Außerplanmäßig glücklich werden

Veröffentlicht von: Randstad Deutschland
Veröffentlicht am: 23.08.2016 14:56
Rubrik: Finanzen & Versicherungen


(Presseportal openBroadcast) - Karriere nicht um jeden Preis

txn-a. Viele berufstätige Frauen mit Kinderwunsch müssen sich früher oder später entscheiden, ob die Karriere im Vordergrund steht oder die Familienplanung. Denn trotz flexibler Elternzeiten für beide Partner haben es Männer in vielen Bereichen noch immer leichter, ihrem Beruf auch als Vater ohne große Einschränkungen nachzugehen.

Dennoch ist es hilfreich, vor dem ersten Kind mit dem Partner gemeinsam die mögliche Arbeitseinteilung während und nach der Elternzeit zu planen. So kehren einige Mütter zum Beispiel früher in den Beruf zurück, während Väter die Chance nutzen, ihrerseits in die Elternzeit zu gehen. Das ist auch in Hinsicht auf das ElterngeldPlus von Vorteil: Denn wenn Vater und Mutter sich die Betreuung des Kindes teilen und für vier Monate parallel zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten, erhalten sie einen Partnerschaftsbonus in Form von vier zusätzlichen Monaten, in denen das ElterngeldPlus gezahlt wird.

Jedoch lässt sich im Leben nicht alles planen. "Manchmal kommt es anders, als gedacht", weiß Petra Timm vom Personaldienstleister (http://randstad.de) Randstad aus Erfahrung. "Es kann passieren, dass der Partner beruflich plötzlich viel reisen muss, dass sich keine geeignete Tagesmutter findet oder dass für die Frau die Rückkehr in den Beruf nicht so funktioniert, wie geplant. Bereits befristete Arbeitsverträge oder eine vom Arbeitgeber zu hohe oder zu niedrige Anzahl an geforderten Arbeitsstunden kann die zuvor sorgsam zurechtgelegte Planung auf den Kopf stellen. Daher ist es wichtig, flexibel zu bleiben und das Beste daraus zu machen."

Frauen sollten sich klarmachen, dass der Spagat zwischen Beruf und Familie nicht selbstverständlich ist und sie nicht scheitern, nur weil nicht beides reibungslos parallel funktioniert. So stellen viele werdende Mütter an sich selbst den Anspruch, auch mit Kind mindestens 50 Prozent zum Haushaltseinkommen beizutragen - wird dieses Ziel nicht erreicht, fühlen sie sich als Versager.

"Für seine Kinder da zu sein und trotzdem Geld zu verdienen, ist eine harte Aufgabe", so Petra Timm weiter. "Und nicht bei allen Paaren funktioniert das 50/50-Prinzip. Wer sich von dieser Vorstellung löst, kann die Zeit mit der Familie oft viel besser genießen und ist langfristig glücklicher, als sich tagtäglich mit dem Gedanken herumzuschlagen, nicht zu genügen."

Denn bei der Vereinbarung von Kind und Karriere gibt es nicht den einen vorgeschriebenen Weg: Jedes Paar und jede Mutter muss den für sich passenden Weg selbst herausfinden.

Bildquelle: @pressmaster/Fotolia/randstad

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