Das Buch: Die Schlucht der freien Hunde

Veröffentlicht von: Artem Verlag UG
Veröffentlicht am: 16.09.2016 11:32
Rubrik: Freizeit & Hobby


(Presseportal openBroadcast) - "Die Schlucht der freien Hunde" erzählt von einer Gruppe von Hunden, die am Rande einer Großstadt wohnen, Freud & Leid miteinander teilen.

"Die Schlucht der freien Hunde" ist eine zeitlose Erzählung, die die Spannung zwischen dem Streben nach persönlicher Freiheit und dem Bedürfnis nach gesellschaftlicher Zugehörigkeit behandelt. In zwanzig Kapiteln erzählt Autor Konstantin Sergienko einfühlsam die Geschichte eines Rudels streunender Hunde, die - von ihren Besitzern verstoßen - ein Dasein als sozial und räumlich marginalisierte Randgruppe fristen. In einer Schlucht, dem letzten Flecken Wildnis zwischen Straße und Eisenbahntrasse, findet die buntgemischte Truppe Vierbeiner um Anführer Blacky Zuflucht vor der immer näher kommenden Betonfassade der anonymen Großstadt.

Konstantin Segienko (1940-1996) gilt in Russland und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion als einer der bedeutendsten Autoren von Kinder- und Jugendbüchern des 20. Jahrhunderts. Sein vielgefeiertes Werk reicht von Historien-, Abenteuer- und Fantasyromanen bis hin zu klassischen Märchen und ist sowohl Bestandteil schulischer Lehrpläne als auch Gegenstand zahlreicher Verfilmungen und dramatischer Inszenierungen. "Die Schlucht der freien Hunde", im Original erschienen 1979, liegt dank der exzellenten Übersetzung von Lars Nehrhoff nun zum ersten Mal auch in deutscher Sprache vor, liebevoll illustriert von Michael Blechmann.

Protagonist und Ich-Erzähler des Romans ist Stolzi, ein autonomer und aufrichtiger Rüde, der insgeheim von einem fürsorglichen Herrchen und einem festen Zuhause träumt. Stolzi berichtet von den Geschehnissen eines knappen Jahres und dem alltäglichen Treiben in der Schlucht: vom andauernden Überlebenskampf, dem Schicksal seiner treuen Weggefährten, von seiner ungewöhnlichen Freundschaft zu dem Kater und selbsternannten Kaiser von Japan Yamomoto sowie der Begegnung mit einem höflichen und tierlieben Künstler - ein richtiges Hundeleben eben.

Dabei bedient er sich einer in ihrer Schlichtheit entwaffnenden Sprache, die ihr vermeintlich begrenztes Potential immer wieder durch poetische Schilderungen und ironisierende, wenn nicht sogar subversive Bemerkungen sprengt. Denn Stolzis Perspektive reicht kaum über den Tellerrand seiner heißgeliebten Schlucht hinaus: Die Hunde leben in einer Welt, in der ein Geruch mehr sagt als tausend Worte und das merkwürdige Verhalten der Menschen weder durchschaubar noch sonderlich interessant ist.

"Die Schlucht der freien Hunde" ist eine gleichermaßen ernüchternde wie inspirierende Geschichte für junge und alte Zweibeiner. Durch gekonnte Personifizierung der Hunde gelingt es dem Autor, zutiefst menschliche Themen wie Verantwortung, Nächstenliebe und Solidarität zu beleuchten und damit eine humanistische Forderung zu begründen. Sergienko porträtiert die freien Hunde entgegen ihrer widrigen Lebensumstände als würdevolle, freie, lebensfrohe und bescheidene Geschöpfe, die ihr Los mit erhobenem Haupt ertragen und dabei immer an ihren Prinzipien festhalten. Für Stolzi, Blacky, Smarti, Krümel, Dacki und Hinki ist das Tragische ein ebenso selbstverständlicher Bestandteil des Lebens wie der unverrückbare Glaube an eine bessere Zukunft.

Text: Julian Karsunky

Konstantin Sergienko
Die Schlucht der freien Hunde
Hardcover, ISBN: 9783943974027
Ebook, ISBN: 9783943974034

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Der 2012 gegründete Kölner ARTEM Verlag hat es sich zu seiner vorrangigen Aufgabe gemacht, das Werk des russischen Schriftstellers Konstantin Sergienko (1940-1996) endlich einem westeuropäischen und internationalen Publikum zugänglich zu machen.

Konstantin Sergienko war und ist in seiner Heimat ein hochgeachteter und vielgelesener Autor äußerst populärer tiefgründiger Romane und Erzählungen vor allem für junge Leser.
Seine an der Oberfläche sehr eingängigen Geschichten transportieren stets subversive Botschaften, mit denen er vehement für Freiheit, Intelligenz, Phantasie und Mut plädiert, ohne die Realitäten des Lebens zu beschönigen.

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