Morde in Leipzig, Herr Nepomuk, Dialektik und Vergnügen sowie Achterbahn und freier Fall - Fünf E-Books von Freitag bis Freitag zum Sonderpreis

Veröffentlicht von: PRSeiten - der Presse- und Social-Media-Verteiler
Veröffentlicht am: 07.07.2017 09:46
Rubrik: Handel & Wirtschaft


4 preisgesenkte E-Books
(Presseportal openBroadcast) - Nicht selten geht es in der Literatur zu wie im richtigen Leben. Da hat einer einen Plan und einen Weg dahin im Kopf, und dann kommt ihm (oder natürlich auch ihr) etwas in die Quere - und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Jedenfalls geht es Karsten Bredlow aus dem Roman ,,Achterbahn" von Rudi Czerwenka so. Das Buch ist einer der fünf Deals der Woche, die im E-Book-Shop www.edition-digital.de eine Woche lang (Freitag, 07.07. 17 - Freitag, 14.07. 17) zu jeweils stark reduzierten Preisen zu haben sind. Dieser Karsten Bredlow sorgt sich unter anderem um die sozialistische Arbeitsmoral und ist gerade zur Zentralen FDJ-Leitung (was für ein schönes ostalgisches Wort) unterwegs und da passiert es: ,,Von vorn näherte sich eine Dieselameise. Die relativ kleinen Räder des Transportfahrzeuges registrierten jede Unebenheit der Fahrbahn. Der Fahrer war es gewöhnt, er konnte sich am Lenkrad festhalten. Die Rohrladung hinter ihm jedoch schepperte und tanzte. Karsten trat zur Seite, mitten in eine Pfütze, um den Karren vorbeizulassen. Auch der Kleintransporter scherte aus, vermutlich aber etwas zu plötzlich. Die Ladung kam ins Rutschen, ließ sich von den kurzen Seitenrungen nicht aufhalten, rollte und polterte auf die Betonpiste. Karsten sprang nochmals zur Seite, aber vergeblich. Die Rohre landeten vor, zwei sogar auf seinen Füßen." Und damit ist unserem Aktivisten eine Entscheidung abgenommen und der (Um)Weg für den weiteren Gang der Handlung geebnet. Beinahe logisch, dass er mit einer Frau zu tun hat. Und dass es seinen Gang geht. Seinen sozialistischen Gang, wie man wohl damals des Öfteren zu sagen pflegte. Viel Vergnügen mit diesem und den vier anderen Angeboten des aktuellen Newsletters. Ach übrigens, wissen Sie noch, was eine Jawa war und wie sie aussah?

Erstmals 2014 veröffentlichte Jan Flieger im fhl-Verlag Leipzig ,,Der Vierfachmord von Stötteritz. Neun Schüsse. Vier Tote. Viele Verdächtige: Schüsse zerreißen die Leipziger Nacht in Stötteritz und löschen vier Leben aus - doch der Täter flieht. War es ein Auftragsmord oder eine Verzweiflungstat? Wurde ein V-Mann liquidiert? Starben die anderen zur Ablenkung? Läuft gar einer der Verdächtigen Gefahr, das nächste Opfer zu werden? Und dann gibt es da noch die Spur zu einer jungen Frau, die in die rechte Szene führt. Für Thomas Tiller und sein Team der Mordkommission beginnt eine Suche, die sie tief in ein Labyrinth aus Hass und Rache führt, über die Grenzen Deutschlands hinaus bis in die Straßen Tokyos und die raue Ödnis Islands. Die Zeit rennt. Und die starren Augen der Toten treiben zur Eile ...

Der erste Tag der Handlung dieses packenden Krimis ist ein Sonnabend: ,,Dunkle Wolken zogen der Stadt entgegen, die Leipzig heißt, Wolken, deren Schwärze nichts Gutes verhieß, ja, wenn man es genau besah, sogar Bedrohliches, ein Inferno aus Regen und Sturm. Aber noch ehe es über die Stadt hereinbrechen würde, sollte sich etwas anderes ereignen, weitaus Schlimmeres.

Die digitalen Uhren in Leipzig zeigten 23:12 Uhr an und noch wusste niemand in der Kriminalitätshochburg Sachsens, dass im schönen Stadtteil Stötteritz in drei Minuten etwas Furchtbares geschehen würde, ja, für viele Bewohner etwas nahezu Unfassbares. Viele Gehwege schienen dort leergefegt zu sein, denn das nahende Gewitter vertrieb die Menschen von den Straßen und aus den Freisitzen der Kneipen. Die einzelne Gestalt, die unterwegs war, vermied es offenbar, bemerkt zu werden, denn kam ihr wirklich jemand entgegen, trat sie rasch in das Dunkel eines Hauseinganges, um sich zu verbergen, was aber nur zweimal geschah. Die Gestalt im schwarzen Jogginganzug trug einen dunklen Plastikbeutel, in dem, verborgen unter einer schwarzen Kutte und einer weißen Gesichtsmaske, eine schussbereite Pistole lag, deren Magazin fünfzehn Patronen enthielt, und die Gestalt glaubte, sie alle abfeuern zu müssen. Sie lief nicht langsam, aber auch nicht schnell, sie war, so konnte man das mit ruhigem Gewissen sagen, der leibhaftige Tod, der zu seinen künftigen Opfern schritt. Denn in drei Minuten, nahe dem Wäldchen, in einem großen Hinterhof, würden mehrere Menschen ihr Leben verlieren, nur war noch nicht klar, wie viele es sein würden. Es konnten sechs sein, sieben, vielleicht sogar acht oder neun, aber die Patronen im Magazin würden in jedem Fall ausreichend sein.

Ein Paar Augen blickte flüchtig zum Himmel hinauf und zu den drohenden Wolken, aber das kommende Gewitter schien wohl noch abzuwarten, wann es beginnen sollte. Die Gestalt war völlig unbeeindruckt von dieser Situation und ihr Gesicht blieb ausdruckslos. Und weiter feierten fünf Menschen ausgelassen in dem besagten, mit Bäumen bestandenen Innenhof, drei Männer und zwei Frauen, und eine Sängerin, die Andrea Berg hieß, ließ ihre durch Lautsprecherboxen noch verstärkte Stimme von der CD erschallen, ob man sie hören wollte oder nicht. Den Feiernden jedenfalls gefiel sie, die an einem Tisch saßen, auf dem eine weiße Decke lag und mehrere Weinflaschen standen, die, bis auf eine, schon geleert waren. Die Fünf feierten so laut und fröhlich, dass man den Lärm im gesamten Innenhof hören konnte, der umstellt war von vierstöckigen Häusern, die zu vier Straßen gehörten. Aber der leibhaftige Tod näherte sich schon den Feiernden, unablässig weiterschreitend. In drei Minuten würde er sich vier Opfer holen und dafür nicht einmal fünfzehn Sekunden benötigen. Aber der Tod konnte schnell sein, sehr schnell. Und unerbittlich.

Im ,,Conne Island" sang noch immer Austin Lucas, ein Berg von einem Kerl voller martialischer Tattoos auf den Armen, mit seiner Gänsehautstimme, >Run aroundntoffeln regnen sollte. Keine Macht der Welt bringt mich hier weg. Mag es ruhig aus dem offenen Küchenfenster nach frisch gebackenem Napfkuchen duften. Mir macht das nichts aus. Und wenn die Großmutter zehnmal die Teigschüssel auf dem Tisch hin und her schiebt, ich werd mich nicht verlocken lassen. Soll sie die Schüssel selber auskratzen.

Heute habe ich fast keinen Appetit darauf. Oder doch? Plötzlich schießt die Katze durch die Haustür auf den Hof. Ein Filzpantoffel taumelt durch die Luft und landet neben dem Hühnerhof im Sand. Während sich die Katze das Maul beleckt, höre ich die Großmutter schimpfen: ,,Hat der Mensch Töne? Nicht mal der Zuckerguss ist vor dem Biest sicher."

Da läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Ich schmecke sofort die Süße des Zuckers und die prickelnde Säure des Zitronensaftes auf der Zunge. Nur einen Löffel voll jetzt! Danach könnte ich drei geschlagene Stunden hier hocken und warten. Schon will ich auf einen Sprung in die Küche, da fällt es mir wieder ein: Lieber nicht! Unsereins muss auf seinem Posten bleiben. Das meiste passiert sowieso immer gerade, wenn man nicht dabei ist.

Missmutig breche ich mir einen Zweig aus dem Fliederbusch. Dann umklammern meine Füße wieder den Zaunriegel. Ich zerfasere die Rinde mit den Zähnen. Brrr, das schmeckt bitter! Aber es vertreibt die Zuckersehnsucht aus dem Munde. Warum muss sie gerade heute backen? denke ich. Meine Augen wandern im Kreis. Hinter der Scheune erhebt sich der Kiefernwald. Die Bäume stehen schweigsam und reglos beieinander wie Leute, die auf eine Beerdigung warten. Nur die Blätter der Zitterpappel am Waldrand spielen nicht mit. Sie winken in einer Tour und tun so, als wehe wer weiß was für ein Wind. Dabei geht kein Lüftchen. Nicht einmal die Schmetterlinge über der Wiese werden abgetrieben. Und auch das dünnstänglige Gras am Feldwegrand bewegt sich kaum. Auf dem Sandweg geht die Langeweile spazieren. Kommt sie an einem Roggenschlag oder einem Kartoffelfeld vorbei, bläht sie sich mächtig auf. Aber das grüne Meer der kniehohen Halme und die gestreckten Furchen lassen sich nicht ausstechen: Ätsch, wir sind viel langweiliger als du!

Vor dem Dorf kehrt die Langeweile wieder um. Dort hat sie nichts zu suchen. Sie ist mehr hier draußen zu Hause. Wenn ich mich nicht täusche, dann wohnt sie hier bei uns in der Einsamkeit. Eine Weile wandert sie noch umher. Auf einmal macht sie einen Sprung in die finstere Scheunenecke. Der kleine Bulko kommt quer über die Wiese gerannt. Mit dem will die Langeweile nichts zu tun haben. Er ist ihr zu lebendig.

,,He!", ruft er schon von Weitem. ,,Heiko! Mach schnell, es brennt." Ich rutsche zweimal auf dem Zaunpfosten hin und her. Aber ich bezwinge mich und sage zu dem kleinen Bulko: ,,Dich werden sie schon noch mal kaschen, wenn du ihnen die Wiese zertrampelst." ,,Hach", sagt er, ,,die kriegen mich nicht." Er stopft sich die Hemdzipfel in die Turnhose. ,,Niemals kriegen die mich."

,,Und der Schurig?", frage ich. Der Schurig, das ist unser neuer Agronom im Dorfe. Vor drei Wochen kam er von der Schule weg zu uns. Noch niemand hat ihn rennen sehen. Aber der kleine Bulko weiß Bescheid.

,,Der Agronom", sagt er und schüttelt sich den Sand aus den Schuhen, ,,der Agronom latscht immer in Gummistiefeln rum. Wie wird er da vernünftig rennen können?" Der kleine Bulko hat wieder einmal recht."

Damit sind wir wieder einmal am Schluss des aktuellen Newsletters mit den Deals der Woche angekommen. Und wieder dürfte es dank des vielfältigen Angebotes schwerfallen, sich für ein Buch oder auch für mehrere Bücher zu entscheiden. Aber vielleicht hilft es weiter, wenn Sie sich einfach mal ganz spontan entscheiden - also ohne langes Überlegen. Eine gute Entscheidung treffen Sie auf jeden Fall. Und nehmen Sie noch drei ostalgische Wörter mit in die nächste Woche - Zentrale FDJ-Leitung, Derzeitfreundin und Agronom.

Ach so, fehlt noch Jawa. Eine Jawa war ein auch hierzulande begehrtes Motorrad eines tschechischen Herstellers, das durch seine schnittige Konstruktion auffiel. Die Marke ,,Jawa" ist übrigens ursprünglich eine tschechisch-deutsche Kombination und leitet sich von den beiden Worten ,,Jane?ek" und ,,Wanderer" ab. Daraus wurde dann der Name ,,Jawa" gebildet. Die so benannte Firma entstand im Jahr 1929 aus einer Munitions- und Waffenfabrik, als der Besitzer Franti?ek Jane?ek die Lizenz zur Produktion eines Motorrads mit 500 Kubikzentimeter von der Wanderer-Werke AG in Schönau bei Chemnitz erwarb, welche die Produktion motorisierter Zweiräder aufgab. Soviel zur Geschichte. Und heute? Nach jüngsten Angaben sollen in Deutschland Anfang 2014 noch 6.806 Jawa-Krafträder zugelassen gewesen sein, was einem Anteil von 0,2 Prozent entspricht. Aber vielleicht haben Sie Glück und entdecken trotzdem eines. Dann wissen Sie immerhin, worauf der kleine Heiko gewartet hat. Vor allem aber natürlich auf seinen großen Freund Jakob. Das ist der mit der Jawa und einer neuen Derzeitfreundin ...



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