Logistiker führen bei der Vernetzung der Strukturen. Gravierender Aufholbedarf in der Fertigung

Veröffentlicht von: Mücke Mediendesign - André Mücke
Veröffentlicht am: 01.12.2016 13:38
Rubrik: Logistik & Verkehr


(Presseportal openBroadcast) - Das Internet of Things (IoT) ist bei der Produktion und in der Lieferkette zwar vielerorts thematisiert worden, allerdings verläuft die Umsetzung der Projekte bislang nicht zufriedenstellend. Der neusten Trendstudie "IoT in Produktion und Logistik" zufolge, haben lediglich 4 % aller Betriebe eine komplett vernetzte Umgebung etabliert, wobei die Logistikunternehmen (Logistikösungen von www.startuplogistik.de) den Fertigungsbetrieben in der Umsetzung deutlich voraus sind.

Motivationsfaktoren für Investitionen in IoT-Projekte sind Effizienzdruck (77 %), erforderliche Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit (73 %), Wendigkeit und flexibleres Handeln (71 %).

Die Unternehmen haben ein Interesse daran, die Arbeitsabläufe mit Mitteln der IoT-Techniologien durchschaubarer und wirkungsvoller zu gestalten. Außerdem bewirkt der Innovationsdruck durch den Handel im Internet ein Streben nach Entwicklung neuer Lieferkonzepte. Viele Unternehmen haben angefangen, ihre Produktions- und Logistikbereiche zu vernetzen, allerdings sind die Bemühungen mit der Installation in der Supply Chain noch völlig unzureichend für eine durchgehende IoT-Funktionalität.

Die Entscheidungsträger sind sich in ihrer Einschätzung einig, dass der Grad der Vernetzung zukünftig immens gesteigert werden muss. 82 % der befragten Verantwortlichen beabsichtigen, innerhalb der nächsten vier Jahre eine zu mehr als 50 % vernetzte Umgebung zu installieren. 88 % der Entscheidungsträger erwarten davon eine kontinuierliche Optimierung der Fertigung und Logistik, 87 % der Befragten arbeiten auf mehr Transparenz hin und 83 % erstreben durch IoT-Projekte eine Vermeidung von ungeplanten Standzeiten.

Intelligente Lösungen beim Schienenverkehr. Kostenersparnis durch dynamisches Wartungsmanagement.

Konkrete Anwendungen von IoT Projekten sind bei Transportunternehmen gegeben. Die SBB Cargo (Schweizer Güterbahnunternehmen) testet in Kooperation mit Bosch Engineering ein sogenanntes Asset Intelligence System für den Güterverkehr auf der Schiene. Die Waggons sind mit Sensoren ausgestattet, die metergenaue Informationen über die aktuelle Position und den Zustand der Güter und Wagen, z.B. Temperatur und Luftfeuchtigkeit betreffend, sammeln. Die Daten werden durch eine Vernetzungshardware über Mobilfunk an einen Server gesendet und können dort online vom Bahnbetreiber eingesehen werden. Auf diese Weise lässt sich zu jeder Zeit ermitteln und dem Kunden mitteilen, wo sich die Güter und Waggons befinden.

Da beim Verladen und Rangieren Erschütterungen nicht vermeidbar sind und diese im worst case den Waggon und die Ladung beschädigen können, misst ein Beschleunigungssensor (dreiachsig) die Intensität, Häufigkeit und Position der Schläge und wertet die gewonnenen Informationen aus. Auf diese Art kann der gesamte Transportvorgang lückenlos dokumentiert werden.

Beim Internet of Things Solutions World Congress (IoTSWC) in Barcelona wurden diverse Logistik-4.0-Anwendungen vorgestellt. SAP und Trenitalia (italienische Eisenbahngesellschaft) führten vor, wie intelligente Geräte und das Internet der Dinge betriebliche Abläufe bei der Wartung der Ausstattung effizient gestalten und eine Kostensenkung um 10 % in diesem Bereich möglich machten.
Ein solches dynamisches Wartungsmanagement ermöglicht es, immense Mengen an operativen Echtzeitdaten von Motoren, Batterien und Bremsen, welche aus Sensoren und intelligenten Anlagen ausgelesen werden, mit Prognosemodellen für maschinelles Lernen zu verknüpfen. Auf diese Weise lassen sich Instandhaltungsmaßnahmen vorausschauend planen, da Lebensdauer und wahrscheinliche Abnutzung ermittelt werden können. Unerwartete Ausfälle können vermieden bzw. reduziert werden. In Zusammenarbeit aus GE Transportation und Intel entstand eine ebenso beeindruckende Superbrain-Plattformlösung für Smart Trains.

IoT ermöglicht selbstständigen Informationsaustausch zwischen Geräten

IoT ist viel mehr als nur ein Auslesen von Daten. IoT beinhaltet auch den eigenständigen M2M-Informationsaustausch zwischen verschiedenen Geräten. Da Kontextinformationen immer auf dem neusten Stand sind, ermöglicht dies einem Steuergerät, eigenständige Entscheidungen zu treffen.

Alle namhaften Anbieter (z.B. PTC, IBM, Microsoft, Bosch, Deutsche Telekom, Atos, Vodafone, Samsung, SAP und andere mehr) zeigten in Barcelona ihre Cloud-Plattformen für das Internet of Things. Allerdings besteht Bedarf an übergreifenden Standards. Begrüßenswert ist das Bemühen der AIOTI (Alliance for IOT Innovation) um Standardisierung. Die komplexe Infrastruktur des IoT, die Kommunikation mit den Devices, soll in einem einheitlichen Ecosystem "versteckt" werden.

Lösungen wie die Top-Level-Prozessplattform catkin sind in diesem Kontext ergänzend zu betrachten und bringen den Geräte- und Cloud-Anbietern schnell konkrete Anwendungsmöglichkeiten durch die Installation einer echten Supply Chain.
Digitalisierte Prozesse über die catkin-Plattform sind in diesem Fall vorausgesetzt. An den Endpunkten, an denen nur noch manuelle Tätigkeiten notwendig sind aber alle Informationen zu den Prozessen vorliegen, kann auf Grundlage der konfigurierten Strukturen immer weiter automatisiert werden.

Denkbar sind Strukturen, bei denen die Devices über eine IoT - Cloud angeschlossen werden, so dass die "Dinge" einen Auftragszusammenhang bekommen und die Vorgänge intelligenter werden. So zum Beispiel, wenn sich ein Container im kombinierten Verkehr selbstständig um seinen Weitertransport per Schiff, Eisenbahn oder LKW kümmert.

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