Zehn Jahre Berufsfachschule für Rock, Pop und Jazz München

Veröffentlicht von: Neue Jazzchool München e.V.
Veröffentlicht am: 05.10.2017 13:11
Rubrik: Gesellschaft & Kultur


Eine Jubiläumsband aus Berufsfachschülern feiert beim Festkonzert mit.
(Presseportal openBroadcast) - 2007 hat ein neues Ausbildungsprogramm für Musiker Einzug in die bayerische Hauptstadt gehalten: Mit Genehmigung der Regierung Oberbayern eröffnete der Neue Jazzschool München e.V. seine Berufsfachschule für Musik Fachrichtung Rock/Pop/Jazz. Seither haben sich dort 119 Absolventen zu staatlich geprüften Ensembleleitern ausbilden lassen. Ihr Zehnjähriges feiert das Schul-Team um Trompeter und Komponist Franz-David Baumann am 5. November 2017 ab 19.30 Uhr mit einem Jubiläumskonzert und einer Festrede von Dr. Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrats, im benachbarten Kulturzentrum Pasinger Fabrik.

„Vor zehn Jahren haben viele in der Szene erst mal gefragt: Warum braucht München eine Berufsfachschule für Rock, Pop und Jazz? Es gibt doch die Jazzabteilung an der Musikhochschule und zig private Programme in der Stadt! Am Anfang war es wegen der vielseitigen Zielsetzungen der staatlichen Berufsfachschul-Ausbildung nicht leicht, uns zu positionieren. Mittlerweile haben sich aber die Vorteile rumgesprochen: Wir bieten eine breite, praxisbezogene und gleichzeitig fundierte Basis mit staatlichem Schul- und Berufsabschluss. Bei uns bekommen angehende Livemusiker, Arrangeure, Komponisten und Musikpädagogen ihr Handwerkszeug mit. Das ist mit 30 Wochenstunden eine ganz schöne Herausforderung für unsere Schüler. Am Ende stehen ihnen dafür aber ganz unterschiedliche Wege offen.“, erklärt Berufsfachschulleiter Franz-David Baumann.

Viele Absolventen des Münchner Instituts studieren Jazz oder Popularmusik an einer Musikhochschule, um sich künstlerisch weiter zu entwickeln. Einige entscheiden sich laut Baumann bewusst gegen eine akademische Ausbildung, lassen sich weiter von Dozenten im offenen Unterricht der Jazzschool coachen und sammeln lieber mehr Praxiserfahrung bei Live-Auftritten mit eigenen Rock-, Pop- und Jazz-Bands. Wieder andere wollen vorrangig unterrichten und machen das dritte pädagogische Aufbaujahr an der Berufsfachschule oder lassen sich zum Fachlehrer für Musik und Kommunikationstechnik am Staatsinstitut in Ansbach ausbilden. Ein Teil der ehemaligen Schüler nutzt die erworbene musikalische Basis für eine Ausbildung als Tontechniker oder in einem sozialen Beruf.

Diese Vielseitigkeit möchten Franz-David Baumann und sein Team mit vier unterschiedlichen Bands auch in ihrem Festkonzert zum Schuljubiläum widerspiegeln: Zusammen mit Kollegen wie dem Scat-Sänger Max Neißendorfer und dem Saxofonisten Alexander von Hagke von der Jazz-Metall-Band „Panzerballett“ verpasst der Trompeter und Arrangeur deutschsprachigen Hits von Knef, Jürgens, Lindenberg und Grönemeyer eine eigene swingende Note. Mit Gästen aus der finnischen Partnerschule Kainuun College und hauseigenen Talenten rückt er bei Standards von Cole Porter bis Horace Silver Funk und Modern Jazz ins Rampenlicht. Die Combo „Cat & The Kings“ aus vier Absolventen der Münchner Ausbildungsstätte steht für progressiven Singer-Songwriter Pop, Folk und Jazz. Eine Jubiläumsband aus Berufsfachschülern stellt ihre Kreativität und Live-Erfahrung mit Rock-, Pop- und Jazzperlen in neuem Gewand unter Beweis.

Der Präsident des Bayerischen Musikrats, Dr. Thomas Goppel, wird die Arbeit des Berufsfachschul-Teams mit einer kurzen Festrede würdigen. Durch den Abend führt Annekatrin Hentschel, Moderatorin der Jugend-Radiosendung „U21“ auf BR Klassik. Die Pasinger Fabrik GmbH, das Steinway-Haus München und das finnische Kainuun College unterstützen den Neue Jazzschool München e.V. bei der Organisation des Jubiläumskonzerts.

Pressekontakt:

Katrin Neoral
Neue Jazzschool München e.V.
Berufsfachschule für Musik Fachrichtung Rock/Pop/Jazz München
Manzingerweg 7
81241 München
Tel. 089-72635296-14
Fax 089-72635296-96
E-Mail: neoral@jazzschool.de

Firmenportrait:

Hintergrundinformationen zur „Neuen Jazzschool München e.V.“:<br />
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Der Münchner Jazzpianist Joe Haider gründete im Jahre 1974 die erste Ausbildungsstätte für Jazz und Popularmusik in ganz Deutschland - die „Joe Haider Jazz School“ in München. Die Schule in Pasing war zu diesem Zeitpunkt neben der „Swiss Jazz School” die einzige Ausbildungsstätte für Jazz- und Popularmusik im deutschsprachigen Raum. Die Ausbildung lehnte sich eng an das Konzept der renommierten „Boston Jazz School Berklee" an. <br />
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In den folgenden Jahren erwarb sich die Schule als Ausbildungsstätte für Jazz einen weit über die Grenzen Münchens und Bayerns hinausgehenden Ruf. Aus dem ganzen Bundesgebiet und auch aus dem Ausland bewarben sich Musiker um einen Ausbildungsplatz. Es folgte eine enge Zusammenarbeit mit dem in den Siebziger Jahren international bekannten Münchener Jazzclub „Domicile”. Zusätzliche Workshops entstanden, die Studenten wurden mit internationalen Größen zusammengebracht und erhielten Unterricht<br />
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Im Rahmen seiner „Jazz School“ gründete Joe Haider das Label „Egorecords” und ermöglichte so talentierten Studenten ihre ersten Schallplattenaufnahmen zu veröffentlichen, unter anderem Aufnahmen des ehemaligen Schülers Max Neissendorfer, damals bereits Dozent an der „Jazz School“. Die Förderung der eigenen Schüler stütze auch die enge Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat München, Konzertsubventionen durch BMW. Auszeichnung von Studenten der „Jazz School“ mit dem „Kulturförderpreis für interpretierende Kunst” der Landeshauptstadt München (u.a. Thomas Faist, Max Neissendorfer, Peter Tuscher, Andreas Vahsen).<br />
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Nach dem Ausscheiden von Joe Haider wurde Max Neissendorfer 1990 sein designierter Nachfolger als Schulleiter. Die Schule konstituierte sich als gemeinnütziger Verein mit dem Namen „Neue Jazzschool München e.V.” und begann ihre Zusammenarbeit mit „Ohrwurm, Schule für moderne und Klassische Musik“ in Laim, mit dem sie das Label „Egorecords“ gemeinsam fortführt.<br />
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Auch nach der Umstrukturierung zum gemeinnützigen Verein brachte die traditionsreiche Ausbildungsstätte durch seine Intensivausbildung erfolgreiche Musiker wie die vielseitig talentierte Sängerin Conny Kreithmeier (bekannt durch das „Orchester Bürger Kreitmeier“), den versierten Jazzpianisten Jan Eschke und den erfolgreichen Filmkomponisten Manuel Kurz hervor. <br />
Im Herbst 2007 gründeten der Komponist, Jazztrompeter und langjährige Dozent an der „Neuen Jazzschool München“, Franz-David Baumann, und der Pianist, Sänger und langjährige Schulleiter der Jazzschool, Max Neissendorfer, die Berufsfachschule für Musik - Fachrichtung Rock/Pop/Jazz und erweiterten damit das Unterrichtsangebot um einen staatlich genehmigten Abschluss. Im Zuge der Berufsfachschulgründung bezog die „Neue Jazzschool München“ ein neues Schulgebäude in Pasing auf der Würminsel. <br />
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