Proteomanalyse erkennt 7 verschiedene Formen der chronischen Nierenerkrankung (CKD)

Veröffentlicht von: Mosaiques Diagnostics&Therapeutics AG
Veröffentlicht am: 13.10.2016 10:56
Rubrik: Gesundheit & Medizin


(Presseportal openBroadcast) - Urin-Diagnostik kann Nieren-Biopsien in Frühphase vorgeschaltet werden

Mit der Proteomanalyse aus dem Urin kann jetzt nicht mehr nur sehr genau und frühzeitig erkannt werden, dass der Patient an einer chronischen Nierenerkrankung (CKD) leidet, sondern auch noch genau, an welcher Form der CKD er leidet. Dies ist so wichtig, weil die Differenzialdiagnostik wegen der hohen invasiven Gefahren der Nieren-Biopsien zum rechtzeitigen (frühen) Zeitpunkt häufig unterbleibt. Bei jeder Gewebeentnahme werden irreparabel Nierenfilter zerstört. Die Ärzte wollen ihre Patienten nicht so früh diesen unnötigen Risiken aussetzen. Dadurch wird jedoch die Nierenerkrankung oft spät erkannt und entsprechend spät behandelt. Die nichtinvasive Methode eines Urin-Tests kann hier aus dem Dilemma helfen und liefert im frühen Stadium hervorragende Ergebnisse. Für chronisch Nierenkranke ist dies ein bedeutsamer Fortschritt in der Medizin.
In einer soeben im Journal "Nephrology Dialysis Transplantation" veröffentlichten Studie zeigen die Forscher um Dr. Justyna Siwy und Dr. Petra Zürbig, dass der Protein-Test sieben verschiedene Typen der chronischen Nierenerkrankung unterscheiden kann. Und zwar unabhängig von dem der Krankheit zugrunde liegendem Mechanismus.
In ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler 1180 Urinproben von Patienten mit unterschiedlichen Typen der chronischen Nierenerkrankung. Im Ergebnis definierten sie zwischen 116 und 619 Biomarker (Eiweißbruchstücke), die jeweils eine von sieben verschiedenen Nierenerkrankungen anzeigen. Bei der Überprüfung in einer unabhängigen Beobachtungsstudie wurde eine gute bis sehr gute Genauigkeit nachgewiesen.
Darüber hinaus kann eine zusätzliche Sequenzanalyse der Biomarker sogar molekulare Veränderungen innerhalb der einzelnen Erkrankungen aufzeigen.
Damit wurde erstmals in einer erfolgreichen klinischen Studie, auch zum Thema "Liquid Biopsy", eine bedeutende Weiterentwicklung aufgezeigt. Die Analyse aus Urin zeigt wesentlich präziser als Blut die Nierenerkrankungen an, und kann vollkommen risiko- und schmerzfrei mehrmals gewonnen werden.
Krankheiten ent- und bestehen nur auf molekularer Ebene und auch Medikamente wirken ausschließlich auf molekularer Ebene im Körper. Da die Proteomanalyse die Typen der chronischen Nierenerkrankung bereits auf dieser - der molekularen - Ebene erkennt, ist sie allen anderen Diagnostiken weit überlegen, genau und kann zu einem frühen Zeitpunkt klinische Aussagen treffen.

Der Nutzen für die Patienten liegt in einer wirklichen personalisierten Medizin. Eine schnelle, differenzierte Diagnostik zum frühen Zeitpunkt verhilft dem Einzelnen auf diese Weise zu einer schnellen und genau auf ihn zugeschnittenen erfolgversprechenden Therapie.

Besonders wichtig ist Differenzialdiagnostik für das sogenannte kardio-renale Syndrom. Herz-/Kreislauf - und Nierenerkrankungen bilden unter diesem Begriff die bedeutsamste Krankheitsverbindung. Folgen sind zum Beispiel Herzinfarkte und Nierenfunktionsausfälle. Weil beide Krankheitsformen sich negativ bedingen können, ist deren frühe Erkennung ein Muss! Liegen z.B. bereits unerkannte Nierenschäden vor und es wird eine Herzmuskelschwäche diagnostiziert, besteht kaum Aussicht auf eine erfolgreiche Therapie.
Einer Studie des Robert-Koch-Institutes zufolge leiden über zwei Millionen Deutsche an einer chronischen Nierenerkrankung. Seit 1995 ist die Zahl der Dialysepatienten um 53 % gestiegen, die der Nierentransplantierten um 78 %. Durch die hohe Rate an Herz-Kreislauf-Komplikationen und durch die Notwendigkeit von teuren Nierenersatzverfahren (Dialyse und Nierentransplantation) entstehen durch das chronische Nierenversagen hohe Kosten für das Gesundheitssystem. Diese sind, genauso wie die umfangreichen Abrechnungsmanipulationen bei chronischen Krankheiten, nur durch den gezielten Einsatz der innovativen Diagnostik zu vermeiden.

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Die mosaiques group Deutschland, gegründet 2002, ist als Biotechnologieunternehmen internationaler Marktführer auf dem Gebiet der klinischen Proteomdiagnostik. Forschung und Entwicklung stehen für die Umsetzung der personalisierten Medizin vom Schlagwort in die Praxis. Mosaiques hat seinen Hauptsitz in Hannover und arbeitet weltweit mit 65 renommierten Kliniken und Instituten, wie etwa der Harvard Medical School, zusammen. Der führende Proteomforscher, Prof. Dr. Dr. Harald Mischak ist Unternehmensgründer und gehört zum Management Board.
Mit der von Prof. Mischak entwickelten und patentierten CE-/MS-Technologie werden Krankheiten besonders früh und präzise diagnostiziert. Der Vorteil für die Patienten liegt in der Krankheitserkennung zu einem Zeitpunkt, an dem das Fortschreiten der Erkrankung noch nicht eingetreten ist und eine Therapie daher Schäden an Organen noch aufhalten kann.

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