EM der Berufe in Schweden: für junge deutsche Fachkräfte mehr als nur ein internationales Kräftemessen

Veröffentlicht von: WorldSkills Germany e.V.
Veröffentlicht am: 28.11.2016 14:08
Rubrik: Weiterbildung & Schulungen


(Presseportal openBroadcast) - * Deutsche Champions haben Medaillengewinne als Ziel klar vor Augen
* Blick in die Zukunft zeigt: Wissenstransfer aus Wettbewerben ist auch für junge Fachkräfte wichtiger Bestandteil der Weiterbildung

Stuttgart/Fellbach, 27. November 2016 - In den vergangenen Monaten haben 24 junge Talente hart trainiert für das große Vorhaben, eine Medaille bei den nächsten Europameisterschaften der Berufe zu gewinnen. Die EuroSkills finden vom 1. bis 3. Dezember 2016 im schwedischen Göteborg statt. Das Team von WorldSkills Germany und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks geht in 16 Einzel- und 3 Teamwettbewerben sowie einer Präsentationsdisziplin an den Start. Die Hälfte der Teilnehmer kommt aus dem Handwerk, die andere aus Industrie und Dienstleistungsbereich.

"Unsere jungen Fachkräfte haben alle eine duale Ausbildung absolviert oder stecken gerade noch mittendrin. Sie haben sich in vielen Vorentscheiden für ihre Teilnahme an der Berufe-EM qualifiziert und sind schon jetzt deutsche Champions. Nun zeigen sie auf internationaler Ebene ihr Können und beweisen damit, dass auch die berufliche Bildung in Deutschland viele Karrieremöglichkeiten bietet", sagt Hubert Romer, Offizieller Delegierter, Geschäftsführer von WorldSkills Germany und Präsident von WorldSkills Europe. "Im Handwerk, in der Industrie und im Dienstleistungssektor sind Unternehmen stärker denn je auf der Suche nach gut ausgebildeten Nachwuchskräften. Die Teilnahme an regionalen, nationalen und internationalen Berufswettbewerben bietet die Chance, das eigene Personal durch intensive Trainings und den Austausch mit anderen Fachkräften umfassend weiterzubilden. Die Wettkampfteilnehmer erweitern ihr Wissen und Können und stärken auch ihre sogenannten Soft-Skills."

Das wird Anfang Dezember auch das Team Germany in Göteborg unter Beweis stellen. Schon jetzt haben die jungen Champions sich fachlich und persönlich weiterentwickelt. Die einmalige Chance, an einem so großen internationalen Kräftemessen wie den EuroSkills teilzunehmen, lässt manche von ihnen nervös werden. Es ist eine einzigartige Atmosphäre, unter enormem zeitlichen Druck die Wettkampfaufgaben mit größtmöglicher Präzision aber auch Ehrgeiz zu absolvieren. Der Spaß soll dabei natürlich auch nicht verloren gehen.

"Nachdem ich mich in so vielen Ausscheidungen durchsetzen konnte, habe ich mir selbstverständlich das Ziel gesetzt, auch die EuroSkills für mich entscheiden zu können", sagt Lukas Bauer, Teilnehmer im Skill Anlagenmechaniker SHK aus Hardegsen in Niedersachsen, ehrgeizig. "Getreu dem Motto 'Andere Länder, andere Sitten' erwarte ich auch, weitere Fertigkeiten nach dem Vorbild anderer gewinnen zu können. Selbstverständlich wünsche ich jedem Teilnehmer, besonders den Teamkameraden aus
Deutschland, ihren persönlichen Erfolg."

Maler Johann Seifert aus Burkhardtsdorf in Sachsen blickt schon jetzt in die Zukunft: "Durch die Teilnahme an den EuroSkills hoffe ich, das ich die Chance bekomme, andere junge Leute für den Beruf des Malers und Lackierers zu begeistern. Ich möchte ihnen zeigen, was man in diesem Beruf alles erreichen kann und man eben nicht nur der Anstreicher von neben an ist. Vielleicht ergibt sich später für mich auch die Möglichkeit, andere junge Menschen auszubilden und ihnen das Erlernte mit auf den Weg zu geben."

Wie wichtig die Weitergabe des erworbenen Wissens ist, betont Mirzit Cirkic aus Hanau in Hessen, Teilnehmer im Skill ICT Specialists: "Ich erhoffe mir, dass ich mein erlerntes Fachwissen und meine Erfahrungen im Nachhinein mit anderen IT-Kollegen teilen kann. Denn die IT funktioniert nur dann gut, wenn alle ihr Wissen untereinander austauschen und sich gegenseitig weiterbilden."

Der Wissenstransfer ist aber nicht nur für die Teilnehmer der EuroSkills wichtig. Auch ihre Bundestrainer, die WorldSkills Germany-Experten, treffen auf Ausbilder aus zahlreichen anderen Nationen. Sie tauschen sich mit ihnen aus und lernen neue Arbeitsweisen kennen. Diese Impulse nehmen sie dann für die eigene betriebliche Ausbildung in ihre Unternehmen mit.


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