Im Notfall die richtigen Worte finden: Übersetzungshilfe für Pflegende

Veröffentlicht von: HFH · Hamburger Fern-Hochschule
Veröffentlicht am: 31.08.2016 11:48
Rubrik: Recht & Politik


(Presseportal openBroadcast) -

(Mynewsdesk) Das Szenario ist beklemmend: Stellen Sie sich vor, Sie verunglücken während Ihres Urlaubs und werden, hunderte Kilometer von Zuhause entfernt, in ein Krankenhaus eingeliefert. In der Notaufnahme wird schnell klar: Die Situation ist ernst, eine Operation unumgänglich. Als wäre das nicht schlimm genug, verschärft eine Kommunikationsbarriere die Situation, denn Ärzte und Pfleger sprechen Ihre Sprache nicht, und auf die Schnelle ist kein Dolmetscher zu finden. Maren Lach, Bachelor-Absolventin im <a href="https://www.hamburger-fh.de/studiengaenge/studiengang/pflegemanagement" target="_blank">Bachelorstudiengang Pflegemanagement</a> der Hamburger Fern-Hochschule (HFH), arbeitet in einer Klinik im schleswig-holsteinischen Preetz und hat diese prekäre Situation der sprachlichen Ohnmacht selbst miterlebt. ?Als ausgerechnet an einem Sonntagnachmittag eine russischsprachige Patientin eingeliefert wurde, war im gesamten Kollegenkreis niemand mit den passenden Fremdsprachenkenntnissen zu finden?, beschreibt Maren Lach die missliche Lage. ?In diesem Moment kam mir der Gedanke, eine Übersetzungshilfe zu entwickeln, die im Notfall wichtige Aufnahme- und Pflegegespräche auch ohne Dolmetscher ermöglicht.?

Übersetzungshilfe in 14 Sprachen mit kulturellen Hintergrundinfos
Mit Unterstützung ihrer Kolleginnen und Kollegen entwickelte die 50-jährige Pflegedienstleiterin eine praktische Übersetzungshilfe für die Behandlung und Pflege ausländischer Patienten. Das Dolmetscher-Handbuch erklärt in 14 verschiedenen Sprachen kurz und präzise die wichtigsten Begriffe aus dem Krankenhaus- und Pflegealltag. Fachtermini zur Aufnahme von Patienten im Krankenhaus und zur Anamnese finden sich ebenso darin wie wichtige Begriffe zu diagnostischen Maßnahmen, zur postoperativen Behandlung und zur Entlassung aus dem Krankenhaus.

?Damit können wir entscheidende Dinge schnell klären und müssen nicht auf einen Übersetzer warten?, beschreibt Maren Lach den zentralen Nutzen des Handbuchs. Neben den Übersetzungen medizinischer Termini und Begriffen aus der Pflegesprache liefert das Handbuch wissenswerte Hintergrundinformationen zu kulturellen und religiösen Besonderheiten, die dabei helfen, die individuellen Bedürfnisse der ausländischen Patienten besser zu verstehen. ?Hier geht es beispielsweise um Fragen zu den Lebens- und Essgewohnheiten, um kulturelle Traditionen oder um religiöse Regeln, die bei der Pflege nicht außer Acht gelassen werden sollten?, erläutert Maren Lach.

Kommunikation als pflegerische Aufgabe
?Kommunikation ist eine ganz zentrale pflegerische Aufgabe ? wenn der Patient spürt, dass sich das Pflegepersonal um eine gelingende Verständigung bemüht, sorgt das für ein Gefühl des Angenommenwerdens und verbessert die Gesamtsituation?, sagt die Pflegeexpertin. Die Benutzung des Handbuchs ist letztlich ganz einfach: ?Als verantwortliche Pflegekraft zeige ich auf einen konkreten Satz in der Übersetzungshilfe, etwa auf ?Wo haben Sie Schmerzen??. Der Patient liest den Satz und antwortet, indem er auf die schmerzende Stelle zeigt?, erklärt Maren Lach das pragmatische Prozedere. Dass die Übersetzungshilfe im Krankenhausalltag eine nützliche Unterstützung für Behandelnde wie Betroffene sein kann, hat sich inzwischen herumgesprochen ? auch bei Redakteuren von Fachpublikationen aus dem Gesundheitswesen. Im Mai dieses Jahres ist die Übersetzungshilfe unter dem Titel <a href="http://www.springer.com/de/book/9783662488195" target="_blank">?Dolmetscher für Pflegende? als Fachbuch im Springer-Verlag</a> erschienen.

Hintergrund
Bereits im Oktober 2013 ist die praktische Übersetzungshilfe von Maren Lach für den ?Klinik Award? des Jahres ? den sogenannten <a href="http://www.kn-online.de/News/Nachrichten-aus-Ploen/Auszeichnung-fuer-Klinik-Preetz-Knapp-am-Oscar-vorbei" target="_blank">"Oscar der Krankenhausbrache"</a> ? nominiert worden. Unter mehr als 100 Mitbewerbern errang das Handbuch damals den dritten Platz in der Kategorie "Bestes Patientenmarketing".


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