpraxis in Göttingen klärt auf

Veröffentlicht von: Zahnarztpraxis Dr. Egert
Veröffentlicht am: 10.08.2016 15:48
Rubrik: Gesundheit & Medizin


(Presseportal openBroadcast) - Fast jeder kennt es - ein höllischer Schmerz zieht sich durch den Mundraum. Dieser wird häufig durch einen herzhaften Biss in das Lieblingseis oder aber durch ein heißes Getränk verstärkt.

Die Entstehung von Zahnschmerzen
Der Kiefer eines Erwachsenen besteht aus insgesamt 28 Zähnen, beziehungsweise 32 Zähnen, sofern die vier Weisheitszähne noch vorhanden sind. Jeder einzelne Zahn im Ober- und Unterkiefer ist von unterschiedlichen Schichten aus Zahnschmelz und Zahnfleisch umgeben. Dabei bildet der Zahnschmelz, der aus einer mineralhaltigen, festen Schicht gebildet wird, einen sicheren Überzug für den im Mund freiliegenden, oberen Teil des Zahnes. Die tiefer liegenden Wurzeln werden durch Schichten aus Zahnzement und Zahnfleisch ummantelt. Werden die Schutzschichten beschädigt und weisen Lücken und Schwachstellen auf, können Reize, Säuren oder Krankheitskeime zum Zahn vordringen. Die unzähligen, feinen Nervenfasern, die sich im Zahn befinden, werden angegriffen und Zahnschmerzen entstehen. Zahnbein und Zahnmark werden beschädigt und schließlich können die Bakterien den gesamten Zahn zerstören.

Der Speichel übernimmt eine schützende und reinigende Funktion
Im Mund befinden sich zahlreiche Bakterien und Keime, die durch die verschiedenen Schutzschichten des Zahnes zurückgehalten werden. Auch die natürliche Schutzfunktion des Speichels unterstützt diesen Vorgang. Beim Schlucken werden Essensreste weggespült und die Mundhöhle wird von den Erregern gereinigt. Zusätzlich können, durch die im Speichel enthaltenen Abwehrstoffe, Verletzungen und Entzündungen schneller verheilen. Im Umkehrschluss bedeutet das: Je geringer die Speichelproduktion, desto angreifbarer sind die Zähne.

Wodurch werden die schützenden Zahnschichten verletzt?
Chemische Reizstoffe, spitze und scharfe Gegenstände können die schützenden Schichten des Zahnes verletzen. Auf diese Weise entstehen Risse und Brüche im Zahnschmelz oder Wunden im Zahnfleisch.
Auch wer mit zu viel Druck die Zähne putzt, gefährdet unter Umständen einen Zahnfleischrückgang oder einen Abrieb des Zahnschmelzes. Genauso schädlich ist es jedoch, seine Zähne nur unregelmäßig zu putzen. Infolgedessen bleiben Beläge und Zahnstein auf den Zähnen haften, die einen guten Platz für Bakterien bieten. Zusammen mit bestehenden Zuckerresten produzieren die Erreger Säuren, die den Zahnschmelz zerstören und Karies verursachen.

Die Folgen einer Parodontitis
Die dauerhaften Zahnbeläge können zusätzlich zu einer Parodontitis führen: Eine bakterielle Entzündung, die bereits Teile des Zahnfleischapparates, das heißt Knochen und Bindegewebe, irreversibel zerstört hat. Bleibt diese Krankheit unbehandelt, dann ist Zahnverlust die Folge.
Bei der Parodontitis ist nicht nur das Zahnfleisch des Patienten erkrankt, sondern der ganze Patient. Häufig zeigen sich auch Wechselwirkungen der Parodontitis mit Allgemeinerkrankungen.
Um diesen Krankheitsverlauf zu vermeiden, ist es wichtig, Prophylaxe-Maßnahmen und die richtige Mundhygiene zu betreiben. Auch wenn einige dieser Maßnahmen von zu Hause aus angewendet werden können, so ersetzt das nicht die Pflicht regelmäßiger Zahnarztbesuche.

Zahnarztpraxis Dr. Egert
Die Zahnarztpraxis Dr. Egert in Göttingen verwendet die innovativsten Behandlungsmethoden und modernsten Technologien der Zahnmedizin. Das Team von Zahnarzt Dr. med. dent. Sebastian Egert steht den Patienten stets kompetent und beratend zur Seite. Behandlungen erfolgen mit höchster Sensibilität und Fragen rund um das Thema Zahnheilkunde werden umfangreich beantwortet. Das qualifizierte und hoch motivierte Praxisteam weckt Vertrauen und zaubert ein Lächeln in die Gesichter der Patienten - egal ob groß oder klein.

Interview mit der Prophylaxe-Fachkraft Frau Dräger
Frau Dräger ist Prophylaxe-Fachkraft in der Zahnarztpraxis Dr. Egert in Göttingen. Durch ihre langjährige Berufserfahrung und die tägliche Arbeit mit den Patienten, eignete sie sich ein umfassendes Wissen auf dem Gebiet der Prophylaxe und Mundhygiene an. In einem Interview mit der ONMA beantwortet sie wichtige Fragen zu diesem Thema.
ONMA: Wie können durch Prophylaxe Krankheiten verhindert werden?
Frau Dräger: Beispielsweise können Krankheiten zum einen dadurch verhindert werden, dass die Patienten mindestens einmal jährlich zur professionellen Zahnreinigung erscheinen und eine gute häusliche Mundpflege betreiben. Durch die Prophylaxe können auch Allgemeinerkrankungen verhindert werden. Krankheiten könnten z.B. Diabetes, Schlaganfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein Risiko einer Frühgeburt sein. Mit der Prophylaxe kann man diesen genannten Beispiele (und noch mehr) vorbeugen bzw. verbessern.
ONMA: Welche Prophylaxe-Maßnahmen verwenden Sie in Ihrer Praxis?
Frau Dräger: Wir haben die Erwachsenenprophylaxe und die Kinderprophylaxe. Es werden Mundhygieneindizes aufgenommen, Fissuren-Versiegelungen bei Kindern sowie eine Ernährungs- und Mundhygieneberatung durchgeführt. Es werden Fluoridierungsmaßnahmen und ggf. Keimtest bei Parodontitis Erregern vorgenommen. Wir führen PA Vor- und Nachbehandlungen durch. Jede Behandlung ist ganz individuell - ob Kind oder Erwachsene.
ONMA: Kann Prophylaxe auch von zu Hause betrieben werden oder nur in der Praxis?
Frau Dräger: Ja, die Prophylaxe von zu Hause ist das A und O. Wenn die Patienten nicht motiviert sind und auch nicht mitarbeiten, dann reicht dies auch nicht aus, wenn sie nur die professionelle Zahnreinigung in der Praxis bekommen. Die PZR in der Praxis ersetzt nicht die tägliche Zahnpflege von zu Hause! Dazu gehören das richtige Zähneputzen und die Anwendung von Zahnseide bzw. Zahnzwischenraumbürsten. Das erklären wir unseren Patienten, wenn Sie bei uns in der Praxis sind. Wir zeigen ihnen bei der PZR bei uns vor Ort, wie sie zu Hause mitarbeiten können, um Zahnerkrankungen vorzubeugen.
ONMA: Was sind die möglichen Folgen, wenn keine Prophylaxe betrieben wird?
Frau Dräger: Im schlimmsten Fall kommt es zu Karies oder Parodontitis, da das größte Pflegedefizit sich in der Zahnzwischenraumpflege darstellt. Diese Pflege ist zeitaufwändiger und für einige zu "umständlich". Bei Erkrankungen z.B. Diabetes oder Herz-Erkrankungen können natürlich auch noch weitere Risiken entstehen, da die Bakterien zusätzlich in die Blutbahn gelangen können.
ONMA: Inwiefern unterscheidet sich die Zahnprophylaxe für Kinder von der für Erwachsene?
Frau Dräger: Die Kinderprophylaxe ist das, was wir wirklich bis zum 18. Lebensjahr durchführen und was die Krankenkassen übernehmen. An allererster Stelle steht dabei, dass man den Kindern auch wirklich zeigt, wie das Zähneputzen richtig funktioniert. Die Einweisung sollte idealerweise an Modellen und Bildern dargestellt werden. Jede Behandlung ist ganz individuell ob Kind oder Erwachsene.
ONMA: Was versteht man unter Parodontitis und welche Gefahren gehen von ihr aus?
Frau Dräger: Bei der Parodontitis ist bereits der Zahnhalteapparat erkrankt. Das heißt man behandelt unter Anästhesie das Zahnfleisch, was bei einer Zahnreinigung nicht durchgeführt wird. Man behandelt die oberflächlichen Entzündung. Die Parodontitis ist im Prinzip irreversibel. Also wenn der Knochen einmal abgebaut ist, dann kann er sich nicht wieder zurückbilden und das ist dann natürlich gerade für Diabetes-, und Schlaganfallpatienten ein viel höheres Risiko.
ONMA: Werden Prophylaxe-Maßnahmen von der Krankenkasse übernommen?
Frau Dräger: Grundsätzlich werden Prophylaxe-Maßnahmen im Rahmen der Individual-Prophylaxe für Kinder bis zum 18. Lebensjahr von der Krankenkasse übernommen. Ansonsten ist die Zahnreinigung ab dem 18. Lebensjahr nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse enthalten. Obwohl es medizinisch notwendig und auch anerkannt ist, müssen ab dem 18. Lebensjahr die Erwachsenen die PZR selber tragen bzw. sich bei Ihrer Krankenkasse informieren, ob diese einen Zuschuss beisteuern.
ONMA: Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für das Interview genommen haben.

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Vor inzwischen über zehn Jahren haben wir unsere Zahnarztpraxis in Göttingen gegründet - und seitdem keine Sekunde bereut. Im Zuge des Zahnmedizin-Studiums haben wir die Stadt kennen und lieben gelernt. Insbesondere den freundlichen Umgang mit und zwischen den Menschen, möchten wir nicht mehr missen. Deshalb setzen wir unser Bestes daran, jeden einzelnen Patienten kompetent und aufmerksam zu betreuen.

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