Geht das Bewusstsein für die Krankheit Adipositas verloren?

Veröffentlicht von: Prof. Dr. med. Christian Wüster / Endokrinologe
Veröffentlicht am: 11.10.2016 00:48
Rubrik: Freizeit & Hobby


(Presseportal openBroadcast) - Mainzer Endokrinologe Prof. Wüster: Adipositas ist eines der größten gesundheitlichen Probleme in unserer Gesellschaft

MAINZ. Nach Auffassung von Prof. Dr. Christian Wüster, niedergelassener Endokrinologe in Mainz, geht das Bewusstsein für die Krankheit Adipositas (http://www.prof-wuester.de/blog/adipositas/geht-das-bewusstsein-fuer-die-krankheit-adipositas-verloren/) auf breiter Ebene immer mehr verloren. Für den Endokrinologen ist Adipositas eines der größten gesundheitlichen Probleme in unserer Gesellschaft. "Umso wünschenswerter wäre es, wenn die Politik Maßnahmen ergreifen würde, um die Erkrankung endlich erfolgreich zu bekämpfen. Die Folgen von Adipositas haben weitreichende gesellschaftliche Auswirkungen. Ein hohes Risiko an bestimmten Arten von Krebs zu erkranken, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen - nur einige Folgeerkrankungen von Übergewicht", so Prof. Dr. Christian Wüster.

Das Gesundheitssystem sei zu wenig auf Prävention und Vorsorge ausgelegt. Gerade bei Adipositas wird dies deutlich. Medizinische Leistungen dürfen nicht erst dann greifen, wenn bereits Folgeerkrankungen entstanden sind.

Prof. Wüster (Mainz): "Die Ursachen von Adipositas sind sehr verschieden"

Wie groß die Herausforderung ist, macht ein Blick in die Statistik deutlich. Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung gilt als krankhaft übergewichtig. Nahezu 50 Prozent der Patienten, die in einem Krankenhaus aufgenommen werden, sind übergewichtig. Das Bewusstsein für Adipositas scheint immer mehr verloren zu gehen. Dass ein Mensch übergewichtig ist, scheint der Normalfall zu werden. Eine fatale gesellschaftliche Entwicklung. "Im Kern muss es zunächst einmal darum gehen, das verloren gegangene Bewusstsein für das Körpergewicht wieder zu schaffen. Hier ist auch die Ärzteschaft gefragt. Nur so können wir Adipositas in den Griff bekommen. Natürlich geht es um Ernährungsumstellung und mehr Bewegung. Es gehe aber vor allem darum, die individuellen Ursachen von Adipositas herauszufinden", so der Mainzer Endokrinologe (http://www.prof-wuester.de/blog/adipositas/).

"Individuelle Ursachen von Adipositas herausfinden"

Es gibt in der Tat nicht die eine Ursache von Adipositas. Auch Stress und Depressionen können als zentrale Ursachen von Übergewicht genannt. Sie sind Begleiterscheinungen unserer Hochleistungsgesellschaft. Medikamente, die zur Bekämpfung der Symptome eingesetzt werden, sind eine Ursache (http://www.prof-wuester.de) von Adipositas: Psychopharmaka, Betablocker, Kortikoide, um nur einige zu nennen. Es können aber auch Stoffwechselerkrankungen die Ursache von Übergewicht sein. Eine Unterfunktion der Schilddrüse, das Cushing-Syndrom, das eine Überfunktion der Nebennierenrinde beschreibt oder auch ein Hirntumor können zu Übergewicht führen.
Patienten mit diesen Erkrankungen leiden oft ganz besonders an ihrer Fettleibigkeit. Nicht selten sehen sie sich zu Unrecht dem Vorwurf ausgesetzt, durch falsche Ernährung ihre Fettleibigkeit selbst verursacht zu haben. Wird bei einem Menschen Übergewicht diagnostiziert, dann müssen zunächst endokrinologische Ursachen ausgeschlossen werden.

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Ihr Endokrinologe in Mainz. Prof. Dr. med. Christian Wüster beschäftigt sich mit allen Disziplinen der Endokrinologie: Schilddrüse, Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), Knochenstoffwechsel und hier besonders mit der Osteoporose. Haben Sie Fragen zur Knochendichte? In der Praxis befindet sich u.a. ein modernstes Gerät zur Messung der Knochendichte. Osteoporose ist heute keine Krankheit, die man hinnehmen sollte, sondern die sehr gut geheilt werden kann. Prof. Dr. med. Christian Wüster ist auch zuständig bei Hashimoto, Schilddrüsenunterfunktion und Schilddrüsenüberfunktion, sowie Hormonen und Stoffwechsel im Allgemeinen.

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