Hessischer Exportpreis für HP Velotechnik

Veröffentlicht von: HP Velotechnik OHG
Veröffentlicht am: 24.06.2017 09:50
Rubrik: Handel & Wirtschaft


Die beiden Firmengründer Paul ollants und Daniel Pulvermüller (Vordergrund, v.l.) und das Team von HP Velotechnik feiern die Auszeichnung der Krifteler Liegeradmanufaktur mit dem Hessischen Exportpreis
(Presseportal openBroadcast) - Auch ein mittelständischer Fahrradhersteller kann erfolgreich als „Global Player“ auftreten: In dieser Woche wurde die Liegeradmanufaktur HP Velotechnik mit dem „Hessischen Exportpreis“ ausgezeichnet. Ausgelobt wird der Preis im Zwei-Jahres-Rhythmus von der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern, den hessischen Handwerkskammern und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Das 1993 von Paul Hollants und Daniel Pulvermüller gegründete Unternehmen hat erstmals im Jahr 2000 die Fühler nach den USA ausgestreckt – heute beträgt der Exportanteil bei einer Produktion von rund 2000 Rädern im Jahr circa 50 Prozent. Die konsequente und strategisch begründete Entwicklung des Geschäftsmodells war für die neunköpfige Jury ausschlaggebend, um den seit 2011 vergebenen Exportpreis nun dem in Kriftel beheimateten Fahrradunternehmen in der Kategorie „Handwerk“ zuzusprechen.

Laudator Jürgen Müller (Geschäftsführer Handwerkskammer Kassel) hob die „qualitativ sehr hochwertigen Fahrzeuge mit technisch einzigartigen Lösungen“ hervor. So hält HP Velotechnik beispielsweise Patente für Faltgelenke und Spezialpedale. Bei einem Export in über 30 Länder ist der Haupt-Zielmarkt die USA. Das „besonders kundenfreundliche und innovative Baukastensystem“ ermögliche es, die angebotenen Räder individuell zu konfigurieren. Bemerkenswert, so der Laudator: „Die Spezialprodukte können auch von Menschen mit Handicap genutzt werden.“ Dabei unterscheiden sich die Räder nur unwesentlich von jenen für Menschen ohne Behinderung.

Ein Radfahrer, der bereits mit den Krifteler Liege-Trikes unterwegs war, ist Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Er durfte 2015 bei einer Veranstaltung der Grünen entspannt im Liegerad durch die Rhein-Main-Region radeln. Deshalb konnte er den Gästen beim IHK-Abend überzeugt zurufen: „Diesen Fahrspaß muss man aus eigener Erfahrung erlebt haben.“ Angesprochen auf die Entwicklung der beiden HP-Velotechnik-Gründer von Garagentüftlern zu Export-Champions, hob er die Bedeutung von innovativen Start-ups für Hessen als Exportland hervor. Diese wolle das Land zum Beispiel durch die Unterstützung von Gründerzentren fördern.

Die Auszeichnung wurde in der Krifteler Manufaktur mit viel Jubel aufgenommen. Dazu Paul Hollants: „Zu dem Preis haben alle im Haus ihren Anteil beigetragen: von der Entwicklung über die Montage bis zum Vertrieb – für alle ein Riesenkompliment.“ Zum strategischen Aspekt des Auslandsengagements erläutert der Geschäftsführer: „Fahrräder bauen ist ein hochgradig saisonales Geschäft.“ Um das speziell geschulte Montagepersonal möglichst auch in „ruhigen“ Zeiten wie im Winter durchgehend beschäftigen zu können, stehen im Export Märkte mit antizyklischer Nachfrage im Fokus, etwa die „Sunshine-States“ in den USA oder Australien.

Pressekontakt:

Alexander Kraft, Pressesprecher HP Velotechnik OHG
Telefon 0 61 92 - 97 99 22 83 alexander.kraft@hpvelotechnik.com

Firmenportrait:

Das 1993 von Paul Hollants und Daniel Pulvermüller gegründete Unternehmen HP Velotechnik fertigt in der Manufaktur in Kriftel bei Frankfurt mit 35 Mitarbeitern (darunter vier Auszubildende) ca. 2000 Liegeräder pro Jahr und ist damit Marktführer in Europa. Alle Räder werden einzeln von Hand nach Kundenbestellung gebaut und über Fahrradfachgeschäfte vertrieben. Dabei stehen die Zeichen auf Wachstum: Verkauft werden die Liegeräder in Deutschland und Europa; ein zunehmender Anteil wird in fernere Regionen wie USA, Australien oder Japan exportiert.

HP Velotechnik hat 14 Liegeradmodelle entwickelt, die die gesamte Palette vom Alltagsrad bis zur Rennmaschine abdecken. Zuletzt sorgten das voll gefederte und faltbare Liege-Dreirad Scorpion fs 26 für Aufsehen: 2012 wurde es in der Straßenversion als S-Pedelec (bis 45 km/h Tretunterstützung) und 2013 als geländegängiges Trike mit einem Eurobike-Award ausgezeichnet. Ebenfalls einen Eurobike Award errang 2014 das Sesselrad Scopion plus 20.

Insgesamt wurde HP Veotechnik bei der Eurobike, der globalen Leitmesse der Radbranche, in zehn Jahren sieben Mal ausgezeichnet, darunter das Liege-Trike Gekko 2011 mit dem Award in Gold.

Auch die Fahrradhändler vergeben Bestnoten: Seit HP Velotechnik erstmals im Ranking des Branchenverbundes VSF gelistet wurde,
stand die Liegeradmanufaktur Jahre lang auf dem Siegerpodest. Seit 2006 setzten die Fachhändler sie bereits fünf Mal auf den ersten Platz.

Bereits als Schüler wurden die Firmengründer Hollants und Pulvermüller 1992 mit einem Kabinendreirad Bundessieger beim Wettbewerb JUTEC Jugend und Technik des Vereins Deutscher Ingenieure – Grundstein einer Entwicklung vom Garagenlabor hin zu einem der innovativsten Fahrradunternehmen Deutschlands.

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