VOLTARIS setzt Interimsmodell für elektronische Marktkommunikation fristgerecht um

Veröffentlicht von: VOLTARIS GmbH
Veröffentlicht am: 25.10.2017 09:32
Rubrik: Umwelt & Energie


(Presseportal openBroadcast) -

Am 1. Oktober startete ein Übergangszeitraum, in dem - voraussichtlich für zwei Jahre - die Aufbereitung und Verteilung von Messwerten aus intelligenten Messsystemen nach dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) zunächst weiter von den Verteilnetzbetreibern organisiert wird. Mit diesem sogenannten Interimsmodell soll intelligente Messtechnik möglichst früh in die elektronische Marktkommunikation eingebunden werden, bis künftig die Verteilung von Messwerten direkt vom Smart Meter Gateway (SMGW) an die Marktteilnehmer gesendet werden (Zielmodell). VOLTARIS (http://www.voltaris.de) hat dafür die ZFA-, MDM- und EDM-Systeme angepasst und kann so die neuen Prozesse optimal und fristgerecht unterstützen.

Am 2. September 2016 trat das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende in Kraft und führte mit dem MsbG umfangreiche neue Vorgaben zum Einsatz der iMSys im deutschen Energiemarkt und zur Kommunikation von Messwerten zwischen den Marktakteuren ein. Die Bundesnetzagentur hat daraufhin Ende 2016 die Vorgaben zur elektronischen Marktkommunikation im Strom und Gassektor an dieses Gesetz durch eine Festlegung neu geregelt. Diese führt zu dem sogenannten "Interimsmodell" für eine geplante Dauer von zwei Jahren. Auf alle energiewirtschaftlichen Marktrollen kamen und kommen damit große Veränderungen zu, vor allem, da die Umsetzung parallel zum Smart Meter Rollout geschehen muss.

Aufteilung in Markt- und Messlokationen
Das neue Gesetz wirkt sich erheblich auf die Marktkommunikation (Lieferantenwechsel, Messstellenbetreiberwechsel, Bilanzierung etc.) aus, was zu Anpassungen der etablierten Prozesse in den vorhandenen Systemen führt. Ab dem 1. Februar 2018 müssen alle heutigen Zählpunkte Mess- und Marktlokationen zugeordnet werden. Diese lösen dann die bisher oft auch widersprüchlich genutzten Begriffe "Lieferstelle", "Entnahmestelle", "Einspeisestelle", "Ausspeisestelle", "Messstelle" und "Zählpunkt" ab. Mit diesem System, das auch über das Interimsmodell hinaus gelten wird, soll die Marktkommunikation standardisiert und vereinfacht werden.

Kommunikation zwischen Betreiber und Lieferant
Gemäß dem Rollenmodell für die Marktkommunikation im deutschen Energiemarkt wurden die neuen Begriffe definiert und eingeführt. In einer Marktlokation wird Energie entweder erzeugt oder verbraucht. Das Objekt ist mit mindestens einer Leitung mit dem Netz verbunden. Die Marktlokation erhält eine neue, eigene Marktlokations-ID als Identifikationsnummer. Die Vergabe dieser ID erfolgt durch eine zentrale bundesweite Stelle (Code-Vergabestelle).
An der Messlokation, der Messstelle, erfolgt die tatsächliche Energiemessung. Sie liefert die Messwerte zum innerhalb der Marktlokation erzeugten bzw. verbrauchten Strom oder Gas und behält die bisherige Zählpunktbezeichnung nach Metering Code. Messstellenbetreiber kommunizieren künftig die Messwerte der Messlokation an den Netzbetreiber, diese übermitteln wiederum die Messwerte der Marktlokation an den Lieferanten.

Den Weg ins Zielmodell ebnen
"Wir sind auf die künftigen Anforderungen optimal vorbereitet und bieten unseren Kunden ein Upgrade des bestehenden EDM-Systems an", betont Karsten Vortanz, Geschäftsführer von VOLTARIS. "Unsere Systeme setzen die derzeit bekannten BNetzA-Vorgaben zum Gesetz zur Digitalisierung der Energiewirtschaft, die das Interimsmodell und die Einführung von "MeLo" und "MaLo" betreffen, vollständig um. Mit den neuen Funktionsmodulen ebnen wir unseren Kunden den Weg für einen problemlosen Übergang ins Zielmodell", ergänzt Geschäftsführerkollege Peter Zayer.

Das Upgrade im VOLTARIS EDM-Baukastensystem umfasst u.a. folgende Leistungen:

- Abbildung eines intelligenten Messsystems (iMSys) im Grundsystem nach BK6-16-200 (Interimsmodell Strom) und BK7-16-142 (Interimsmodell Gas) auf Basis des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (= parallele Speicherung von Zeitreihen und Zählerständen in einer Linie)
- Integration der iMSys in die Datenverarbeitung des Grundsystems (Import, Plausibilisierung, Berechnung, Visualisierung, Gruppenbildung, Versand)
- Abbildung von Markt- und Messlokationen und des Bilanzierungsverfahrens an einem iMSys
- Integration der iMSys gemäß der Marktregeln für die Durchführung der Bilanzkreisabrechnung Strom (MaBiS) und dem Grundmodell für Ausgleichsleistungen und Bilanzierungsregeln im Gassektor (GaBi Gas)

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Firmenportrait:

VOLTARIS ist der Experte für den sicheren Smart Meter Rollout, die Gateway-Administration und den Messstellenbetrieb für Energievertriebe, Netzbetreiber, Erzeuger und Industrie. Die Dienstleistungen sind modular aufgebaut. Sie umfassen sowohl das klassische Metering für alle Energiearten, die Zählerfernauslesung und das Energiedatenmanagement für alle Marktrollen als auch den Betrieb der modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsysteme. Ergänzt wird das Portfolio von Mehrwertdiensten wie Steuerung und Visualisierung.

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